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Albuminfo

kapein - aeon of rust
Band:
Kapein
Album:
Aeon of Rust
Genre:
Black Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
Wertung:
9 / 10
Reviewdatum:
Autor:
www.hell-is-open.de
ID:
10
Views:
2234

Review

Nach dem letzten bitterbsen & eiskalten Machtwerk Golgotha war ich doch sehr gespannt was die Bayrische Black Metal Formation auf dem neuen Longplayer entfachen kann.
Was als erstes positiv ins Auge sticht ist das schicke Digipack mit 8-seitigem Booklet, das smtliche Texte und gut aufgemachte Bilder der Bandmitglieder beinhaltet. Auch die Spielzeit der neuen Scheibe hat sich mit 34:39min doch erheblich gesteigert, jetzt sollte die Mucke nur noch musikalisch in die gleiche Kerbe wie auf dem Vorgngeralbum hauen, dann sollte alles passen.

Also rein mit dem schwarzen Silberling und nach den ersten Klngen von Imbibing The Grail Of Apotheosis wird die Marschrichtung gleich geklrt. Finsterer & Blasphemischer Black Metal der sich knochentrocken und unbarmherzig durch die Gehrgnge tzt, Snger Kvaahl kreischt sich die verdammte Seele aus dem Leib und die Gitarrenwand zersgt einem den Schdel. Im Fast Forward Style wird hier gekonnt und filigran geknppelt was der Taktstock hergibt, aber auch die notwendige Portion Groove wurde nicht vergessen, so dass der Song zur Dauerrotation im Player verdammt wird. Die schleppenden Parts im Mittelteil des Songs sind so dermaen geil geworden, das sogar der Gehrnte selbst einen Stnder bekommen msste. Ein wahrhaft glanzvoller Anfang den Kapein hier eingehmmert haben.
Pillars Of Heresy ist nicht ganz so treibend und aggressiv, hat aber dennoch eine enorme Durchschlagskraft. Feine Melodielufe und Wechselparts durchziehen den Song wie eine lebenswichtige Ader und spenden dem Song die notwendige Energie. Der Gesang rckt etwas in den Hintergrund und macht Platz fr die arschgeil aufspielende Gitarrenfaktion.
Midtempo und schleppende brutal klingende Parts bei His Manifold Tongue bringen Abwechslung in das dunkle Gebru, Snger Kvaahl spendiert noch etwas Gift & Galle in Form seiner angepissten wirklich hrenswerten Version des BM-Typischem Gesangsstils. Old School Black Metal in seiner reinsten Form wird hier gnadenlos in die letzten Hirnwindungen transportiert.
I Breathe Fire ist geprgt von gewollt monotonen Riffmustern die etwas erhabenes und mystisches in dem Song hervorzaubern. Dieses mchtige Riff ist geschrieben um einem zu hypnotisieren, man wird unweigerlich gezwungen mit dem Huf den Takt auf den Boden zu hmmern. Der Song ergreift von einem Besitz und lsst sich so schnell auch nicht mehr vertreiben. Mchtig geil !
Bei Host Of Plagues bertreffen sich die Herren an den Saiten wieder einmal selbst, was da aus den Gitarrenhlsen geschreddert wird ist einfach ganz groe Klasse. Mit wstem schnellem Tempo wird begonnen und gekonnt wird durch diverse Tempi-und Stimmungswechsel der Track schn abwechslungsreich gehalten. Auch das Timingtreue Drumming mu hier mal angesprochen worden, generell befindet sich die gesamte Band spielerisch auf einem hohen Level.
Das gebetete Intro Beholding The Foul brgt eine unheilsvolle Stimmung die dann schlagartig in den alles vernichtenden Titeltrack Aeon of Rust bergeht. Bsartig und Hymnenhaft erklingt hier ein Track der zur musikalischen Untermahlung fr Das jngste Gericht geschrieben worden sein knnte.

Kapein haben auch auf Aeon of Rust wieder ein frostiges & morbides Kunstwerk erschaffen das es verdient hat gehrt zu werden.

Fr dieses neuerliche Blasphemische Meisterwerk verteile ich wieder 9 von 10 Punkten, auch wenn mir teilweise etwas die Rotzigkeit des ersten Albums fehlt.


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