1988 rotteten sich ein paar Horrorfreaks zusammen um die härteste und ekligste Band auf dem Erdball zu werden. Die Texte und Cover der Band waren so mit Eiter, Blut und verwesenden Körpern gespickt, was nach den ersten Erfolgen gewisse Moralprediger auf den Dienstplan rief. Musikalisch gesehen war das
von Scott Burns produzierte Debütalbum schon ein wahrhaft brutales Geschoss. Die fünf Dreschflegel aus
Buffalo (Bundesstaat New York) arbeiteten weiterhin hart an sich und wurden technisch immer versierter, wichen aber keinen Millimeter von ihrem
brutalen Hochgeschwindigkeitsstil ab. Mit der 1992 veröffentlichten Scheibe "Tomb Of The Mutilated“ katapultierte man sich in den Olymp der Death Metal Szene. Mit dem Erfolg kamen auch die Neider und ach so wichtigen Beschützer und Moralapostel. Erste Auftrittsverbote und indizierte Cover waren die Folge, während in den USA Bob Dole auf die Barrikaden ging, wurde in Deutschland von Christa Jenal eine Hetzkampanie nach der anderen gegen die Band angefacht. In Korea, Australien und Neuseeland waren CANNIBAL CORPSE sogar zwischenzeitlich ganz verboten worden. In Deutschland ist es immer noch verboten das
CANNIBAL CORPSE Songs von ihren ersten 3 Alben Live zum Besten geben, ich hör schon wieder die
"Hammer Smashed Faces" Rufe auf den Festivals. Während die Band immer populärer wird, schlägt die Stimmung innerhalb der Gruppe um und der allseits bekannte Chris Barnes (SIX FEET UNDER) darf seinen Hut nehmen. Die Fans sind allseits geschockt, Barnes dessen Organ zu der Band passt
wie der Arsch auf den Eimer, gefeuert zu sehen. Doch mit George "Corpsegrinder“ Fisher holt sich die Band einen würdigen Nachfolger ins Boot. CANNIBAL CORPSE sind mittlerweile nicht mehr aus der Death Metal Szene wegzudenken und haben Millionen von Scheiben unter die Fans gebracht. CANNIBAL CORPSE sind auch die einzige Death Metal Band die es geschafft hat in den Billboard Charts unter den Top 200 Alben zu landen. Bis heute wurden 9 Studioalben eingetrümmert und die Cannibalen sind immer Ihrem Stil treu geblieben, ihr letztes Werk "The Wretched Spawn“ enthält die typischen Cannibal Trademarks, von brutalstem Geschredder bis hin zu Midtempo-Stampfer wird einem hier die Death Metal-Keule absolut überzeugend übergebraten. Da CANNIBAL CORPSE
auch Live keine Gefangenen machen, werden auch in diesem Jahr ihre Death Metal-Klassiker garantiert mit Vollgas von der Bühne in die Meute gehämmert. Wenn dann noch nette Ansagen von Corpsegrinder Fisher nach dem Motto "And this one goes out to all the Women tonight -- Fucked with a Knife!" mit Songs wie “Pit of Zombies” abgerundet werden, kann
einem doch warm um's Herz werden.
Mitch aka Exorzist |