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Albuminfo

dimholt - epistēmē
Band:
Dimholt
Album:
Epistēmē
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
62:35
Wertung:
8.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1371
Views:
524

Review

Dimholt - Epistēmē

Bulgarien und Black Metal? Da musste ich passen, eine Suche bei Metal Archives spuckte neben ziemlich obskuren Bands (88, Aryan Art, Gaskammer) nur zwei mir bekannte Truppen aus: Grond und Hajduk. Und nun noch Dimholt. Sollte man die kennen? Ich denke schon!

Die 2003 gegründete Truppe legt mit "Epistēmē" ihr zweites Album vor. Und das kann überzeugen, zuallererst mit dem Klang. Veröffentlichungen aus dem östlichen Ausland klingen grad im Black Metal Bereich öfters mal wie mit einem in 30 Meter Entfernung stehenden Ein-Spur Recorder aufgezeichnet, Dimholt zeigen das das nicht so sein muss. Klanglich hätte ich das Album sofort nach Skandinavien oder Amerika & Kanada verorten, kraftvoll und dennoch natürlich und klar läuft "Epistēmē" ins Gehör. Ertönt "Death comes First" noch relativ erwartbar, spitzt man spätestens bei "Into Darker Serenity" die Ohren. Getragen und mächtig rauscht dieser Titel heran und ändert an dieser Stimmung nicht viel, verzückt dadurch mit Atmosphäre und Instrumentenbeherrschung. Das Tempo ziehen die Jungs zwar zwischendurch mal an, an der finster drückenden Stimmung ändert sich aber nichts. Der erste Hit der Scheibe.
Flotter geht es mit "Sacrilege" weiter das zur Mitte hin eine sehr okkulte Stimmung aufbaut, auch durch die unmenschlichen Schreie. Auch hier begeistert mich die durchweg düstere Stimmung des Titels, die Instrumentenfraktion baut eine Wand aus Dunkelheit vor dir auf die dich Stück für Stück gefangen nimmt.

Ich möchte jetzt gar nicht jeden Titel sezieren, wer bis hier hin am Ball geblieben ist der wird auch vom Rest nicht enttäuscht. Oder, wer das Album bei Bandcamp antestet und Titel Nummer 2 & 3 herzerwärmend findet der kann das Teil bedenkenlos in den Warenkorb packen. Den auch "The Martyr's Congregation" hat wieder diese allzeit präsenten Gitarren die immer gut hörbar sind, sich aber nie zu sehr in den Vordergrund stellen. Und auch mit dem Schlagzeugsound kann ich sehr gut leben, druckvoll aber nicht überproduziert verpasst es den Titeln den nötigen Antrieb. Und hält sich aber auch mal zurück wenn die Stimmung des Titels es verlangt. In dem sauber ausbalancierten Klangteppich bewegt sich dann noch Sänger Woundheir angenehm undramatisch mit seinen finsteren Texten. Für diese bekommt er auch ausreichend Zeit, abgesehen von "Death comes First" gehen alle Titel über die 5-Minuten Marke.

"Epistēmē" klingt für mich so wie ich es in letzter Zeit von diversen skandinavischen Formationen erwartet hätte die mich dann doch nur enttäuscht haben. Das erstaunliche an der Sache ist das das Album in verschiedenen Sessions in verschiedenen Studios aufgenommen wurde, erst in Belgien wurden die Einzelteile zu einer Einheit verschmolzen. Respekt, so einen Klang bekommen die meisten Truppen nicht hin die alles in einem Studio machen. Man beachte dabei, Dimholt erschaffen das alles in Eigenregie ohne Label im Rücken.

Schwarzmetaller: Antesten!
Anspieltip: "Into Darker Serenity", "Sacrilege", "The Hollow Men" und eigentlich auch alle anderen Titel der Scheibe.


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Tracklist

1.Death Comes First 02:57
2.Into Darker Serenity 06:31
3.Sacrilege 05:19
4.The Martyr's Congregation 06:57
5.Nether 06:08
6.The Fall 05:55
7.The Hollow Men 06:22
8.Scars Of Seclusion 07:13
9.Reliquae 08:04
10.Aletheia 06:51

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