Albuminfo
Band:
Hellstorm Apocalypse
Album:
Hellstorm Apocalypse
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
21.11.2025
Label:
Spielzeit:
29:26
Wertung:
6.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Pit
ID:
1664
Views:
279
Review
Hellstorm Apocalypse aus Adelaide in Australien liefern mit ihrer selbstbetitelten mCD ein ruppiges, technisch versiertes Stück australischen Extremmetals, das gleichermaßen in War-, Death- und Black-Metal-Gefilden wütet. Das Duo - Matthew Butt (alias Hellaeon) an den Drums und Pahl Hodgson (alias Doomsayer) an Gitarre und Gesang - blickt auf Jahrzehnte Szeneerfahrung zurück (u. a. Darklord, Oni, Shadow Realm, Beyond Mortal Dreams), und diese Routine ist in den kompakt komponierten Songs durchaus spürbar.
Musikalisch regiert hier die rohe Energie. Das Drumming bleibt ungetriggert, direkt und ehrlich - auch wenn es meist eher geradeaus als spannend variiert. Der Gesang ist rau, kratzig und mit reichlich Hall versehen, was zur dunklen Atmosphäre passt, aber über längere Zeit etwas monoton wirkt.
Der Titeltrack „Hellstorm Apocalypse“ setzt früh Akzente mit seinem Mittelteil aus unerwartet erhabenen Melodien, die zwischen all dem Geknüppel fast schon episch wirken. „Legion of Ash and Bone“ überzeugt im Schlussabschnitt durch ein stimmiges Zusammenspiel von Synth-Teppichen und einem melodischen Gitarrensolo - ein seltener, aber gelungener Moment. Weniger überzeugend fällt dagegen „Turn to the Dark“ aus: stark Synth-lastig, teils an Dimmu Borgir erinnernd, verleiht der Song dem Album eine fast gothicartige Note. Diese weicheren Elemente stehen im Kontrast zur sonst kompromisslosen Härte und lassen den Fluss der Platte gelegentlich unrund wirken.
Das abschließende Cover „Hymn of Hate“ von Armoured Angel wiederum zeigt eine ganz andere Seite der Band: Hier beweisen Hellstorm Apocalypse, dass sie auch eingängigen und melodisch strukturierten Death Metal können. Ein treibender Groove, heavy-metallisch klingende Gitarren und ein erfrischend klarer Sound verleihen dem Stück einen beinahe hymnischen Charakter. Selbst der Gesang wirkt weniger hasserfüllt, stattdessen kontrolliert und fokussiert. Auf Synth-Untermalung verzichtet das Duo hier vollständig -eine gute Entscheidung. Vom Songwriting her ist „Hymn of Hate“ für mich der stärkste Moment der Platte – leider aber nur eine Cover-Version.
Produktionstechnisch bleibt das Release roh genug, um Authentizität zu bewahren, aber präzise genug, damit Details wie Soli und Tempowechsel nicht untergehen. Das Resultat ist ein kraftvolles Statement aus dem Untergrund: unpoliert, ehrlich und unnachgiebig.
Fazit:
Hellstorm Apocalypse ist ein solides, ehrliches Stück australischer Extremmetal-Untergrundkultur. Nicht alles sitzt, manches wirkt überladen – besonders die Synthesizer-Einsätze – doch das Zusammenspiel aus Erfahrung, Energie und eigenem Soundverständnis macht die Scheibe interessant. Wer mit rohem, ungeschliffenem australischen Extreme Metal und einem Schuss melodischer Atmosphäre etwas anfangen kann, sollte hier definitiv reinhören.
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Musikalisch regiert hier die rohe Energie. Das Drumming bleibt ungetriggert, direkt und ehrlich - auch wenn es meist eher geradeaus als spannend variiert. Der Gesang ist rau, kratzig und mit reichlich Hall versehen, was zur dunklen Atmosphäre passt, aber über längere Zeit etwas monoton wirkt.
Der Titeltrack „Hellstorm Apocalypse“ setzt früh Akzente mit seinem Mittelteil aus unerwartet erhabenen Melodien, die zwischen all dem Geknüppel fast schon episch wirken. „Legion of Ash and Bone“ überzeugt im Schlussabschnitt durch ein stimmiges Zusammenspiel von Synth-Teppichen und einem melodischen Gitarrensolo - ein seltener, aber gelungener Moment. Weniger überzeugend fällt dagegen „Turn to the Dark“ aus: stark Synth-lastig, teils an Dimmu Borgir erinnernd, verleiht der Song dem Album eine fast gothicartige Note. Diese weicheren Elemente stehen im Kontrast zur sonst kompromisslosen Härte und lassen den Fluss der Platte gelegentlich unrund wirken.
Das abschließende Cover „Hymn of Hate“ von Armoured Angel wiederum zeigt eine ganz andere Seite der Band: Hier beweisen Hellstorm Apocalypse, dass sie auch eingängigen und melodisch strukturierten Death Metal können. Ein treibender Groove, heavy-metallisch klingende Gitarren und ein erfrischend klarer Sound verleihen dem Stück einen beinahe hymnischen Charakter. Selbst der Gesang wirkt weniger hasserfüllt, stattdessen kontrolliert und fokussiert. Auf Synth-Untermalung verzichtet das Duo hier vollständig -eine gute Entscheidung. Vom Songwriting her ist „Hymn of Hate“ für mich der stärkste Moment der Platte – leider aber nur eine Cover-Version.
Produktionstechnisch bleibt das Release roh genug, um Authentizität zu bewahren, aber präzise genug, damit Details wie Soli und Tempowechsel nicht untergehen. Das Resultat ist ein kraftvolles Statement aus dem Untergrund: unpoliert, ehrlich und unnachgiebig.
Fazit:
Hellstorm Apocalypse ist ein solides, ehrliches Stück australischer Extremmetal-Untergrundkultur. Nicht alles sitzt, manches wirkt überladen – besonders die Synthesizer-Einsätze – doch das Zusammenspiel aus Erfahrung, Energie und eigenem Soundverständnis macht die Scheibe interessant. Wer mit rohem, ungeschliffenem australischen Extreme Metal und einem Schuss melodischer Atmosphäre etwas anfangen kann, sollte hier definitiv reinhören.
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Kommentare
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Tracklist
1. Nocturnal Deviltry - 05:46
2. Hellstorm Apocalypse - 05:39
3. Legion of Ash and Bone - 04:52
4. Turn to the Dark - 09:04
5. Hymn of Hate (Armoured Angel cover) - 04:00
2. Hellstorm Apocalypse - 05:39
3. Legion of Ash and Bone - 04:52
4. Turn to the Dark - 09:04
5. Hymn of Hate (Armoured Angel cover) - 04:00
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