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Konzertbericht zum Gig der Bands Rotpit, Theotoxin und Chaos Invocation beim Party.San Metal Open Air 2025

Foto: PSOA Flyer
Party.San Metal Open Air, dass ist seit jeher Jahren ein unumstößlicher Pflichttermin in unserem Konzertkalender. Nicht nur für uns ist das Party.San ein Highlight im Jahreskalender, gut 9000 weitere Headbanger sahen dies ebenso und pilgerten nach Schlotheim, um dort drei Tage lang ausgelassen zu feiern und dem Extrem-Metal zu frönen. Wer Death-, Black- und Thrash-Metal liebt, der kommt am Party.San Open Air einfach nicht vorbei.
Wie immer konzentrierten sich die PSOA-Macher ganz auf unsere Musik und hatten auch für 2025 ein großartiges Billing geschnürt. Glücklicherweise wird auf dem PSOA auf irgendwelchen zusätzlichen Schnickschnack verzichtet, dafür gibt es hier die geliebte und viel zitierte Wohnzimmer-Atmosphäre in der man sich einfach pudelwohl fühlt. Hier trifft man Jahr für Jahr immer viele Freunde und Bekannte, was einem legendären Familientreffen gleich kommt...

Bands: Agrypnie, Analepsy, …And Oceans, Ass Cobra, Avulsed, Blockheads, Bloodbath, Brujeria, Chaos Invocation, Crypt Sermon, Dark Angel, Defleshed, Dödsrit, Dool, Drudensang, Ereb Altor, Extermination Dismemberment, Firtan, Fleshgod Apocalypse, Friisk, Fulci, Gorgoroth, Grand Magus, Grave, Gutslit, Harakiri For The Sky, Hellbutcher, Heretic Warfare, Hyperdontia, I Am Morbid, Imperial Triumphant, Karg, Kvaen, Macbeth, Mass Worship, Møl, Napalm Death, Naxen, Necrowretch, Nightbearer, Night In Gales, Outlaw, Party Cannon, Pig Destroyer, Rotpit, Rotting Christ, Scalpture, Schizophrenia, Servant, Skeletal Remains, The Spirit, Suffocation, Theotoxin, Tiamat, Triptykon plays Celtic Frost, The Vision Bleak, Wayfarer

Unsere Petra hatte ein besonderes Auge auf die schwedisch/deutschen Death Metaller Rotpit, die österreichischen Black Metaller Theotoxin und den deutschen Black/Deathern Chaos Invocation geworfen und uns hier jeweils einen kurzen Bericht zum Auftritt der Bands verfasst.
Zudem könnt ihr hier ein hier... ein Interview mit Ralf Hauber von Rotpit lesen, welches Petra auch dort geführt hat.

