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Albuminfo

grendel's sÿster - myrtle wreath / myrtenkranz
Band:
Grendel's Sÿster
Album:
Myrtle Wreath / Myrtenkranz
Genre:
Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
50
Wertung:
8.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1349
Views:
75

Review

Die Geschichtenstunde geht weiter....
Grendel`s Schwyster legt knapp ein Jahr nach "Orphic Gold Leaves / Orphische Goldblättchen" ein neues Werk vor und ändert dabei feinerweise nicht viel.

Das "Konzept" der englischen und deutschen Texten hat man beibehalten, ich hoffe das bleibt auch so. Den wenn man ehrlich ist, auch wenn der englische Text gut verständlich ist dann nimmt man den Gesang meistens ja doch nur als weiteres Instrument hin. Sind die Texte allerdings auf deutsch dann hört man automatisch genauer hin. Und das lohnt sich auch hier wieder, die Texte sind erneut gelungen und liegen in ihrer Art irgendwo zwischen Märchenbuch, Sagenwelt, Tolkienkosmos und "altdeutschem" Folk. Ich finde das das die textliche Ebene ein sehr gute Weiterführung von Empyrium`s "Weiland" Album ist. Dabei meine ich die Herangehensweise an die einheimische Sprache und die Ausformulierung. Musikalisch geht das Trio aus Stuttgart einen ganz anderen Weg. Dieser liegt im Bereich von epischem Rock, klassischem Heavy Metal, Folkrock und eventuell auch etwas Krautrock.

Dadurch das man mit der englischen Variante beginnt kann man sich zum Einstieg mehr der Musik widmen, ein sehr guter Schachzug. "Myrtle Wreath / Myrtenkranz" macht es dem Hörer nicht ganz so einfach wie sein Vorgänger, das Album ist erwachsener als die 2018er EP. Klingt jetzt doof, ist aber so. Ich könnte jetzt das übliche Blabla schreiben von wegen das nur an der kleinen Stellschrauben gedreht wurde um die Basiszutaten zu verfeinern usw., das schenke ich mir aber. 2019 klingen Grendel's Sÿster etwas reifer und durchdachter, die hymnisch folkigen Passagen sind nicht mehr ganz so offensichtlich und wollen erhört werden. Sprich, das Album drängt sich einem zuerst nicht so auf sondern schleicht sich hinterrum durch mehrere Durchläufe an, Toröffner könnte hier das treibend melodische "Indra's Jewelled Net" sein. Die "A Elbereth Gilthoniel!" Passagen verpasst einem einen Ohrwurm erster Güte, Nerds erkennen den Herr der Ringe Bezug. Auffälligste Neuerungen sind die melodischeren Gitarrenläufe und die Verwendung von mehrstimmigem Gesang.

Die zweite Runde in deutscher Sprache macht die Songs nochmals interessanter aus dem vorhin genannten Grund das man genauer hinhört. Und wie schon bei "Orphic Gold Leaves / Orphische Goldblättchen" hörens- und lesenswert! Ich möchte mich nicht wiederholen, aber Grendel's Sÿster zeigen einfach das deutsche Sprache so vielfältig und unpeinlich sein kann wenn man mit ihr umzugehen weiss.

Abgerundet wird die EP mit stolzer Spielzeit von 50 Minuten durch die Artworkgestaltung. Sie zeigt das Gemäldes des britischen Malers Lawrence Alma-Tadema von 1888 namens "The Roses of Heliogabalus". Dort zu sehen ist Kaiser Elagabal (204-222) der versucht seine Gäste durch herabfallende Rosenblätter zu beeindrucken, diese ersticken jedoch darunter. Das Triptychon Digipak enthält zudem das 20-seitige Booklet. Momentan nur als Cd oder Digital erhältlich, 2020 soll via Hoove Child Records aber noch eine Vinylversion erscheinen.


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Tracklist

1.Agnicayana (Intro) 00:22
2.Vishnu's Third Stride 04:26
3.Little Wildling Bird 02:08
4.Entoptic Petroglyphs 04:16
5.Winnowing the Chaff 04:10
6.Count and Nun 03:22
7.Indra's Jewelled Net 03:27
8.Cairns 03:06
9.Agnicayana (Intro) 00:22
10.Vishnus Dritter Schritt 04:27
11.Wildvögelein 02:07
12.Entoptische Petroglyphen 04:16
13.Worfelschwung 04:11
14.Graf und Nonne 03:24
15.Indras Juwelennetz 03:27
16.Steinmännlein 03:03

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