Long Live the Rot!
Rotpit ist eine schwedisch/deutsche Band die man hierzulande nicht zuletzt wegen des aus Deutschland kommenden Sängers Ralf Hauber auf dem Schirm hat. Zusammen mit den beiden Schweden Jonny Pettersson an der Gitarre und Erik Barthold an den Drums sowie zwei weiteren Live-Membern durften Rotpit in diesem Jahr das Party.San Metal Open Air auf der Hauptbühne eröffnen.
Eine gute Gelegenheit mit Ralf Hauber über die Band und die weiteren Pläne zu sprechen. So haben wir beiden das Interview am Samstagnachmittag bei bestem Wetter im Artist Zelt geführt.
Den Bericht zum Auftritt der Band könnt ihr hier... nachlesen.
Rotpit ist eine schwedisch/deutsche Band die man hierzulande nicht zuletzt wegen des aus Deutschland kommenden Sängers Ralf Hauber auf dem Schirm hat. Zusammen mit den beiden Schweden Jonny Pettersson an der Gitarre und Erik Barthold an den Drums sowie zwei weiteren Live-Membern durften Rotpit in diesem Jahr das Party.San Metal Open Air auf der Hauptbühne eröffnen.
Eine gute Gelegenheit mit Ralf Hauber über die Band und die weiteren Pläne zu sprechen. So haben wir beiden das Interview am Samstagnachmittag bei bestem Wetter im Artist Zelt geführt.
Den Bericht zum Auftritt der Band könnt ihr hier... nachlesen.
Petra Welles: Hallo Ralf, soweit ich es verstanden habe, ist Revel in Flesh aktuell auf Eis gelegt? Und ROTPIT ist dein Hauptprojekt zumindest im Moment?
Ralf Hauber: ROTPIT haben jetzt Ende 2024 das zweite Album herausgebracht (Anmerkung: bei War Anthem Records). Wir haben zusätzlich noch zwei Vinyls mittlerweile gemacht und wir haben das Angebot bekommen auf dem Party.San 2025 zu spielen und da war der Gedanke: „Okay, wir machen eine Live-Band und haben uns zwei zusätzliche schwedische Mitglieder geholt, von Sundsval aus Schweden, Patrik und Wikard (zu Erik Barthold und Jonny Pettersson), die mit uns die Live-Band zusammen aufgebaut haben. Wir haben die Chance genutzt, mit ROTPIT live zu spielen. Wir haben ROTPIT als Live-Band gemacht und also von einer Studioband eine Band zu machen, die auf die Bühne geht. Wir haben im Juli jetzt viel geprobt, sieben Tage am Stück und in Sundsvall haben wir eine Show gespielt, als Vorbereitung zum Party.San.
Im Hintergrund machen Jonny und ich noch Heads for the Dead. Revel in Flesh geht weiter. Es wird von Revel in Flesh neue Musik geben mit neuer Besetzung ein neues Album. Das wird aber noch Zeit dauern, wahrscheinlich nächstes Jahr.
Petra Welles: Was bedeutet es für eine Band auf dem Party.San zu spielen? Vor allem das Festival eröffnen zu dürfen!Im Hintergrund machen Jonny und ich noch Heads for the Dead. Revel in Flesh geht weiter. Es wird von Revel in Flesh neue Musik geben mit neuer Besetzung ein neues Album. Das wird aber noch Zeit dauern, wahrscheinlich nächstes Jahr.
Ralf Hauber: Das ist für dich als Musiker eine totale Reizüberflutung. Das ist so groß, das Festival mit so vielen Eindrücken auf einmal. Die Crew arbeitet hier super gut zusammen. Man fühlt sich super gut begleitet. Das Festival zu spielen und der Aufritt selbst, also die erste Band zu machen, ist extrem gut, weil, die Leute kommen aufs Festival und wollen Musik hören, die wollen den Sound und du tauchst richtig ein. Das ist sehr intensiv von der Wahrnehmung, von Allem.
Petra Welles: Ich habe die Kraft gespürt bei eurem Auftritt. Es war eine intensive Darbietung und ihr habt es auch genossen, man hat eure Spielfreude gesehen.
Ralf Hauber: Es geht auch darum – eine Liveband muss dir Emotionen geben. Es geht nicht um die Perfektion, es geht darum, die Energie hochzuholen und runterzugeben.
Petra Welles: Was wäre, wenn Wacken anfragen würde? Nimmt man es als Musiker mit oder ist das nicht euer Anspruch?
