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Interview mit Nick und Flo von der Band Commander


Foto: Nick und Flo
Wir haben uns im Backstage Bereich nach dem Auftritt beim Chronical Moshers Open Air 2026 am späteren Nachmittag getroffen und Nick, Sänger und Mastermind sowie Flo, der Drummer der Band standen mir für das Hell-Is-Open Rede und Antwort sozusagen.
Den Bericht zum Auftritt der Band könnt ihr hier... nachlesen.

Petra Welles: Vielen Dank an euch zuerst, dass ihr euch für das HELL-IS-OPEN Zeit nehmt. Du hast auf der Bühne deine Mitmusiker vorgestellt und auch gesagt, wie lange sie schon dabei sind. Ich finde, es ist eher ungewöhnlich bei den meisten Bands, dass die Besetzungen so lang unverändert sind, und wie schafft man das? Wahrscheinlich, weil ihr privat auch befreundet seid, oder?
Nick: Man muss es dreiteilen, sage ich jetzt mal. Steffen kenne ich seit 91, da war er 19, ich 16. Commander ist die vierte Band, wo wir miteinander spielen, insgesamt. Wir waren in den Anfangsjahren gut befreundet. Heutzutage ist es eher die Musik, die uns zusammenhält. Der Tobi ist jetzt seit 20 Jahren dabei und wir genießen die Zeit miteinander. Das ist unsere Zeit, die wir als Band miteinander verbringen, miteinander genießen und ja, du hast recht, dass es ungewöhnlich ist, dass man so lange in einer Besetzung ist. Wenn ich mehr Erfolg haben würde wollen mit COMMANDER, dann müsste ich drei Viertel meiner Band austauschen. Aber will ich das - Punkt 1? Und Punkt 2, ist es dann wirklich mein Ziel einem Erfolg hinterher zu laufen, auf den ich keinen Einfluss habe? Wer sagt mir, dass, wenn ich mir neue Leute hole, erfolgreicher bin, darum ging es nicht mehr und darum geht's heute erst recht nicht mehr. Wir haben zum 25-jährigen uns besprochen, dass wir jetzt mal bis 2031 zum 30-jährigen Jubiläum weitermachen und wenn wir weiterhin in dem Tempo bleiben, ist es ein schönes Hobby.
Flo: Wir haben halt ein gewisses Limit, was wir machen können, weil wir alle Jobs haben, weil wir alle Sachen haben, die man machen kann. Das heißt, keiner ist böse, wenn man sagt: „Sorry, ich kann den Gig nicht spielen“. Du könntest dir immer Leute suchen, die immer Zeit haben. Der Punkt ist ja, wir wollen Spaß haben damit.
Petra Welles: Das merkt man bei euch auf der Bühne definitiv. Heute hat man genau das gesehen, dass ihr mit Engagement, mit Herzblut auf der Bühne steht.
Nick: Das ist Luxus, das so erleben zu dürfen. Und wenn ich mir überlege, ich meine, ich bin lange genug in der Szene, auch schon seit 36 Jahren und ich weiß, wie scheiße die 90er für kleine Bands waren und wenn ich mir überlege, wie gut es dann ab Myspace geworden ist. Wir haben uns schon etwas erarbeitet, auch diesen Luxus, es nicht machen zu müssen, sondern wir wollen es machen - ganz einfach.
Petra Welles: Wie würdet ihr die Band beschreiben, für jemand, der COMMANDER noch nicht gesehen hat?
Nick: Also, ich sage immer, ich erkläre das den Leuten so: „Stell dir vor, die extremste Form des Heavy Metal mit nicht definiertem Gesang“.
Flo: Commander ist schon old-school irgendwie. Und das Lustige ist, meine Frau hat mit der Musik wenig am Hut, aber sie hat immer gesagt: „Aber Commander, die finde ich gut, die gefallen mir, denn die schreiben Songs.“ Und du hast Songs mit einem gewissen Wiedererkennungswert. Das ist jetzt nicht schneller, höher, weiter auf Teufel komm raus.
Petra Welles:: Ist das Songwriting ein gemeinschaftlicher Prozess? Oder schreibst du Nick die Songs vor und präsentierst sie den anderen und ihr bearbeitet sie dann gemeinschaftlich?
