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Albuminfo

soulfly - ritual
Band:
Soulfly
Album:
Ritual
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
43:14
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Ron
ID:
1234
Views:
429

Review

Ach, Soufly. Eine der Bands die mich durch meine Anfänge als Metalhead begleitet hat – leider habe ich die Jungs irgendwann aus den Augen verloren und ein wenig den Anschluss verpasst. Aus diesem Grund freue ich mich gleich doppelt dieses Review machen zu dürfen. Zum Einen ist es eine fantastische Gelegenheit mich mal wieder mit der Band auseinanderzusetzen, zum Anderen bin ich sehr gespannt, ob Soulfly immer noch so klingt wie ich es mir vorstelle und wünsche.

Kurze Antwort: fuck yeah! Selten hat mich der Opener eines Albums so dermaßen in Euphorie versetzt wie es der Song „Ritual“ vermag. Als kurze Erklärung: mein erster Kontakt mit der Band war „Primitive“, danach hat sich „ॐ“ in meinem Herzen verewigt. „Dark Ages“ und „Conquer“ habe ich zwar noch mitbekommen, kann mich aber an nichts davon erinnern. Das sollte jedem der Soulfly kennt ein klares Bild davon geben was ich vom aktuellen Album erwartet habe. Und leckt mich fett haben mir die Jungs meine Erwartungen um die Ohren geprügelt!

Wie bereits erwähnt, „Ritual“ ist der wohl perfekte Opener. Sofort ist klar wo die Reise hingeht. Wir haben die typische spirituelle Atmosphäre die allgegenwärtig ist, die absolut hypnotischen, rituellen Rhythmen, die charakteristische Stimme von Max Cavalera und ein riesiger Kübel an musikalischer Aggressivität die uns ins Gesicht gekotzt wird – mit Anlauf!
Wer jetzt vielleicht denkt, dass die Band ihr Pulver mit einen oder vielleicht zwei Songs verschossen hat, irrt gewaltig. Das Album kennt so gut wie keine Tiefen, geschweige denn Schwachstellen. Zugegeben, „Blood On The Street“ ist in seiner Art speziell und gefällt bestimmt nicht jedem. Besonders der sehr native Anfang und Schluss des Songs, der im harten Gegensatz zum schnellen, thrashigen Riffing und der generell aggressiven Stimmung im Mittelteil steht, könnte einigen etwas komisch vorkommen. Aber ganz ehrlich? Das ist Soulfly. So will ich das hören. Und spätestens das Breakdown zur Mitte hin bläst jegliche Zweifel weg.

Auch Gastauftritte kommen auf dem Album nicht zu kurz: so können wir bei der Kriegshymne „Dead Behind The Eyes“ – welches übrigens musikalisch stark an Lamb Of God erinnert – den Sänger eben jener Band hören. Randy Blythe gibt sich die Ehre. Aber Achtung, es geht noch besser: „Under Rapture“, eine atmosphärisch-apokalyptische Machtdemonstration sondergleichen, begrüßt als Gast niemand geringeren als Ross Dolan. Genau, Bassist und Sänger der amerikanischen Death Metal Legenden Immolation.

Aber nur um das Ganze nochmal klar zu machen: die Gäste sind einfach nur unerwarteter Bonus den man trotz dreizehntem Monatslohn und Weihnachtsgeld noch auf seinem Konto findet. Auf „Ritual“ zeigen uns Soulfly äußerst Eindrücklich was es bedeutet seinem Stil treu zu bleiben ohne zu veralten, lange im Geschäft zu sein und frisch zu bleiben, oder einfach: wie man so richtig zerfetzt. Alles. Und jeden.

Anspieltipp: Ritual, Dead Behind The Eyes, Under Rapture, Blood On The Street


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Tracklist

1. Ritual
2. Dead Behind the Eyes
3. The Summoning
4. Evil Empowered
5. Under Rapture
6. Demonized
7. Blood on the Street
8. Bite the Bullet
9. Feedback!
10. Soulfly XI

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