Ralf Hauber: Das Party.San ist ein Festival für Musikfreunde. Jeder, der hier kommt, liebt Musik. Und die großen Festivals haben das Problem, das sie quasi zusätzlich das geschäftliche Spektrum abdecken wollen. Aber trotzdem – man spielt ja Musik für Fans, die aus der ganzen Welt kommen. Wacken hat vielleicht ein Stigma von Kommerz, aber es kommen viele Fans aus allen Teilen der Welt auf das Festival. Und Musik ist ja für die Fans. Ich denke, es geht darum, Musik zu machen für Leute, die diese Musik mögen und ich sehe daher nichts Falsches daran, dieses Event zu spielen.
Petra Welles: Okay, danke – Was habt ihr noch geplant für 2025 bzw. 2026?
Ralf Hauber: Wir haben jetzt erst die neue 7-Inch veröffentlicht, die kam auch auf AOP Records zum Party.San Festival raus. Die hat einen komplett neuen Song drauf und eine Coverversion von Abscess – das ist eine Band, die Chris Reifert von Autopsy macht. Wir haben einen Song aus Mitte der 1990er Jahre genommen, eine kranke Nummer, die wir da gecovert haben. Das sind zwei Lieder, die kamen jetzt im Prinzip zum Party.San raus. Wir arbeiten an neuen Liedern. Das Ziel ist aber, 2026 nach Deutschland zurückzukommen für weitere Konzerte. Das ist aber gerade alles in der Planungsphase.
Petra Welles: Habt ihr eigentlich ein Management oder organisiert du alles selbst?
Ralf Hauber: Wir sind eine Band, die aktuell alles selbst machen. Wir haben nichts aus der Hand gegeben.
Petra Welles: Und das Songwriting? Wie läuft das ab?
Ralf Hauber: Jonny Pettersson ist unser Hauptsongwriter und er macht quasi die Gitarren und die Grundfundamente der Songs, dann macht Erik die Ausarbeitung der Songs und ich mache die Lyrics, Vocals drauf. Wir nehmen dann verschiedene Takes auf und packen das zusammen.
Petra Welles: Gibt es eigentlich bei euch in der Band ein Ritual, das sich wiederholt?
Ralf Hauber: Ja, wir bilden einen Halbkreis und geben uns die Fäuste – wie eine Sportmannschaft. Und du gehst hoch und gehst in eine andere Person hinein. Dann lebst du das aus und dann gehst du runter und bist wieder du selbst. Alles was du machst, gehst du extrem in die normale Persönlichkeit von dir und wenn du auf der Bühne bist, gehst du in die Musik rein und lässt die Emotionen raus. Das ergibt die Energie, die dort rausgeht.
Bei ROTPIT ist das Thema ROT, das ist gleich Verfaulen. Auf dieser Thematik bauen wir sehr viel darauf auf. Das Leben ist vergänglich und jeden trifft es. Ob du reich oder arm bist usw. – früher oder später. Es geht einfach darum, gewisse Wortspiele zu haben, aber auch eine gewisse Kritik über Dinge zu haben, die sich in unserer Gesellschaft abspielen.
Das ist in unserer heutigen Zeit extrem wichtig. Und wir haben da auch schon unsere Vorstellungen davon, wie wir Dinge, die nicht sein sollten, auch also gegen Tierquälerei, gegen Ausbeutung und auch sozialkritische Dinge verpacken. Du verpackst sie in Lyrics und jemand, der die Lyrics liest, versteht es halt, wie damit umzugehen ist. Vom ersten Eindruck Kannibalismus, aber darum geht es eigentlich nicht…; das erscheint uns dann viel menschlicher.
Petra Welles: Ralf, herzlichen Dank & weiterhin viel Erfolg!Bei ROTPIT ist das Thema ROT, das ist gleich Verfaulen. Auf dieser Thematik bauen wir sehr viel darauf auf. Das Leben ist vergänglich und jeden trifft es. Ob du reich oder arm bist usw. – früher oder später. Es geht einfach darum, gewisse Wortspiele zu haben, aber auch eine gewisse Kritik über Dinge zu haben, die sich in unserer Gesellschaft abspielen.
Das ist in unserer heutigen Zeit extrem wichtig. Und wir haben da auch schon unsere Vorstellungen davon, wie wir Dinge, die nicht sein sollten, auch also gegen Tierquälerei, gegen Ausbeutung und auch sozialkritische Dinge verpacken. Du verpackst sie in Lyrics und jemand, der die Lyrics liest, versteht es halt, wie damit umzugehen ist. Vom ersten Eindruck Kannibalismus, aber darum geht es eigentlich nicht…; das erscheint uns dann viel menschlicher.