Nick: Das müssen wir auch wieder zerteilen. Als ich mit Commander damals angefangen habe, das erste Album war komplett meins, bis auf ein paar Texte. Ich wollte die Version erst einmal erstellen für die Band. Das zweite Album ist dann im Endeffekt größtenteils in Gemeinschaftsproduktion entstanden, was aber auch nicht hundertprozentig funktioniert hat. Das dritte Album haben der Steffen, der Leadgitarrist und ich dann eigentlich im Großen und Ganzen allein gemacht, der Flo hat dann noch Texte beigesteuert.
Flo: Da bin ich auch erst dazukommen. Da war das meiste schon fertig.
Nick: Musikalisch war es schon fertig, die Texte haben wir dann noch mal neu gemacht, denn der Flo ist unser Haupttextschreiber. Ich gebe ihm meistens mal ein paar Song Titel und es ist immer interessant, man kann ihm einen Titel geben und dann kommt ein hervorragender Text raus. Worauf ich stolz bin, ist das aktuelle Album „Angstridden“. Meine Songs auf diesem Album habe ich in Kooperation mit dem Flo erarbeitet. Im Probenraum, so wie es früher war. Irgendwann hat sich das so eingeschlichen, dass du zu Hause am Computer arbeitest. Die Songs, die wir auf den Weg gebracht haben, die auf dem Album sind, die haben wir uns wirklich erarbeitet. Der Steffen hat dann noch seine drei dazu beigetragen und einen haben wir zusammen gemacht. Den Epic Song, den haben wir natürlich auch noch gemeinsam gemacht, aber im Prinzip gibt es immer einen Beginn, ein Riff, mit dem es startet.
Petra Welles: Die Riffs sind ja sehr wichtig bei euch...
Nick: Ja, das Spannende ist, dass das erste Album bis auf zwei Songs ohne Soli auskommt. Ich habe trotzdem noch Melodieteile geschrieben. Die Kunst ist es, einen Song zu schreiben, wo kein Solo vorkommt und es trotzdem noch interessant zu gestalten und Melodieteile mit einzubauen. Wir haben mit Steffen einen herausragenden Leadgitarristen mit dabei und ab dem zweiten Album haben wir die Leads dann gehabt. Wir machen auch teilweise so doppelstimmige Sachen zusammen, was der old-school Charakter hergibt.
Nachdem die Alben in einem sehr breiten Abstand rausgekommen sind, ist es einfach so, dass jedes Album ungefähr den Zeitpunkt der Veröffentlichung widerspiegelt, minus zwei bis vier Jahre. Das ist der Punkt und du veränderst dich, die Einflüsse verändern dich. Die ersten drei Alben sind sehr Thrash lastig. Zum „Angstridden“ Album habe ich gesagt: „Ich möchte schauen, dass wir Thrash freie Riffs machen“. Und wir haben es auch geschafft, glaube ich. Das widerspiegelt zwar noch nicht hundertprozentig so unserer Seele. Mal schauen, einfach mal rhythmischer, denn wir waren sehr blast orientiert, diesmal also beim Album. Ich meine, das war ja auch so, dass wir dann irgendwann festgestellt haben. Okay, wir haben jetzt neun Songs und noch sechs Songs, die ausgeblendet werden. Da mussten wir noch bei sechs Songs im Endeffekt Schluss machen, damit das überhaupt einen Sinn macht. Wir planen ein fünftes Album, haben aber noch nichts gemacht dazu.
Flo: Wir haben zwar schon ein paar Sachen, aber noch nichts Konkretes.
Petra Welles: Habt ihr Musik studiert oder seid ihr autodidaktisch? Welche musikalische Ausbildung habt ihr?
