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Albuminfo

sun worship - emanations of desolation
Band:
Sun Worship
Album:
Emanations of Desolation
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
60
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1352
Views:
623

Review

Also wie Musik für Sonnenanbeter klingt das definitiv nicht, ebenso bezweifele ich das die Klänge von Sonnenanbetern stammen. "Emanations of Desolation" ist das komplette Gegenteil...

Black Metal steht auf dem Menüplan, keine Sonnenklänge, nur Schatten. Dunkle Schatten. Das drängende Schlagzeug verleit dem Material Flügel, aber die Reise geht nicht dem Ikarus folgend ins Licht sondern abwärts. Was Ikarus von seiner Sehnsucht hatte wissen wir alle, SW gehen den direkten Weg.
"Emanations of Desolation" erscheint zuerst sehr roh und abweisend, das wärmende Verhältnis zum Hörer baut sich erst nach und nach auf. Wenn dieser das den möchte, man kann sich natürlich auch an den kalten und schroffen Kanten der Scheibe erfreuen. Aber unter der harten Schale verbergen sich einige melodische Fragmente die dem ganzen Wiedererkennungswert verleihen und so jeden Titel für sich eigenständig machen.
Die Herangehensweise ist sehr reduziert, ausladende Stimmungsbögen sind nicht das Element mit dem die Berliner arbeiten. "Emanations of Desolation" frisst sich eher einem Geschwür gleich ins Herz des Hörers, unbemerkt und gleichmässig. Die Widerhaken die die Titel setzen sorgen für ein Bleiberecht im Gehörgang des armen Opfers das gar nicht bemerkt wie das Album nach und nach von seinem Körper Besitz ergreift.

Mir gefällt vor allem der unbearbeitete Charakter des Albums, alles klingt sehr angenehm bodenständig und erdnah. Das verleiht "Emanations of Desolation" eine sehr aufrichtige Stimmung die vielen Alben im Black Metal verloren gegangen ist. Sun Worship sind bei all dem weit weg von Dosenwerfenklang, das man trotz der "einfachen" Mittel treibend und erhaben klingen kann zeigt "Torch Reversed" eindrucksvoll: Ein Musterbeispiel für das herausarbeiten verschiedenster Schattierungen einen Titels ohne den Titel selbst zu zerstören.
Bei den Spielzeiten der einzelnen Titel folgt man der alten Seglerweisheit "Länge läuft", es fühlt sich überhaupt nicht so an das schon wieder eine Stunde ins Land gegangen ist wenn das Album endet. Ein weiterer Kunstkniff der Hauptstädter denen es unauffällig gelingt auch längere Monster zu bändigen und abwechslungsreich zu gestalten. Das alles wie schon erwähnt ganz ohne den grossen Zauberkasten der Illussionen zu öffnen.


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Tracklist

1.Zenith 02:08
2.Void Conquerer 06:39
3.Devoured 07:09
4.Torch Reversed 08:59
5.Soul Harvester 07:41
6.Pilgrimage 05:32
7.Coronation 08:26
8.Without End 12:36

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