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Albuminfo

cattle decapitation - death atlas
Band:
Cattle Decapitation
Album:
Death Atlas
Genre:
Death Metal
V-Datum:
Spielzeit:
Wertung:
10 / 10
Reviewdatum:
Autor:
The Lu
ID:
1360
Views:
100

Review

Da ist es nun Das seit Anfang/Mitte des Jahres hei erwartete neunte Studioalbum des Fnfers aus San Diego. Und eins vorne Weg: Es ist ein grandioses Meisterwerk geworden!

Aufgenommen, gemixt und auch gemastert wurde das gute Stck einmal mehr in DER Schmiede fr dickes Geballer in Denver/Colorado. Nmlich in den Flatline Audio Studios bei Herrn Dave Otero himself. Und der Mann hat sich mal wieder selbst bertroffen. Aber dazu spter mehr.

Ich werde in diesem Review nicht darauf eingehen, wie gut oder weniger gut die einzelnen Bandmitglieder ihre jeweiligen Instrumente beherrschen. Das ist bei einem solchen Kaliber vollkommen berflssig, denn die Herren setzen einfach mal wieder Mastbe.

Wenn der letzte Silberling The Anthropocene Extinction noch davon erzhlt, wie wir als Menschen den Planeten zu Grunde richten, scheint Death Atlas direkt daran anzuknpfen und zeichnet ein Bild der Resultate unseres Handelns.
Gleich mit dem Intro wird eine dermaen bedrckende Stimmung erzeugt, die einen vllig in den Bann zieht. Mich erinnert das Ganze ein wenig an den Soundtrack von einem der Resident Evil Filme, aber da mag ich mich auch irren. Auf jeden Fall ist der Grundstein gelegt.
Es folgt ein Paukenschlag (wortwrtlich) und dann geht es direkt gegen. The Geocide startet gleich mit einem Brachialblastgewitter der Extraklasse und zeigt jetzt schon, wie sauber und dick dieses Album produziert ist. Alles ist auf den Punkt gemischt und klingt berragend.
Die angesprochene Stimmung und das damit verbundene Feeling zieht sich nun durchgngig durch das Album. Travis (Vocals) setzt sich wieder in feinster Cattle-Manier in Szene und prsentiert das gesamte Spektrum seines Ausnahmeorgans. Vom tiefsten Gurgeln bis in den Cleanbereich ist einfach alles dabei. Der Anteil an den typischen (Gollum-)Screams ist auf Death Atlas deutlich hher als bisher und auch weitaus melodischer als sonst.
Musikalisch ist dieses Album ebenfalls mehr als nur komplex. Vom stumpfen Stampfen ber filigranste Gitarrenfiguren und soli bis hin zum alles zerreienden Blast, durchzogen von Blackmetalanleihen, ist alles mehrfach dabei. Ohne allerdings in langweilige Wiederholungen zu verfallen arrangieren die Herren hier alles bis ins kleinste Detail durchdacht. Eine Wucht an Musik erschlgt einen frmlich und der Sound der Platte tut sein briges. Mix/Master ist absolute Spitzenklasse und lsst selbst Audiophile aufhorchen, was bei der standardisierten Einordnung der Band in den Death-Grind-Bereich nicht Gang und Gbe ist.aber es ist deutlich mehr als das.
Neben dem Intro haben sich auch noch drei Einspieler, in die Tracklist eingereiht. Diese unterstreichen die apokalyptische Grundstimmung mehrfach und leiten jeweils perfekt in das darauffolgende Gewitter ein.
Den Abschluss des Albums bildet mit Death Atlas ein ber 9 mintiger Brecher, der nochmal zeigt mit welchem Kaliber Band man es hier zu tun hat. Ein grandioses Werk, welches dem gesamten Album zum Abschluss nochmal genau diesen Stempel aufdrckt. Nach dem Ersten Durchlauf ist man womglich etwas erschlagen von der Schallwand, allerdings bleiben die Meloparts schon beim ersten Lauschen im Gehrgang kleben, was ebenfalls in diesem Bereich nicht selbstverstndlich ist.


Fazit: Mit Death Atlas haben sich Cattle Decapitation und auch Dave Otero selbst bertroffen. Selten habe ich ein so gut durchdachtes und auch so gut in Szene gesetztes Album gehrt. Musikalisch polarisiert Cattle Decap nach wie vor. Die einen lieben sie wofr andere sie absolut nicht mgen, und das nicht nur wegen der Screamvocals.
An dieser Stelle kommt ja sonst immer sowas wie: Wer diese oder jene Band mag, sollte hier unbedingt mal reinhren etc.
Das ist bei Cattle Decapitation ber, denn einen wirklichen Vergleich gibt es nicht. Ich empfehle an dieser Stelle jedem, der gute Musik im Extrembereich (Death/Grind/Black/Prog) zu schtzen wei, hier mal Zeit zu investieren und unvoreingenommen an das Album ranzugehen.
Die Zeitinvestition erwhne ich nicht ganz grundlos, denn mit 14 Tracks und fast 55 Minuten ist Death Atlas kein Leichtgewicht. Aber es lohnt sich!
Wenn der Weltuntergang einen Soundtrack htte, wrde es so oder sehr hnlich dem klingen was die Amis hier dieses Mal gezaubert haben. Definitiv ein Hhepunkt des musikalischen Schaffens der Band und ich denke bald auch schon ein Klassiker im Bereich Extremmusik. Fr mich ist Death Atlas DAS Album des Jahres 2019 und deshalb auch volle Punktzahl.


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Tracklist

01. Anthropogenic-End Transmission
02. The Geocide
03. Be Still Our Bleeding Hearts
04. Vulturous
05. The Great Dying
06. One Day Closer To The End Of The World
07. Bring Back The Plague
08. Absolute Destitute
09. The Great Dying II
10. Finish Them
11. With All Disrespect
12. Times Cruel Curtain
13. The Unerasable Past
14. Death Atlas

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