Nick: Ich bin Autodidakt. Ich habe sehr spät mal Gesangsunterricht genommen. Mir ging es ums Atmen, weil das Problem ist, ich kann dieses volle Squad nicht. Ich habe mich mit der Britta Görtz mal unterhalten und sie hat gemeint, so wie ich es mache, ist es schon richtig, ich muss einfach nur dranbleiben. Ich hatte auch Jahre lang im Studio ein Problem, aber das habe ich jetzt auch gelöst. Ich habe mich mal mit Lenny von Endseeker ausgetauscht. Er hat mir zwei wertvolle Tipps gegeben, die ich quasi berücksichtigt habe und seitdem hat das dann echt geflutscht. Aber was die Instrumentierung betrifft, ich habe mit dem Schlagzeug angefangen und konnte das nicht weiterführen, weil die Eltern gesagt haben, das ist zu teuer und ich bin zu jung und bleibe wahrscheinlich dann nicht dran. Ich habe mir gedacht, okay passt, vielleicht ist es das nächste Instrument. Dann habe ich mir Anthrax 1989 angeschaut und da spielte der auf einmal über vier Seiten eine Läufe und da habe ich mir gedacht, um Gottes Willen, das werde ich nie können. Ein halbes Jahr später habe ich auf die Gitarre umgeswitcht und sowohl der Steffen als auch ich, wir hatten damals die Möglichkeit, es rauszuhören. Früher gab es keine Tabulaturen. Und dementsprechend hast du Sachen rausgehört. Du hast hingehört und nachgespielt und versucht, am Griffbrett es rauszukriegen und so weiter und so haben wir das alles gelernt. Summa Summarum, ja, am Bass habe ich etwas länger Unterricht gehabt, aber Gitarre habe ich mal am Anfang ein halbes Jahr gelernt und alles andere mir selbst beigebracht und einfach abgeschaut und auch viel durch den Steffen technisch mitgenommen. Also Harmonielehre wäre vielleicht nett. Dann hätte man vielleicht ein bisschen tieferes Verständnis, was so Melodieteile betrifft. Aber ich denke, wir sind bis jetzt gut damit gefahren.
Flo: Ich habe Unterricht genommen, um es später noch zu vertiefen. Ich muss jetzt kein Profimusiker werden und mich jetzt breit bilden zum Thema Schlagzeug, sondern letztens soll es Spaß macht.
Petra Welles: Ich habe in meiner Masterarbeit die musikalische Ausbildung und die Berufe der Musikerinnen erhoben und es ist eigentlich tragisch. Denn sie sind oft sehr gut ausgebildet und fast keine kann von der Musik den Lebensunterhalt bestreiten. Musikerin im Heavy Metal wäre ja eigentlich ein Berufszweig.
Nick: Das Witzige ist oder sagen wir mal, das Tragische an der ganzen Geschichte ist, wenn du ein Top Musiker bist, kommst du immer irgendwo unter, wo du damit Geld verdienst. Dann machst du das einfach. Aber ich weiß, was du meinst, ich kenne ganz viele und ich kenne auch ein paar, die echt desillusioniert bzw. frustriert sind, weil, schau dir mal teilweise an, mit was Leute heutzutage hier im musikalischen Bereich Geld verdienen. Da fällst du vom Glauben ab. Aber Angebot und Nachfrage, das muss man leider so anerkennen.
Petra Welles: Wie steht ihr zu Metal als Business? Zum Wacken oder Summer Breeze? Habt ihr schon einmal dort gespielt?
Nick: Nein, kein Wacken, kein Summer Breeze. Natürlich würden wir es machen, aber wir würden uns jetzt aber nicht mehr proaktiv bewerben, weil, das macht keinen Sinn, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich habe mit meiner Black Metal Band, die ich mal hatte, Sycronomica, also das war nicht meine, sondern, die waren eine Band und ich war der Bassist bei denen, wir haben mal 2007 am Summer Breeze gespielt und wir hätten eigentlich ursprünglich 2007 auch auf dem Wacken spielen sollen. Bloß das Problem war damals, das ist dann weggefallen, weil die damals den Wacken Battle erweitert haben und dementsprechend Slots gebraucht haben. Ich finde es schon teilweise wahnwitzig bei diesen Festivals, also unter 140 Bands machen sie es, glaube ich, nicht mehr. Und seien wir mal ganz ehrlich, wenn du eine Band von 140 bist und du bist derjenige, der nicht einmal Platz auf dem Plakat findet, dann muss ich sagen: „Ja, es ist nice in der Vita, aber es ist für mich nicht aussagekräftig.“ Ich sehe das ja bei den Bands in den Bewerbungen, auch die sich bei mir bei meinem Festival bewerben. Du versuchst halt schon immer irgendwas aufzuzeigen, wo du überall warst, aber an viele von diesen Bands da draußen, schöne Grüße vom Nick: „Es ist kein Kriterium, dass du auf Wacken, Summer Breeze oder sonst wo gespielt hast. Es interessiert keinen Menschen. Ihr müsst euch im Endeffekt an der Basis die Lorbeeren verdienen und die werdet ihr auch verdienen, wenn ihr dranbleibt und gut seid und die Leute euch hören wollen.“
Flo: Eigentlich sind wir jetzt zufrieden mit dem Status, den wir haben, im Sinne, wo wir spielen. Wir spielen nicht überall, das können wir gar nicht. Aber wir spielen gute Auftritte. Das heißt, Festivals, die wir mögen. Da hast du auch einen guten Sound auf der Bühne, da sind auch ein paar Leute da. Wir spielen gute Club Shows und ein paar Support Shows. Das sind allesamt gute Shows und da ist kein Auftritt mehr dabei, wo man sagt, ich muss jetzt in jedem Jugendzentrum spielen.
