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Albuminfo

morphinist - terraforming
Band:
Morphinist
Album:
Terraforming
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
www.hell-is-open.de
ID:
866
Views:
625

Review

Neben all den aktuell vermehrt auftretenden Zweimannbands sollte man die Soloprojekte nicht vergessen die eigensinnig und von aussen unbeeinflusst vor sich hin werkeln und trotzdem immer wieder für überraschende Veröffentlichungen gut sind.
Ein solches ist auch Morphinist aus Hamburg, einziges Bandmitglied ist dort ein Mann namens Argwohn. Beim ersten Höreindruck wäre es mir allerdings nie in den Sinn gekommen das das gebotene Songmaterial nur von einer einzigen Person stammt, "Terraforming" könnte so auch von einer kompletten Band stammen. Respekt.
Drei Songs finden wir auf dem Album, das mittig platzierte "Terraforming II" ist dabei mit fünfeinhalb Minuten noch das kürzeste Stück. Das jeweils davor und danach platzierte Liedgut bewegt sich um die fünfzehn Minuten. Einzelne etwas rauszugreifen ist unsinnig, die Scheibe muss am Stück gehört werden. Dabei bewegt sie sich im Fahrwasser von Bands wie Wolves in the Throne Room oder Celeste, verwoben mit getragenen instrumentalen Passagen die andernorts bestimmt eine Genreeinordnung haben würden die mit "post" beginnt. Aber Argwohn versteht es die Elemente kunstvoll miteinander zu verbinden um den Songfluss beizubehalten und noch eigene Spuren zu hinterlassen. So gibt es im Verlauf des Albums viele Kleinigkeiten zu entdecken, man muss sich nur darauf einlassen und sich Zeit nehmen. Lohnenswert ist zum Beispiel die leicht folkige Melodie in "Terraforming I" ab Minute sechseinhalb wenn dann auch noch die Drums einsteigen und der Kopf automatisch mitwippt. Oder Teil 3 der als ruheloser Blackmetalsong beginnt, dann in ambientartigen Strukturen fast zur Ruhe kommt, sich erneut aufbaut und nach der elften Minute eine sehnsüchtige Gitarrenmelodie zum niederknien mit einbaut. Diese Entwicklung selbst mitzuerleben/mitzuhören ist eine sehr spannende Erfahrung. Am besten mal auf der Bandcampseite vorbeischauen und antesten, idealerweise mit Kopfhörern. Nehmt euch die Zeit, es lohnt sich durchaus.
Schade allerdings das man den Gesang nicht wirklich versteht, ein Textblatt um sich näher damit auseinanderzusetzen wäre nicht schlecht gewesen. Vielleicht ist ja bei der regulären Veröffentlichung eins dabei, mir liegt nur die Cd im Cardsleeve vor.


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