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Albuminfo

urza - the omnipresence of loss
Band:
Urza
Album:
The Omnipresence Of Loss
Genre:
Doom Metal
V-Datum:
Spielzeit:
61:20
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Nabu
ID:
1279
Views:
192

Review

Ich kann mich noch ganz genau an mein erstes Mal erinnern. Es war ein warmer Sommerabend im Jahr 2003. Ich war zu jung, zu unerfahren. Einfach noch nicht bereit dafr. Um ehrlich zu sein wusste ich gar nicht wie mir geschieht. Klar, ich hatte von Freunden schon viel davon gehrt. Und natrlich stellt man sich schon einiges darunter vor aber als es dann endlich soweit war hat mich die Situation schlicht und ergreifend berfordert. Es war zu frh fr mich. Erst viel spter habe ich verstanden was genau an diesem verhngnisvollen und doch wunderschnen Abend passiert ist. Ihr Name war Pantheist.

Die belgische Band hat mit Urza aber nichts zu tun. Ausser vielleicht einer Sache: die Art und Weise wie mich ihr Debt fasziniert. Eines vorweg: in den letzten 16 Jahren habe ich mich intensiv mit dem Genre Funeral Doom Metal beschftigt und es verstehen und lieben gelernt. Was mir aber bis heute nicht in den Kopf geht ist, wie es Bands schaffen bereits mit der ersten Verffentlichung ein derartiges Machtwerk zu erschaffen. Und ja, ihr merkt es schon, Nabu hat mal wieder die Rosa Brille auf. Die Jungs aus Berlin haben bei mir mit The Omnipresence Of Loss einen Nerv getroffen. Und zwar von Anfang an. Wenn der Opener Lost In Decline gemchlich anrollt denkt man sich erst noch, dass hier alles nach Plan luft etwas dunkler, tiefer und bedrohlicher als sonst, aber im Grossen und Ganzen wie man es kennt. Aber genau in dem Moment in welchem sich die durchschnittliche Band mit langsam und dster zufrieden gibt erhhen Urza das Tempo minimal. Dies fhrt nicht nur dazu, dass der Song unerwartet aufgelockert beziehungsweise bekannte Strukturen aufgebrochen werden sondern reisst den Hrer auch auf eine nicht ganz selbstverstndliche Art und Weise mit. Und das passiert in den ersten drei Minuten von 17. Die rituellen Beats, die geqult klingenden aber doch eher bestimmt befehlend wirkenden Vocals und die zeitweise fast surreal erscheinenden Melodien, erzeugen eine Atmosphre die zumindest mir persnlich als beinahe perfekt erscheint. Ich bin gefangen im makellos durchdachten Minimalismus der viel zu verspielt ist um monoton zu wirken.

Klingt jetzt alles etwas wirr? Vielleicht. Aber das wirklich Schlimme ist, dass das Ganze hier meine Gedanken der ersten zehn Minuten beschreiben bei einer Laufzeit von ber einer Stunde. Somit drfte es auch den intellektuell nicht ganz so begabten schlssig sein, dass es absolut keinen Sinn ergibt hier zu jedem der fnf Songs eine (bestimmt viel zu kurze) Beurteilung abzugeben. Urza drckt uns mit The Omnipresence Of Loss ein Debt aufs Auge welches seines Gleichen sucht. Ein MUSS fr jeden Funeral Doom Liebhaber und ein absoluter Tipp fr alle die in diese dunkle, tiefe, wunderschne Schwrze eintauchen mchten.


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Tracklist

1. Lost In Decline
2. A History Of Ghosts
3. Path Of Tombs
4. From The Vaults To Extermination
5. Demystifying The Blackness

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