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Albuminfo

syndemic - annihilate the i
Band:
Syndemic
Album:
Annihilate The I
Genre:
Death Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
45:58
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Nabu
ID:
1019
Views:
266

Review

Woran erkennt man ein gutes Album? Ganz einfach - man macht es am Morgen an und hrt es genau einmal, um sich dann am Abend dabei zu erwischen wie man die Songs vor sich hin brummt. Und dies, obwohl man den ganzen Tag dazwischen andere Musik gehrt hat. So ist es bei mir in den letzten Tagen geschehen. Dank geht raus an die Jungs von Syndemic die mein Erinnerungsvermgen korrumpiert haben. Bastarde!

Um die Auswirkung dieses Albums auf mich voll erfassen zu knnen braucht der Leser zwei wichtige Informationen ber mich. Punkt 1: ich kann progressiven Metal mal so gar nicht leiden. Punkt 2: ich weiss mit Melodic (Death) Metal so gar nichts anzufangen. Natrlich gibt es da die Eine oder Andere Ausnahme - diese sind aber derartig dnn gest, dass mir auf die Schnelle noch nicht mal eine einfllt (um ehrlich zu sein ist mir mitten im letzten Satz Punish eingefallen - verdammt!). Der Punkt ist: obwohl die Herren von Syndemic im Prinzip (vom Genre her) nicht in mein Beuteschema passen, wrde ich mich doch als Fan der ersten Stunde bezeichnen. Live brennt die Bhne innert Krze heisser als Napalm und ihr 14er Debt hat mich zuverlssig aus den Latschen gehauen. Dementsprechend freue ich mich aufs neue Album - mit einer gewissen Skepsis. Schaffen sie es mich ein weiteres Mal zu berzeugen, vielleicht sogar zu beeindrucken?

Scheisse, ja! Der Opener Amaurosis schlgt ein wie eine Faust. Eines russischen Gewichthebers. Mit Schlagring. Schn in die obere Zahnreihe. Dabei reicht ein kleines Drumbreak als Intro, bevor das musikalische quivalent einer Betonwalze Fahrt aufnimmt. Das erste Breakdown lsst nicht lange auf sich warten und sptestens hier ist klar: der Scheiss knallt. Derartig derb, dass sich Korken an Silvester vor lauter Scham selbst entsorgen. Whrend der brutalen Ballerei kommen aber weder anspruchsvoll verspielte Riffs noch wiederkehrende, melodise Parts zu kurz die eine gewisse Eingngigkeit aufweisen. Der Song endet hnlich abrupt wie er begonnen hat und lsst den Hrer vllig fertig zurck - und dennoch usserst befriedigt. Wie guter Sex.

Wer sich jetzt denkt, dass die Band ihr ganzes Pulver gleich zu Beginn verschossen hat knnte falscher nicht liegen. Into Oblivion folgt mit der Erbarmungslosigkeit eines mittelalterlichen Henkers und bricht mit seinen Midtempo-Passagen Nacken zuverlssiger als ein gut geknoteter Galgen. Um keine Monotonie aufkommen zu lassen werden subtil sowohl melodis(er)e als auch etwas schnellere, rauere Parts dazugegeben. Ein absolutes Monster.

Exileseeker bernimmt die Rolle des Sirenenschreis. Einmal gehrt ist man verloren. Die geilen Riffs, die frechen Tempowechsel und den Refrain kriegt man einfach nicht mehr aus dem Kopf. Egal was man tut. Einmal drin geht er nie wieder raus. Wie ein falsch gesetzter Dbel. Da ndert auch der kurze Einsatz der Streicher nichts der zwar etwas unerwartet kommt aber angenehm passend ist - wie ein Platzregen an einem heissen Sommernachmittag.

Bevor mir nun die billigen Analogien beim Erlutern jedes einzelnen Songs ausgehen mchte ich auf die eine Sache zu sprechen kommen die mich nicht beeindruckt hat. Ich wrde sogar so weit gehen und behaupten, dass sie mir negativ aufgefallen ist. Ruins. Folgende Theorie: das Album ist eigentlich fertig - es fehlt aber noch ein Song. Diskussion im Proberaum: Lass gut sein!. Nee, noch knapp vier Minuten um die 45er Marke zu knacken, lass noch eben n Song schreiben! . Ok mal sehen - fetten Beat, bse Riffs, nicht zu anspruchsvoll, ble Growls, knappe vier Minuten - luft!. Ziemlich genau so lief es (in meinem Kopf) ab. Ganz ehrlich. Ruins ist das unbeliebte Kind auf der Geburtstagsparty welches nur eingeladen wurde, weil es dir deine Eltern befohlen haben. Ein kleiner Fusel auf einer ansonsten bltenweissen Weste.

Hut ab.



Anspieltipp: Amaurosis, Exileseeker, Perish In Time


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Tracklist

1. Amaurosis
2. Into Oblivion
3. Exileseeker
4. Beneath the Weeping Skies
5. Ruins
6. Whispers of Retribution
7. Carnal Sedation
8. Perish in Time
9. Mist of Singularity

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