Petra Welles: Ihr seid ja aus Bayern, spielt eure bayerische Identität eine Rolle in eurer Musik?
Nick: Ich drücke es mal so aus, so direkt typisch bayerischen Bezug hat keiner von uns.
Petra Welles: Aber ihr lebt schon in München, oder?
Nick: Nicht mehr. Damals, als Commander gegründet worden ist, sind wir tatsächlich eine Münchner Band gewesen. Mittlerweile sind wir alle außerhalb – ich sag jetzt mal, des äußeren Rings.
Flo: Nur der Proberaum…
Nick: Ja, genau der Proberaum liegt in München.
Flo: Bei uns spielt das keine Rolle, weil letzten Endes – ich will jetzt nichts Falsches sagen – weil du (zeigt auf Nick) warst immer inspiriert von britischem Death Metal bzw. amerikanischem Death Metal oder amerikanischen Thrash Metal und diesen klassischen Metal Einflüssen und jetzt nicht so München oder Bayern spielen eine Rolle.
Nick: Also identitär, was jetzt, sagen wir mal unsere Herkunft oder den Wohnort betrifft, hat nie eine Rolle bei der Band gespielt und für uns ist es immer so gewesen - die Musik soll für sich selbst stehen. Was Texte betrifft, sind wir Kinder der 80er Jahre. Damals waren schon immer diese sozialkritischen Texte sehr angesagt; von dem her diese sind teilweise noch mit so persönlichen Noten bzw. mal so zwischenmenschlich tiefere Themen sind auch noch mit dabei. Vor allem, in dem Bereich, wo wir unterwegs sind, ist das auch nicht wichtig.
Petra Welles: Betreffende Rituale, habt ihr ein Bandritual, also z.B. bevor ihr auf die Bühne geht oder im Proberaum?
Nick: Ja, wir haben lange überlegt. Weil das Problem ist, wir hatten früher immer so quasi Hand auf Hand auf Hand und dann: „Wir zerlegen Chronical Moshers in Schutt und Asche“, das wäre normalerweise der Spruch gewesen, aber „Schutt und Asche“ wurde uns leider gemopst und ich mag es nicht, wenn dann andere Bands mit „Schutt und Asche“ hausieren gehen, da muss ich nicht das gleiche verwenden. Aber wir haben seit heute ein neues Ritualwort und das war es, (lacht) ich möchte es nicht sagen, weil, das soll nicht Schule machen hier.
Flo: Aber es nicht ein großes Ritual, eher so wie bei einem Sportler, der vorher noch einmal sagt, okay, das wird cool.
Petra Welles: Rituale mit dem Publikum praktiziert ihr ja auch. Diese Kommunikation ist für euch wichtig, oder?
Nick: Normalerweise würde ich gerne „Scream for me, Chronical Moshers “ sagen, aber da würde ich jemand kopieren, das möchte ich nicht. Ganz im Ernst, du findest irgendwann raus, was beim Publikum klappt und was nicht. Und komischerweise stellt man dann fest: „Mensch, das klappt ja auch beim nächsten Publikum und beim übernächsten Publikum, dann probierst du es halt aus und schaust, wie weit du kommst“.
