Ein weiterer Abend im Rahmen der Reihe „Underground Night“ im Club Wakuum in Graz mit Godskill als Headliner. Der Bühnenraum war gut besucht, denn es gibt in der steirischen Landeshauptstadt sonst nicht viel Raum für Extreme-Metal Bands.
Etwas verspätet starteten die aus Heilbronn angereisten Black-Metaller Godskill ihre Darbietung mit einem Blut-Ritual, eine Segnung durch ein umgedrehtes Kreuz von Frontmann Henrik. Eine Zeremonie, auserkoren, um das Loslassen des Weltlichen und das Eintauchen in die Kunst des Black-Metal zu zelebrieren.
Und diese wurde eindrucksvoll zum Besten gegeben. Die Jungs verstanden es von Anfang an, die Zuhörenden mit ihren beschwörenden und finsteren Klängen einzufangen. Man bot an diesem Abend ein Potpourri ihres Schaffens, bis hin zur 2025 erschienenen EP „Unterm Scharlachroten Mond“. Mein Höhepunkt war das liedhafte „Nazarene Sickness“, mitreißend, altruistisch, klangvoll, der Titel-Track ihres dritten gleichnamigen Werks (Anno 2023).
Begonnen haben die Heilbronner 2011 im Genre des Death, haben sich mittlerweile jedoch dem Black-Metal zugewandt, auch optisch durch das Corpsepaint der Musiker. Seit 2024 steht Kalt (Henrik Jorgensen) als Shouter auf der Bühne, mal tief growlend, mal in hohen Tönen kreischend, immer emphatisch und mitreißend. Er verstärkt die zwei Gitarristen Pest und Seelenmesse, den Bassisten Urs und den Drummer Berni.
Wir kannten die Band noch nicht und hatten wieder einmal Lust, auf ein Black-Metal Live-Erlebnis. Und das war es definitiv! Eine Performance, die samt und sonders zu begeistern wusste!