Foto: Rotpit
Rotpit
Rotpit ist eine Schwedisch/Deutsche Band die man hierzulande nicht zuletzt wegen des aus Deutschland kommenden Sängers Ralf Hauber auf dem Schirm hat. Zusammen mit den beiden Schweden Jonny Pettersson an der Gitarre und Erik Barthold an den Drums sowie zwei weiteren Live-Membern durften Rotpit in diesem Jahr das Party.San Metal Open Air auf der Hauptbühne eröffnen. Eine gute Gelegenheit mit Ralf über die Band und die weiteren Pläne zu sprechen. So haben wir beiden das Interview am Samstagnachmittag bei bestem Wetter im Artist Zelt geführt.
„Party.San are you ready? We are Rotpit and we are here to rot with you guys”
Auch wenn man schon zwanzig Mal auf dem Party.San Festival gewesen ist, wiederholt sich dieses Gefühl jedes Mal, sobald die erste Band die Bühne betritt. Die Mundwinkel gehen nach oben, die Zeit bleibt gefühlt hier vor Ort stehen und man weiß, die nächsten drei Tage bedeuten ausgiebig feiern bei wenig Schlaf, viel Metal, reichlich Kaltgetränken und Fleisch lastiger Nahrungsaufnahme, also Festivalmodus! In diesem Jahr durfte die deutsch/schwedische Fäulnis-Formation ROTPIT das 29. Party.San-Festival eröffnen, eine besonders gute Wahl! Als erster Song wurde das eindringliche “Massive Maggot Swarm“ auserkoren.
ROTPIT boten kompromisslose Härte gepaart mit einer der markantesten Stimmen im heimischen Death Metal. Stark, unaufgeräumt und modrig, quod erat demonstrandum! „It is all about rot“, dennoch driftet die Band nicht ab in reine Spaßhaftigkeit. Wie mir Ralf Hauber, der Texter der Band, erklärte, ist es ihm wichtig, mit den Lyrics etwas auszusagen, Inhalte – wenn auch teils in Metaphern – zu präsentieren.
Die Formation gab intensiven schwedischen verbandelten Schwermetal mit starken Gitarren und eindringlicher Vehemenz zum Besten. Mich hat die Darbietung überzeugt. Auch die Zuhörerschaft vor der Bühne war im Rot-Fieber und man sah reichlich Nicken und Wippen sowie in die Höhe gestreckte Fäuste.
„Long Live the Rot!“, das wollen wir - Band bezogen - hoffen. Gebucht sind sie etwa für das kommende Braincrusher in Hell im März 2026. Für all diejenigen, die die Band am Party.San ob der frühen Spielzeit versäumt haben, wäre das eine gute Gelegenheit zum Nachholen!


Foto: Theotoxin
Theotoxin
Im Rahmen der AOP-Records Label-Night konnte man am Donnerstag auch der Wiener Black Metal Band THEOTOXIN auf der Tentstage huldigen. Für mich definitiv ein Highlight nicht nur im österreichischen Black Metal. Sänger Ragnar nahm das Zelt von Anfang an in Beschlag und die Musiker begleiteten ihn mit einer ungeheuren Intensität und Geschwindigkeit. Die Band von Mastermind und Drummer Florian Musil besteht seit fast zehn Jahren und hat sich stetig weiterentwickelt. Der Gig auf dem Party.San dürfte ein weiterer Schritt nach vorne werden. Geboten bekamen die mehr als zahlreichen Zuhörenden ein sehr kraftvolles Set – mein Höhepunkt immer das geniale „World, burn for us“.
Theotoxin gehören auf die Bühnen, sie bieten tiefgründigen Black Metal, erhaben, durchdringend und charismatisch. Die Tentstage haben sie an diesem Tag definitiv mit schwarzer Glut überzogen! In diesem Fall stimmt mal die Selbsteinschätzung tatsächlich…


Foto: Chaos Invocation
Chaos Invocation
Ebenfalls bei AOP-Records unter Vertrag sind Chaos Invocation. Wir hatten sie heuer in Innsbruck bereits sehen können und waren schwer beeindruckt. Auch an diesem Donnerstag Abend auf der Tentstage zeigten die deutschen Black-Metaller eine bestechende Leistung. Eklatant brachial, wuchtig und wutentbrannt boten die Mannen um André Meyrink ihr Liedgut dar, das besticht durch abwechslungsreiches Spiel und dennoch gleichzeitig Wiedererkennung.
Begonnen wurde mit dem klangvollen Intro und dem Titelsong des letzten Albums gleichen Namens „Wherever We Roam“, folgend mit „Where We Have Taken the Cross“ („Devil, Stone & Man“ 2020) und dann zur Halbzeit das geniale “This World Wants Us Dead“ aus der 2024er Veröffentlichung „Wherever We Roam“ bis hin zu dem markanten „Ordonata Fields“ bzw. dem bestechenden „The Mirror“. Beendet wurde das Set mit „A Stranger’s Pale Hand“ (alle drei Songs aus dem 2020er Album). Für mich definitiv eine der besten Darbietungen des diesjährigen Party.San-Festivals, ein Black Metal-Orkan der oberen Liga. Die Band gehört zukünftig auf die große Bühne, auch diese würden Sie mit Vehemenz einnehmen.
Sehr stark, not only in Darkness!

Bericht und Fotos von ,