Flo zu Nick: Du bist ja auch jemand, der das Selbstvertrauen auf der Bühne hat, um mit dem Publikum relativ normal zu reden, was ich immer sehr gut finde. Manche haben halt nicht so eine Ausstrahlung und die müssen das dann immer so ein bisschen mit Phrasen oder Gesten kaschieren. Ich habe auch mal in einer Band gespielt, in der der Frontmann zwar singen konnte, aber nicht wirklich ein Frontmann war und da hast du immer das Problem gehabt, dass das live ein wenig seltsam wirkte. Entweder wirkt es arrogant, weil er nicht redet oder es wirkt schüchtern und das ist für diese Musik ja bescheuert und das finde ich halt gut (er spricht Nick an), einfach so normal zu reden. Wir sind total normale Jungs, die Spaß haben, Musik zu spielen und ihr sollt daran teilhaben und wir hätten natürlich besonders gerne, dass ihr auch Spaß daran habt.
Petra Welles: Hat sich was geändert mit den Jahren? Das Publikum?
Nick: Ja, das Publikum hat sich massiv geändert. Vor allem, es ist … heutzutage sind ganz andere Generationen da, die auf Konzerte oder Festivals gehen. Wenn ich mir überlege, so die ersten fünf bis zehn Jahre war ein komplett anderer Publikumsstamm und seitdem wir wieder angefangen haben, ein komplett anderes Publikum und du hast jetzt komischerweise nach Corona noch einmal einen anderen Publikumsstamm. Ich finde es immer wieder spannend, wir können noch so oft im Olympiastadion spielen und du findest immer noch Leute, die sagen: „Das war echt gut, wo seid ihr her? Aus München? Nein, das wusste ich ja gar nicht!“ Du erreichst immer wieder noch junge Leute.
Flo: Du erreichst immer noch junge Leute, die erst seit ein oder zwei Jahren auf Konzerte gehen, die noch nie was von uns gehört haben. Und dann sehen sie uns halt zufällig, weil wir mit anderen zusammenspielen. Oder das Backstage in München macht im Sommer immer das Free & Easy Festival, wo relativ große Bands kommen, und da spielen wir davor (Anmerkung am 26.7.2026 vor Deicide) und da sehen uns Leute, die uns überhaupt nicht auf dem Schirm haben.
Petra Welles: Meine letzte Frage wäre nach den Plänen für das restliche Jahr und 2027?
Nick: Ja, wir verhandeln gerade mit anderen Bands. Die Konzertreihe Blasting Bavaria lassen wir wieder aufleben. Diese Konzertserie gab es schon zweimal. Das letzte Mal so 2012 und noch mal davor, es hat damals der Steffen Kummerer von Obscura ins Leben gerufen, das war seine damalige Band. Also die erste Edition, und wir haben uns jetzt, wie gesagt, mit vier anderen Bands zusammengetan und werden Ende des Jahres, bis Frühjahr nächsten Jahres diese Blasting Bavaria Tour fahren. Das heißt, wir decken ganz Bayern ab, also Ober- und Niederbayern. Von dem her, dann einfach mal auch in Dörfern spielen, wir wollen mal schauen, können wir die Szene erreichen? Gibt es noch eine Szene? Weil, wir sind uns nämlich nicht ganz schlüssig - Wieviel Undergroundszene haben wir noch in Bayern? Ja, wir wissen, zu welchen Veranstaltungen Leute gehen und so weiter. Aber können wir Leute auch zu normalen Konzerten rausholen und nicht nur zu irgendwelchen Festivals? Das wäre schon wichtig, und ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich sehe leider immer noch ein bisschen skeptisch in die Zukunft, weil, ich sehe keinen Nachwuchs. Bandmäßig. Dementsprechend wird es spannend werden. Wir spielen und dann feiern wir (lacht) 35-Jähriges – und hoffentlich haben wir dann junge Bands im Schlepptau…
Petra Welles: Das wäre tatsächlich eine sehr schöne Zukunftsvision. Vielen herzlichen Dank für eure Zeit und alles Gute weiterhin.
Und ich freue mich schon sehr auf München Ende Juli, wir sind dabei!


Interview geführt , veröffentlicht // Petra Welles