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Albuminfo

age of woe - envenom
Band:
Age of Woe
Album:
Envenom
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
40:34
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Stefan
ID:
1449
Views:
323

Review

Gehen Sludge, Death Metal und Doom zusammen, ohne dass es zusammengebastelt, gekünstelt, gar‚ gewollt anders klingt? Jawohl, und das sogar richtig gut!

Age of Woe, die Dritte. ‚Envenom‘ heißt das neue Langeisen der multinational besetzten Truppe, die zwar aus Göteborg stammt, aber inzwischen Mitglieder aus Schweden, Finnland und Deutschland in ihren Reihen hat. Neuestes Member ist Keijo Niinimaa, den man auch von Rotten Sound kennt.

Wenn man sich mit der Band beschäftigt hat, weiß man, dass sich die Herren um Stilgrenzen einen Dreck scheren. Sludge ist aus Sicht des Autoren die beste Umschreibung für diesen Hybrid, der sich vor allem aus Rock und Death Metal zusammensetzt.

Der treibende Opener ‚Inferno‘ erinnert stellenweise an Mastodon, was Riffing und bisweilen krumme Takte angeht, nur um dann in schleppendem Elchtod aufzugehen.
‚Ghosts Who Hunt Alone‘ erinnert dagegen vom Fleck weg an Entombed in der Schweinerock-Phase, bis der Song im letzten Drittel diabolisch groovend und schleppend zum heftigen Kopfschütteln verleitet. Hier zeigt sich zum ersten Mal, dass Age of Woe ein Händchen für große Melodien haben.

Eines der absoluten Highlights der Platte ist der Song ‚Patriarch‘. Ein schleppender, ächzender Brecher von einem Track. Er unterstreicht eine weitere Stärke der Band: es gelingt den Jungs, Spannungsbögen zu erschaffen, die Stücke arbeiten sich regelrecht dramaturgisch voran, Enden nicht selten in Furiosen Schlusspassagen, mit morbiden Melodien garniert, immer richtig Heavy, immer auch eingängig, aber nie gefällig.

Ihr merkt: Schematische, erwartbare Songs gibt es auch auf ‚Envenom’ nicht. Dennoch schafft die Band den Spagat zwischen stilistischer Flexibilität und Eingängigkeit.
Hier wird gerockt ohne Ende, als Beispiel sei hier der Titeltrack des Albums genannt. Es gibt an allen Ecken und Enden Ohrwurm-Potenzial. Highspeed-Geballer gibt es allerdings nicht, ‚Envenom‘ punktet eher im groovigen Midtempo.

Resümee: Mit dem dritten Album trennt sich ja gemeinhin die Spreu vom Weizen, haben Bands doch in der Regel spätestens beim 3. Langeisen alles verbraten, was an alten Demosongs noch irgendwo rumlag, und es geht darum, den eigenen Stil auf Langrille zu bannen. Das haben ‚Age of Woe‘ eindrucksvoll geschafft.
Vielseitigkeit ist definitiv die größte Stärke der Band, wenn der Hörer bereit ist, sich darauf einzulassen. Der Ersteindruck von ‚Envenom‘ ist zunächst einmal recht sperrig. Es passiert eine ganze Menge und Death Metal-Puristen werden wohl ein paar Probleme haben, die Platte an sich heranzulassen. Wer aber die Geduld für einen zweiten, dritten Durchlauf hat, wird definitiv belohnt werden. In Zeiten, in denen immer mehr Veröffentlichungen generisch klingen und dem Prinzip ‚nur kein Risiko‘ folgen, ist Envenom nach bescheidener Meinung des Autoren ein absolut wertvolles Album.



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Tracklist

1. Inferno
2. Ghosts Who Hunt Alone
3. Förpestningen
4. Patriarch
5. A Feral Swarm
6. Avgrunden
7. The Twilight And The Dawn
8. Storm
9. Förbittringen
10. Envenom
11. Ljungeld

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