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Interview mit Martin Schirenc von Pungent Stench bzw. Schirenc plays Pungent Stench und Hollenthon

Martin Schirenc
Unsere Gastautorin Petra Welles aus sterreich hat am Rande des Protzen Open Airs mit Martin Schirenc von Pungent Stench bzw. Schirenc plays Pungent Stench sowie Hollenthon ber die Zukunft von Pungent Stench, Hollenthon und die Metalszene in sterreich gesprochen. Was die beiden sterreicher besprochen haben, knnt ihr hier nachlesen.
Petra: Warum oben ohne Wieso diese Radikalvernderung?
Schirenc: Vor 15 Jahren mittlerweile hatte ich schon mal eine Glatze. Jetzt habe ich einfach genug gehabt von den langen Haaren. Ich glaube, es bleibt jetzt so ich wei es nicht, aber eher schon, mehr wird es ja auch nicht mehr.
Petra: Plne fr 2017 in Bezug auf Schirenc Plays Pungent Stench ich wei natrlich, ihr spielt im November in Graz, das freut uns sehr. Ansonsten was steht noch an?
Schirenc: Wir haben ein paar kleinere Festivals, die wir noch spielen und es sind ein paar vage Tourplne fr den Herbst vorhanden. Jedoch nicht mit Schirenc plays Pungent Stench sondern mit Pungent Stench weil, ich habe es geschafft, mich mit dem Alex zu einigen und zwar die alten Platten jetzt erstmals wieder neu zu verffentlichen, sowohl als CDs und ebenfalls als Vinyl. Das unverffentlichte Album kommt auch auf den Markt, wir haben es vor ein paar Wochen jetzt neu gemischt und neu eingespielt, das wird jetzt gemastert und voraussichtlich im Herbst herauskommen. Im Zuge dessen knnte es sein, dass wir eine Tour machen. Wir knnen in sterreich ganz leicht an den Wochenenden wohin fahren, da wir strategisch gut positioniert sind. Es ist eine grere Tour geplant mit 90iger Death Metal Bands, mehr wei ich selber noch nicht. Das wurde uns angeboten.
Petra: Meine dritte Frage wurde bereits beantwortet. Ich habe nmlich auch gehrt, dass du versuchen wirst, das alte Material teilweise noch einmal neu aufzulegen, da man im Moment erstens schwer an die Sachen herankommt und dann nur zu ganz horrenden Preisen.
Schirenc: Ja, das stimmt. Es gibt natrlich Sammler, die sich da gegenseitig hochschaukeln. Das ist einfach ein Tontrger und kein Fetisch Objekt fr mich gewesen. Das legt man auf und man hrt es sich an und da zahlt man keine 100 Euro fr ein Stck Vinyl. Anstelle, dass man sich dann fr 100 Euro ein gebrauchtes Stck kauft, kann man sich fr 20 Euro oder so eine neue Platte kaufen.
Petra: Und ihr knntet dann auch einmal nach den Konzerten etwas verkaufen
Schirenc: Natrlich, dass wre fr mich finanziell auch von Vorteil.
Petra: Was erwartet uns 2018? Du hattest ja bereits eine Tour erwhnt.
Schirenc: Da ist noch nichts konkretisiert. Das hngt jetzt ab von der Verffentlichung und dann werden wir versuchen, auch wieder auf den greren Festivals zu spielen. Dann sind sie auch wieder interessierter, denn wir haben jetzt eigentlich auf allen groen Festivals gespielt auer auf dem Party.San und dem With Full Force.
Petra: Und in Bezug auf Hollenthon, ist da etwas geplant?
Schirenc: Mit Hollenthon habe ich eigentlich vorgehabt, etwas Neues zu machen aber es ist einfach ein Zeitproblem. Hollenthon ist immer noch aktuell, aber ich habe da noch keinen Zeitplan, aber es ist nicht gestorben.
Petra: Allgemein zum sterreichischen Metal: ihr habt ja in den 80iger Jahren angefangen und da gab es in sterreich nur eine ganz kleine Metalszene. Wie siehst du das im Vergleich zur heutigen Zeit, schwierig wahrscheinlich?
Schirenc: Schwierig war es eigentlich immer. Einerseits muss man sagen, war es fr uns damals einfacher den Ruf zu bekommen, den wir hatten, diesen wrden wir jetzt nicht mehr bekommen. Denn damals war es revolutionr, was wir machten, heutzutage wrde das keinen mehr aufregen. Damals haben wir keine Untersttzung in sterreich gehabt. Wir waren mehr oder weniger unbekannt und haben unsere Sachen selber gemacht. Wir haben uns selber Gigs gebucht, wir haben bereits vor dem Plattenvertrag in Deutschland, in Berlin und so gespielt, das war aber Low Budget und in sterreich hat man uns dann erst wahrgenommen, als wir bereits in Deutschland bekannt waren. Da ist es erst losgegangen in sterreich, da war dann jeder stolz, das war schon toll gewesen. Aber Szene mig die hrtere Szene waren damals Bands wie Blind Petition, also Hardrock Bands, es gab damals nicht einmal Speed und Thrash Sachen. Jetzt haben sie aufgeholt.
Petra: In letzter Zeit erst liest man fter bei Festival Bookings auch sterreichische Metal Bands im Billing.
Martin Schirenc und Petra
Schirenc: Es gibt jetzt auch durchaus sterreichische Bands, die es international schaffen und auch etwas Eigenes machen. Teilweise ging sterreich auch zu sehr auf Nummer sicher da gab es einen Trend und da haben die sterreicher dann das auch gemacht, aber ein oder zwei Jahre spter, als der Zug dann eh schon wieder abgefahren war. Abgesehen davon, dass es heutzutage eigentlich immer ein Abklatsch etwas bereits Dagewesenes ist. Aber es hat auch immer innovative Bands gegeben, das wird jetzt immer mehr.
Petra: Vielen Dank fr deine Zeit, wir freuen uns schon sehr auf spter & alles Gute!


24. Juni 2017 //