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Albuminfo

deicide - banished by sin
Band:
DEICIDE
Album:
Banished by Sin
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
38:59
Wertung:
9 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Oli
ID:
1621
Views:
645

Review

"Glen Benton for President!", so steht es auf einem Aufkleber/Patch. Dieses Motto werden nicht alle befürworten, jedoch muss man sagen, dass, wenn schon nicht auf dem politischen Sektor, Herr Benton und der Rest der Teufelsbande namens DEICIDE definitiv zum Olymp der internationalen Death Metal Szene gehören und mit ihrer Art des satanischen Death Metals eine eigene Nische im großen Spektrum der extremen Musik besetzen! Das provokative, blasphemische Element war in der Darstellung der Floridacombo schon immer sehr stark ausgeprägt und ist es auch im 35.Schaffensjahr (plus 2 Jahre als AMON und ein bisschen noch als Carnage dazu). Man schaue nur das erste Video "Bury the cross...." zum neuen Longplayer an (Jesus als Opfergabe angerichtet auf der Tafel der kannibalistischen Deicide Horde).
Beim Durchzählen der Alben kommt man bei der aktuellen Scheibe "Banished by Sin" auf die unheilbringende Dreizehn. Manche unterscheiden, ähnlich wie bei Cannibal Corpse (Barnes / Corpsegrinder Ära), bei den vier Herren aus Tampa die Zeit mit und ohne die Gebrüder Hoffman (Eric & Brian, beides Gitarristen, 1989-2004). Seit dieser Zeit wurde so manches Opferlamm im Geiste geschlachtet und sich in dessen Blut gebadet, während an den Sechssaitern einige Besetzungswechsel vorgenommen wurden, u.a. waren wohlklingende Namen wie Jack Owen oder Ralph Santolla (RIP 2018) zwischenzeitlich auf der Mannschaftsliste. Kevin Quirion an einer der Äxte, ist der beständigste Nachfolger und mit kleinen Unterbrechung grob seit 2008 für die Satansbraten tätig. Das jüngste Mitglied der Benton Family ist Taylor Nordberg (ab 2022), der einigen durch sein Wirken in der Band Inhuman Condition bekannt sein dürfte. Fronthäretiker Glen Benton und Urtrommelvieh Steve Asheim sind seit Gründungstagen ihr Pech und Schwefel am verteilen und komplettieren das teuflische Quartett.

Kommen wir nun zur musikalischen Darbietung des neuesten Werkes. Natürlich hat sich durch den Weggang (Rauswurf) der Hoffman´s, die auch maßgeblich am Songwriting beteiligt waren, ein bisschen was verändert. Ein Hauptmerkmal sind die melodischen Gitarrenläufe die sich seitdem mit den urbösen Grooves und dem Gehörntengeballer vermischen, auch in der Leadarbeit sind die deutlich feineren Klänge zu hören. Über die Jahre haben sich die Elemente der Einzelnen aber sehr gut vermischt und laut Aussage von Glen, befinden sich pro Musiker drei Songs auf dem Album, die in sich, aber auch typische Elemente der Kollegen enthalten und unterm Strich einem die größtmögliche Abwechslung somit im eng gesteckten Rahmen bieten. Ob mal rhythmischer, im klassischen Vorwärtsdrang, vertrackt oder geblastet unterlegt mit harmonischen Gitarrenläufen, alles folgt einem erkennbaren roten Faden. Verstärkt wird dieser Eindruck natürlich durch das gewohnt dominante Organ vom Meister mit dem Twisted-Cross-Branding auf der Stirn. Die Stimme ist gut in Szene gesetzt und man kann dem 56-Jährigen eine beachtliche Gesangsleistung attestieren. Gibt nur wenige Aufnahmen bei denen er noch etwas deutlicher seine Verwünschungen ausgegrunzt hat, mit Textblatt in der Hand, erkennt man aber auch die fehlenden zwei, drei Wörter. Nebenbei kommt es erfreulicherweise häufig zu gedoppeltem Gesang, manchmal sogar mit noch mehr Teufelszungen, bei deren Ausführungen neben Glen auch Gitarrero Kevin ordentlich hilft und die höheren Frequenzen übernimmt. Oft eingesetzt um die Bridgetextpassagen noch diabolischer klingen zu lassen, sehr stark! Durfte ich letztes Jahr zweimal live erleben und auch da hat die Truppe hervorragend geliefert, inklusive "EvilTwin-Gesänge", mit das Beste für mich im DM Live Sektor!
Neben der unchristlichen Stimmakrobatik wurden die restlichen Musiker und ihre Instrumente aber nicht vergessen. Klackernder Bass, satte Gitarren und ein vielschichtiges Schlagzeug sind auf der neuen Platte zu hören. Insgesamt für mich etwas zu sauber produziert, den Gitarren hätte etwas mehr Rotz gut getan und die Drums hätten ein Stückchen mehr "Natürlichkeit" vertragen, die Becken sind arg zart und die HiHat schleift doch fast schon "digital" durch die Lieder. Das hört sich jetzt schlimmer an als es ist und ist wirklich nur ein kleiner sehr persönlicher Punkt, denn unterm Strich gefällt mir diese Scheibe, vor allem in ihrer Gesamtheit, besser als viele Alben davor.
Meine Favoriten sind direkt der Opener "From Unknown Heights You Shall Fall" mit seiner sich einfräsenden wiederkehrenden Chorusline und der folgende Track "Doomed to Die" bei dem Benton den bandtypischen rhythmischen "Predigerton" anschlägt und mit toller Leadarbeit ausgestattet ist. Weitere Highlights sind der Titeltrack mit ultracoolem Riffing und einem fast schon "faustreckenden" Refrainteil, sowie der letzten Nummer der A-Seite (für unsere Vinylliebhaber) "Woke from God" bei dem sich die Gitarren zwischendurch kurz und gegen Ende des Songs verlängert fast hymnenhaft auftürmen, untermalt von den frevlerischen Auswürfen des lieben Glen.
Also, die neue DEICIDE kann meiner Meinung nach einiges, sollte alten und neuen Jünger der "Christendisser" gefallen, Florida Death Metal Anhänger im Allgemeinen werden genauso begeistert sein.

Ausgedehntes Touren mit vielen Liveritualen ist erwünscht!!!



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Kommentare

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Tracklist

1. From Unknown Heights You Shall Fall 3:25
2. Doomed To Die 3:11
3. Sever The Tongue 3:24
4. Faithless 3:26
5. Bury The Cross...With Your Christ 2:55
6. Woke From God 3:04
7. Ritual Defied 3:36
8. Failures Of Your Dying Lord 3:22
9. Banished By Sin 3:04
10. A Trinity Of None 3:26
11. I Am I...A Curse Of Death 3:00
12. The Light Defeated 3:06

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