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Albuminfo

horresque - chasms pt. ii - the devouring exorbitance
Band:
Horresque
Album:
Chasms Pt. II - The Devouring Exorbitance
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
39:45
Wertung:
9 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Mitch
ID:
1616
Views:
294

Review

Das im Mainzer Umland ansässige Black/Death Quintett Horresque präsentiert uns nach dem Demo 2016 und dem in 2020 erschienenen Debütalbum Chasms Pt. I - Avarice and Retribution nun endlich ihr neues Machwerk Chasms Pt. II - The Devouring Exorbitance.

Was hat sich nun verändert in den 4 Jahren von Chasms Pt. I zu Chasms Pt. II ? Nun, so einiges, als Erstes dürfte einem das neue, feingliedrige Bandlogo ins Auge stechen und musikalisch wurde die bisherige ausbalancierte Black/Death Achse mehr in die schwarze Richtung verschoben. Die gesamte Band hat erneut mächtig an sich gefeilt und präsentiert sich mit dem neuen Album als kompakte und auf den Punkt eingespielte Einheit.

Textlich bleibt aber alles beim alten, wie schon auf dem Debüt deutet das lyrische Konzept auf die sieben Todsünden hin - Chasms Pt. II - wird sich auf Völlerei, Lust und die sehr weltliche Eigenschaft des Machtmissbrauchs konzentrieren und erneut den menschlichen Wahnsinn beleuchten.

Tauchen wir jetzt kurz in die Songs von Chasms Pt. II - The Devouring Exorbitance ein. Der Opener “Colonia Dignidad” startet akustisch leichtfüßig und fließend, der kurz eingestreute Chorgesang baut sehr schön die Spannung auf, danach explodiert der Song förmlich kurzfristig und wird ordentlich nach vorne getrieben. Die folgende doppelläufige Gitarrenarbeit ist großes Kino und wird uns auf dem gesamten Album in dieser Form begleiten. Die bereits ausgekoppelte Single “A Mendacious Myth” kommt im Midtempo drückend und finster daher und Sänger Marco brüllt einem seinen Hass zu dem verlogenen Mythos entgegen. Zum Ende des Songs zieht dann das Tempo nochmal an und bringt den druckvollen Song passend zum Abschluss. “Extinction Threshold” glänzt mit einer grandiosen direkt ins Blut gehende Grundmelodie, welche einen über den ganzen Song einfach nicht mehr loslässt. Das sehr gut umgesetzte und variable Drumming, sowie die treibende dicke Bassarbeit steuern den Song direkt ins Großhirn, den Rest erledigt das fett unterlegte rifflastige Gitarrenduo. Auch der folgende Song “Hermann's End” wurde bereits als Single ausgekoppelt, ein treibender und stetig vorwärts schiebender Song, wie geschaffen für die Live-Setlist. Facettenreich und eingängig, durchzogen mit vielen tollen filigranen Gitarrenmelodien mutiert das Stück sicherlich zu einem krachenden Banger bei zukünftigen Gigs. Geiler Scheiss! Song Nummer 5 “Mother knows best” wühlt sich wummernd durch die Gehörgänge und spielt hier und da mit progressiven Schüben, tief gestimmt und pechschwarz werden Mutters Weisheiten hier gekonnt serviert. Abwechslungsreich ist hier nicht nur der Gesang, zwischen Flüstern und anklagenden Schreien mischen sich feine Solis und druckvolles Drumming. Das Kronjuwel des Albums haben sich Horresque dann bis zum Schluss aufgehoben. “Earthlings” ist mit 08:43 min. der längste Song auf dem Album und eine nicht zu toppende schwarze Hymne. Flirrende Solis und diese gedoppelte großartige Gitarrenarbeit mit mesopotamisch anmutenden Riffs, absolut tightes und variables Drumming mit selbiger unterstützer Bassarbeit und ein bedingungslos fulminamter Gesang hieven diesen Killersong in ungeahnte Höhenflüge. Wenn die Band dann ab min. 04:40 den Song in diesen latent melancholischen Part schiebt, gibt es kein Halten mehr, die gesamte Truppe spielt sich in einen wahren Rausch und haut hier alles, aber auch alles raus, was machbar ist. Mir läuft jedes mal die Gänsehaut hoch und runter bei diesem Schlussteil, die hier erzeugte Gefühlswelt kann man nur schwer in Worte fassen, dass muss einfach jeder für sich selbst erleben! Ein brillanter und epischer Abschluss zu einem beeindruckenden Album, welches der Band hoffentlich die Beachtung schenkt, die sich hiermit mehr als verdient hat.

Der Sound, welcher in den Woodshed Studios in Landshut unter den meisterhaften Händen von Victor Santura aufgenommen wurde, lässt ebenfalls keine Wünsche offen und präsentiert die Songs glasklar und in druckvollem Soundgewand. Das passende Artwork stammt von Irrwish Artdesign.

Fazit: Horresque haben ein wirklich beeindruckendes, vielschichtiges Album eingespielt, welches mit tollem Songwriting und handwerklichem Können glänzt und sich wie aus einem geschwärzten Guss präsentiert. Hier wird definitiv kein 08/15 Metal abgeliefert, die Band hat die vergangene Zeit gut genutzt und ein ausgefeiltes Album vom Stapel gelassen. Metaphorisch gesehen, hat die Band mittlerweile eine musikalische Metamorphose vom gemeinen hässlichen (Black/Death) Entlein zum grazilen geschwärzten Schwan mit noch ruppigem Gefieder vollzogen. Ob uns demnächst vielleicht ein tiefschwarzer Schwan mit glänzendem Gefieder erwartet, wird uns dann wohl Chasm Pt. lll zeigen.

Horresque haben sich bereits eine sehr gute Fanbase im Underground erspielt und konnten bereits auf dem Heidelberg Death Fest, der Partysan Herbstoffensive und auf dem De Mortem et Diabolum ihre Livequalitäten unter Beweis stellen. In diesem Jahr geht es für die Band zum Braincrusher Festival und auf die heilige Party.San Bühne in Schlotheim. Das die Band einiges an Potenzial hat, dürfte nach diesem Output doch mehr als klar sein. Die Jungs sollte man im Auge behalten, es lohnt sich definitiv.


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Kommentare

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Tracklist

1. Colonia Dignidad
2. A Mendacious Myth
3. Extinction Threshold
4. Hermann's End
5. Mother knows best
6. Earthlings

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