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Albuminfo

keitzer - ascension
Band:
Keitzer
Album:
Ascension
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
Wertung:
9 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Pit
ID:
893
Views:
798

Review

English conclusion below

Da ist es endlich wieder: Das brutale Death/Grind Kommando Keitzer lädt nicht zum Tanz, sondern zum Headbangen und Moshen. Zwei lange Jahre mussten wir uns gedulden, um ein weiteres Album der Deutschen vor den Latz geknallt zu bekommen. Und mit „Ascension“ halte ich endlich den Nachfolger des 2014er Album „The Last Defence“ (Review) in den Händen.
Zum Glück hat der Fünfer nur wenig „Innovationen“ an ihrem Stil vorgenommen und ist dem groovenden brutalen, aber dennoch melodischen Death Metal mit ordentlich Grindcore und Hardcore Attitüde treu geblieben. Wer das Booklet aufschlägt, sieht die fünf Kerle in Großaufnahme und auf den T-Shirts der Band prangen Bandnamen wie Agoraphobic Nosebleed, Misery Index und Marduk – spätestens da muss jedem Kenner klar sein, dass es hier keine Musik für Millionen gibt, sondern ordentlich Fratzengeballer!
Aber genug der Einleitung, hier nun mein Statement zum 6. Album von Keitzer und das dritte, welches ich zum Reviewen hatte.
Los geht es mit dem schnellen Song „We Will Drown You In Blood“, der in der Mitte mit einem catchy Riff und geilem Moshpart aufwartet. Danach folgt der Titelsong „Ascension“, welcher ganz großes Kino ist. Treibendes Riffing, krachendes Drumming, Tempowechsel, stakkatoartige Parts und ein wütender Gesang schlagen einem entgegen. Gegen Ende wird man kurz etwas ruhiger, um dann wieder Fahrt aufzunehmen und mit „kreisenden“ Gitarren und grellem Gesang, der schon leicht nach Black Metal klingt, den Abgang zu markieren. Großartiger Song.
„Peace Was Never An Option” haut in die gleiche Kerbe.
Generell kann man sagen, dass die Songs sehr abwechslungsreich sind, es wird nie nur geradeaus gespielt, es sind immer geile Riffs dabei, catchiness ist da. Keitzer folgen trotzdem immer einer Linie und es wird nie langweilig, die Songs haben einen Anfang und ein Ende, Tempowechsel, Moshparts, die Drums bollern tief und schnell, die Snare ist trocken und klar abgemischt und die Gitarren kreisen ständig um einen herum… Einfach ein großartiges Songwriting. Sänger Christian Silva Chaco singt gewohnt wütend, grindig und wechselt zwischen tieferen Growls und helleren Shouts.
Der nächste Titel ist dann in Deutsch und nennt sich „Übermensch“. Danach folgt mit „Ritual“ ein fast 3-minütiges Instrumental. „Salvation“ ist ein weiteres Highlight, nicht zuletzt wegen der Eingängigkeit und dem „Mitsing“ Refrain. Song Nummer 8 „Conquistador“ überrascht mit einem über einminütigen „Outtro“ in der Art, dass über eine Minute lang der groovende Death leiser wird und im Hintergrund mehr und mehr eine Cello, gespielt von Sabrina Mertinkat, die auch schon bei „Ritual“ mitmischte, im Moll der Rhythmus als klassisches Streichinstrument zu Ende bringt. Klasse gemacht!
Eine weitere Überraschung findet man im sehr guten vorletzten Song „Enemies Of Existence“, denn hier haben Keitzer in der Mitte einen dieser typischen Asphyx Doom Parts eingebaut. Aber keine Angst, die Ruhe währt nur für ca. 30 Sekunden, bevor es wieder schnell und groovy zur Sache geht.
„Wolves among us“ bildet ohne große Überraschungen den gelungenen Abschluss dieses 6. Albums von Keitzer.
Das Coverartwork, wurde wieder von Florian Furtkamp kreiert und zeigt dieses Mal keine Skelettreiter, sondern Skelette, die sich um einen „Jesus“ mit Totenschädel ranken. Ein Blick in das 12-seitige Booklet zeigt oben erwähntes Bandfoto und die Songtexte, Infos und Danksagungen sowie eine weitere Zeichnung. Leider ist die Schrift sehr klein, verschnörkelt und somit fast nicht lesbar.
Neugierig geworden durch den Titel „Übermensch“, der nach Friedrich Nietzsche klingt, habe ich mir mal die Songtexte angeschaut. Soweit ich das sehe, sind diese recht kurz gehalten und setzen sich aus kurzen, aneinandergereihten Sätzen zusammen, die nicht unbedingt eine flüssige Story abbilden. Ach ja, in „Übermensch“ hat man sich tatsächlich an Nietzsches "Also sprach Zarathustra" (1885) und "Ecce homo" (1888) bedient.

Fazit: Abermals schaffen es Keitzer ein brutales und dennoch melodisch und eingängiges Death Metal Album mit Grindcore-Attitüde zu erschaffen. Blastbeats, brutale Shouts, viele feine Gitarrenriffs, Tempo- und Rhythmuswechsel überzeugen von Anfang bis Ende. Das tödliche Gebräu wird dieses Mal hier und da mit kleinen Feinheiten wie ein klassisches Streichinstrument oder doomige Parts à la Asphyx angereichert. Ich finde „Ascension“ ist einen Tick besser als der Vorgänger „The Last Defence“ geworden.


[EN]: English conclusion: Keitzer are back with their 6th studio record and created again a brutal death metal piece with violent grindcore ingredients although melodic and catchy. From the beginning to the end they kick you in your ass. The blastbeats, brutal shouts and loads of fine guitar riffs drill in your brain and you can’t resist to join the moshpit to unleash your aggressions.


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