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Metal Info

Black Metal :: Venom
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Härte, Kreischen, brennende Kirchen, Corpse-Paint und eiskalte Fjorde – das ist der Black Metal von Bathory über Mayhem bis Immortal . Die Wurzeln von Black und Death-Metal liegen relativ dicht beieinander. Die Bands beider Genres berufen sich gerne auf Venom, Bathory, Destruction oder Possessed , unterscheiden sich aber vor allem musikalisch durch die im Black Metal beliebteren Keyboard-Einsätze.

Ein weiterer Genre-typischer Faktor ist die sogenannte Corpse-Paint, die Bemalung von Gesicht und z.T. des Körpers mit weißer und schwarzer Farbe und teilweise Kunstblut wie es in den frühen 80er Jahren z.B. schon King Diamond von Mercyful Fate getan hat. Bands wie die Schweden Watain benutzen gar echtes Tierblut. Die Natur und Landschaft Skandinaviens gehört zu den verbreitetesten Themen des Genres (vor allem bei Emperor und Immortal ), behandelt werden aber auch paganistische und anti-christliche Themen sowie eine Glorifizierung von Stärke, die zum Teil rechtsradikale Züge annehmen kann.Von allen Spielarten des Metals ist Black Metal natürlich das am meisten in der Kritik selbsternannter Moralshüter stehende Genre. Dadurch erlebte es ab Mitte der 90er Jahre auch einen ungeheueren Boom, der erst langsam wieder zurückgeht, so dass die Szene wieder einen höheren Prozentsatz guter und progressiver Ansätze zu hören bekommt.

Später entwickelten sich auch extreme Varianten des Black Metal wie der Raw Black Metal, der äußerst roh, schnell und kratzig und ungeschönt aus den Lautsprechern kommt. Hierzu gehören meist skandinavische Bands wie 1349, Ulver, Gorgoroth oder Behexen, aber auch aus anderen Ländern kommen Bands mit dieser Ausrichtung wie z.B. Darkest Hate Warfront aus Brasilien oder Darkened Nocturn Slaughtercult und Kapein aus Deutschland.
Eine weitere extreme Spielart des BM ist zudem der DSBM (Depressive Suicidal Black Metal). Hier geht es um eine äußerst deprimierende Stimmung in der Musik. Erkennbar meist am Gesang, der äußerst klagend, jammernd und selbstmörderisch vorgetragen wird. Hier sind z.B. Bands wie Den Saakaldte, Kalmankantaja und Advent Sorrow zu nennen.
In den späten 2000ern erschien der Post Black Metal auf der Bildfläche. Hier kann man sich streiten, ob der softe und melodische, meist emotionale Metal das Label "Black" tragen kann oder nicht. Die Texte sind hier eher depressiv und nicht anti-religiös sondern handeln oft von der schlechten Welt und Menschheit, die uns umgibt, der Zerstörung der Natur und der Ungleichheit in der Gesellschaft. Hier sind z.B. Bands zu nennen wie Harakiri For The Sky aus Österreich oder King Apathy (vorher Thränenkind) aus Deutschland.
Nach 2015 sind einige Black Metal Bands sehr schnell bekannt geworden, auch wenn sie bereits schon einige Jahre länger existierten, die hauptsächlich maskiert auftreten. Diese erhielten ein großes Echo in der Presse und konnten viele Fans gewinnen. Dazu zählen z.B. UADA und MGLA. Laut Aussagen der Bands möchte man durch die Masken erreichen, dass man sich nicht zu sehr mit den Musikern beschäftigt sondern sich auf ihre Musik konzentriert.
Die Szene in Deutschland bietet viele gute und interessante Black Metal Bands mit denen man sich gerne einmal beschäftigen kann. Hier eine kleine Auswahl: Der Weg einer Freiheit, Darkened Nocturn Slaughtercult, Endstille, The Committee, Sarkrista, Krater, Membaris, Goath oder Halphas.
Weitere Meister dieser Strömung sind:
Cradle Of Filth, Dimmu Borgir, Thorns, Satyricon,
Dödheimsgard, Darkthrone, Mayhem, Enslaved, Mortiis, Nifelheim und Ulver
Ein paar Alben mit Schlüsselqualitäten:
Venom: Black Metal [1982]
Possessed: Seven Churches [1985]
Bathory: Under The Sign Of The Black Mark [1986]
Emperor: In the Nightside Eclipse [1994]
Mayhem: De Mysteriis Dom Sathanas [1994]
Cradle of Filth: Dusk And Her Embrace [1997]
Immortal: Blizzard Beasts [1997]
Thorns: Thorns [2001]
Black Metal :: Watain
WATAIN
Schweden
Foto: Party.San 2006,
© hell-is-open.de
Black Metal :: Darkened Nocturn Slaughtercult
Darkened Nocturn Slaughtercult
Deutschland
Foto: Party.San 2005,
© hell-is-open.de