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Albuminfo

isole - dystopia
Band:
Isole
Album:
Dystopia
Genre:
Doom Metal
V-Datum:
Spielzeit:
48:27
Wertung:
7.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1335
Views:
333

Review

Die 1990 noch unter dem Namen Forlorn gegrndeten Isole legen mit "Dystopia" ein neues Album vor das Traditionalisten als auch entdeckungsfreudige Doomheads begeistern knnte.

Anfangs geht man noch relativ erwartbar zu Werke, schwelgerische Melodien treffen auf erhabenen Klargesang. Auffllig ist dabei allerdings schon der Hrtegrad der Kompositionen der ber dem Durchschnitt liegt. Ich mag vor allem den Gesang, er hat eine angenehme Schwere und Tiefe die mich des fteren mal an Solstice denken liess. Auf jeden Fall besser als das nlige Geleier das man sonst so serviert bekommt. Die Instrumentenfraktion agiert dazu "songdienlich". Soll heissen sie reissen sich kein Bein aus, erfinden das Rad nicht neu, ziehen ihren Stiefel aber berzeugend und gut hrbar durch. Interessant wird das Album in seiner zweiten Hlfte...

Wendepunkt ist dabei der Schlussteil von "You went away". Die ersten sechs Minuten folgen der Rahmenhandlung von blitzsauberem Doom Metal, der dann einsetzende Growlgesang kommt vllig unerwartet und verleit dem Titel einen finsteren Anstrich. Auch in "Forged by Fear" ist er zu hren, wobei mir dieser Titel etwas zu unorientiert dahindmpelt. "Galenskapens Land" weiss zunchst auch nicht so richtig wo es hinsoll, die Irrfahrt wird aber mit einem genialen Schlussritt belohnt der schwerstens Richtung Deathmetal drngt. Und wo die Fuhre schon mal Schwung aufgenommen hat da schliesst sich "Nothingness" an. Der fragile Einstieg verwirrt die Sinne bevor man einem Donnerschlag gleich zu melodischem Death Metal rberwechselt. Sind halt doch Schweden, da liegt das im Blut. Mit Growlgesang wre das eine fette Hymne ala Demonical und Co., aber der wird nur sparsam eingesetzt. Dadurch knnte man es mit Amorphis zu "Elegy" Zeiten vergleichen. Zum Ende hin drosselt man das Tempo und baut nur noch auf Growlgesang, Death Doom kann die Truppe also auch.

Freaks der reinen Lehre greifen zur ersten Seite, Entdecker und Freunde der hrteren Kost erfreuen sich am zweiten Teil. Somit fr jeden was dabei, ob sich beide Lager mit dem kompletten Album anfreunden wird sich zeigen. "Dystopia" ist auch jeden Fall ein gutes Doom Metal Album das handwerklich und hrtegradtechnisch schwerstens berzeugen kann. Durch Hinzunahme von Anteilen aus dem extremeren Lager vermeiden Isole gekonnt Austauschbarkeit und die Scheibe bleibt spannend bis zur letzten Sekunde. Eventuell sollten die Schweden mal darber nachdenken ein reines Death/Doom Nebenprojekt zu starten, knnte interessant sein da die hier vorgezeigten Stellen ebenfalls sehr gelungen sind.


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Tracklist

1.Beyond The Horizon
2.Written In The Sand
3.The Beholder
4.You Went Away
5.Forged By Fear
6.Galenskapens Land
7.Nothingness

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