Albuminfo

vassafor - malediction
Band:
Vassafor
Album:
Malediction
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
49:45
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Raven
ID:
1020
Views:
83

Review

Black Metal in seiner Urgestalt ist in der heutigen Zeit nur noch selten anzutreffen. Oft wird mit dem Genre herumexperimentiert, ihm symphonische, melodiöse Intros verpasst, cleane Vocals eingeflößt somit quasi bis zur Unkenntlichkeit modifiziert. Ich will damit nicht sagen, dass dies unbedingt schlecht ist - so sind viele neue Bands entstanden, die ihren eigenen Stil verfolgen und neue Sub Genres ins Leben gerufen haben.

Allerdings ist es für Black Metal Fans oftmals befremdlich, oben beschriebenes in ihrem doch eigentlich so kalten, kompromisslosen Genre zu finden. Zum Glück gibt es aber noch Bands wie Vassafor, die genau diese ursprüngliche Form erhalten wollen und uns mit ihrem neuen Album „Malediction“ 100% puren Black Metal ins Gesicht klatschen.

Schleppend - also im positiven Sinne - werden wir in den 16 Minuten langen Opener eingeführt. Eine riesige Walze des Doom überrollt den Hörer, um nach gut fünf Minuten in ein fettes Riff überzugehen. Vorher in Midtempo gehalten, wird ab dem Zeitpunkt ordentlich eingeheizt. Treibende Drums, gefolgt von eingängigen Riffs und Tempowechsel hat der Song so viel zu bieten, dass er alleine schon ein eigenes - in dem Fall natürlich recht kurzes - Album darstellen könnte.

Die folgenden Songs zeichnen sich vor allem durch ihre zahlreichen Rhythmuswechsel aus. Still sitzen bleiben kann man also knicken. Kreischende Gitarreneinlagen und markante Riffs geben dem Ganzen Abwechslung und halten den Hörer bei Laune.

Bei „Black Winds Victoryant“ wird deutlich an Tempo zurückgeschraubt. Träge schlurft der Song größtenteils vor sich hin und kann uns leider nicht die Abwechslung bieten, die wir von seinen Vorgängern kennen. Dafür drückt hier der Bass an einigen Stellen gut durch und kann damit deutlich Punkten.

Das Schlusslicht bildet „Illumination of the Sinister“. Bedrohlich und düster wird es uns präsentiert und bildet an für sich einen soliden Song. Allerdings hat das Album mit den letzten beiden Tracks etwas nachgelassen und wirkt nicht mehr so eingängig wie zu Beginn.

Vassafor zeigt uns mit Malediction, dass der gute, alte Black Metal noch lebt. Ganz der alten Schule treu geblieben hat man nicht nur die Soundqualität entsprechend angepasst. Malediction ist auch nur als Tape und LP erhältlich. Diese Tatsache wird wahrscheinlich vielen gegen den Strich gehen, ist aber seitens der Band schlicht und einfach Konsequent.

Anspieltipp: Devourer of a Thousand Worlds, Emergence (Of an Unconquerable One)


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Tracklist

1. Devourer of a Thousand Worlds
2. Emergence (Of an Unconquerable One)
3. Elegy of the Accurser
4. Black Winds Victoryant
5. Illumination of the Sinister

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