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Albuminfo

misanthropic rage - towards the greyscale aphorysm
Band:
MISANTHROPIC RAGE
Album:
Towards The Greyscale Aphorysm
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
42:00
Wertung:
9 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Cosmower
ID:
1333
Views:
343

Review

In der Welt des Black Metals scheint das polnische Duo noch keine allzu große Rolle zu spielen. Wenn die Anhängerschaft der ultraorthodoxen, alles verachtenden Wurzeln mit der Band nichts anfangen können,ist das verständlich und nachvollziehbar – in den weitverzweigten,oftmals extrem musikalischen Blüten,die das Genre hervorgebracht hat, müssten MISANTHROPIC RAGE aber doch heftig einschlagen. Wie aus meinen Worten zum grandiosen Vorgänger herauszulesen ist, scheint es als sei meinereiner doch sehr,seeehr angetan von dem,was die Band macht. Hmmm, da könnte dann doch so mancher etwas wie „Kumpel Black Metal“ aus dem Floskelnhut ziehen. Zumindest der Bandname scheint so manchen in meinem Umfeld zu belustigen – wobei mir da im Extrem-Metal-Bereich weitaus schlimmere Albernheiten untergekommen sind. Sei's drum, wenn jemand die Wahl des Namens „primitiv“ oder „einfallslos lächerlich“ bezeichnen mag – die Musik ist es definitiv nicht ! Warum ? Here we go:
Musikalisch bewegen sich die Herren „Ar“ und „W“ weit abseits des kalten,hasserfüllten Ursprungs und bepflanzen das Wurzelwerk ihres Black Metals schon seit dem ersten Album mit allerlei bunten stilistischen Pflänzchen und bringen so mit jedem Album neue Kreuzungen hervor. Wo beim Debüt zB Meshuggah(!)-artige Riffs aufhorchen ließen, spielte man beim Folgewerk u.a. mit merklichen Post Punk – Einflüssen ( in meinem Begeisterungssturm nachzulesen ). Auch jetzt beim dritten Album tritt man nicht auf der Stelle,aber bleibt dem Weg treu. So sind die wunderschönen, entrückten Sphären weiterhin präsent,werden jedoch anders gewichtet und von einem größeren „Bombast“ flankiert als bisher. Man klingt doch etwas monumentaler. Zudem wirken dann die Vocals noch facettenreicher, immer im Dienste der kontrastreichen musikalischen Darbietung. Ungeachtet des riesigen Schattens,den die beiden vorherigen Alben in all ihrer Großartigkeit bedrohlich über dem eigenen Schaffen schweben lassen, präsentieren die Polen mit „The Greyscale Aphorysm“ ein weiteres Meisterstück,das sich schon beim zweiten Durchgang unter meinen Jahresfaves postionieren konnte und mit jedem weiteren immer besser wird.
Umso bewundernswerter ist das Ganze angesichts der kurzen Zeit,die seit dem letzten Album vergangen ist. Ein Umstand der zeigt,welche kreative Kraft die Macher überschäumen läßt. Unter all den Großartigkeiten kristallisiert sich dann mit dem Fast – Zehnminüter „The Traveller“ noch ein richtiges Highlight heraus. Hammer !
Einmal mehr ist die Mucke von MISANTHROPIC RAGE für mich – und hier sehe ich gefühlsmäßige Parallelen zu meinen Faves SULPHUR AEON und CHAPEL OF DISEASE,wenn auch andere Baustelle – etwas ganz Spezielles, das mich alles um mich herum,einschließlich jeglicher Sorgen und Arschgeigengehabe, für die Zeit vergessen läßt. Ob das etwas ist,was eine Black Metal Band erreichen will,sei dahingestellt. Fakt ist aber,daß ich kein größeres Kompliment aussprechen kann. Wieder einmal eine Meisterleistung,die da aus Polen kommt. Den halben Zähler weniger im Vergleich zum zweiten Album kann man wohl dem fehlenden Neuentdeckungswahn zurechnen. Bleibt trotzdem was extrem Großes !


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Tracklist

1. Towards The Greyscale Aphorysm
2. The Noise Of A New Dawn
3. Nothing But Rage
4. The Luring Lament
5. Divine Malediction
6. Here Is Deeper,Here Is Higher
7. The Traveller
8. Curse - Despise - Reject - Deny

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