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Albuminfo

keitzer - the last defence
Band:
Keitzer
Album:
The Last Defence
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
www.hell-is-open.de
ID:
550
Views:
1366

Review

English conclusion below.

Endlich die neue Keitzer in den Händen zu halten ist ein geiles Gefühl, hat man sich doch schon lange darauf gefreut und der erste Demo Song "Forever War" im Internet klang schon mal sehr vielversprechend. Ach, es gibt immer noch Menschen im Death Metal Business die Keitzer nicht kennen? Dann will ich mal versuchen ein paar Worte vorweg zu schreiben. Die Deutschen Keitzer machen brutalen groovenden Death Metal mit ordentlich Grindcore Attitüde - wie ich schon beim letzten Album schrieb: "Blitzkrieg für die Ohren". Hier wird nur gebrettert! Der tiefe, heisere Gesang im Grindcore Stil ist bösartig und der Drummer attackiert dich mit der Doublebass unermüdlich. Trotz der kriegsähnlichen Atmosphäre versteht es die Gitarrenfraktion feine Melodien in dem Gemetzel zu verstecken.
Das mittlerweile 5. Studioalbum der Band und Nachfolger vom 2011er "Descend Into Heresy" (Review) wurde aufgenommen und gemischt im Soundlodge Studio von Jörg Uken. Veröffentlicht wird die Scheibe wieder über FDA Rekotz. Für das Coverartwork, welches wieder heranstürmende Skelettreiter und Ritter zeigt, passend zur letzten Scheibe, wurde von Florian Furtkamp kreiert. Das Booklet enthält dieses Mal 12 Seiten mit den Songtexten, Album- und Banddetails, Widmungen und ein großes Bandfoto.
Die fünf bärtigen Musiker haben 14 Songs am Start, die hauptsächlich vom Untergang der Welt oder der Menschheit handelt. Unsere kaputte Gesellschaft, Krieg, Kampf und Niederlage sind weitere Themen. Mit dem Song "Todgeweiht" hat sich auch ein deutscher Song eingeschlichen. Der Song "Ausgelöscht" erweckt zwar den Eindruck, dass hier wieder ein deutscher Song folgt, aber nur die erste Zeile ist in deutscher, der Rest in englischer Sprache, so wie alle anderen Songs auch. Die Texte sind so geschrieben, dass diese immer nur sehr kurze Phrasen haben, also ideal, um in die kurzen Grindshouts zu passen. Große Stories finden in den Songtexten keinen Platz.
Der Sound der Scheibe ist wieder fett und klar, aber wie ich finde, etwas matschiger wie auf der letzten Scheibe. Bestimmend sind eindeutig der Gesang und die Drums. Bass und Gitarren finde ich etwas zu weit in den Hintergrund gestellt.

"The Last Defence" beginnt mit dem Intro "Bellum Indicere", gefolgt von "Exist To Destroy" und einem handwerklichen Fehler, denn der Übergang der vermutlich wohl fließend sein sollte, wird mit einer kleiner Lücke gespielt. "Exist To Destroy" ballert denn auch gleich aus vollen Rohren. Stakkatoartiges Riffing und Blastbeats zum Gesang von Christian Chaco hacken alles zu Kleinholz. Der Song "Forever War" beginnt mit einem netten Akustik Gitarrenstück vom Gastmusiker N. Hinse, wechselt dann in den gewohnten Death Metal und Grindcore Mix. Erfreulicherweise werden hier auch mal ein paar langsamere Parts eingebaut, die mit sehr tiefem zweitstimmigen Grindgesang anschwellend zurück in den schnellen Beat wechseln. In "Marching Forward To Victory" zeigen die Gitarren, dass sie auch etwas zu vermelden haben. Verschiedene schöne Gitarrenmelodien wechseln mehrfach im Song und auch die Geschwindigkeit wird gekonnt variiert. Ein Stück, was sehr an neuere Misery Index Songs erinnert. Bei "The Last Defence" geben die Drums mit den Blastbeats wieder den Takt vor und so geht es im Stakkatorhythmus mal schneller, mal langsamer durch den Song. Ein Brecher, der einem die Füße nicht still halten lässt und unwillkürlich fängt der Schädel an zu bangen. "Next Offensive" und "We Are The Serpents Of Doom" sind nicht schlecht, bringen aber keine neuen Innovationen. "Fleshcrawl" ist erneut ein Kracher, der stakkatoartig zu Werke geht. Hier geht es im Tempo mal auf, mal ab. Kluge, feine Gitarrenriffs machen den Song zu einem der besseren für den Livemoshpit! "Todgeweiht" kommt mit fünf Zeilen Text aus, mit knapp einer Minute ist der Song denn auch entsprechend kurz. "Crusade" schwillt, von den Gitarren getrieben, unheilverkündend an, gefolgt vom Keitzer-typischen Death/Grind und Blastbeats. Mehrfach wird das Tempo kurz rausgenommen, um dann erneut heftig los zu brettern. Der Schlusssong "... Before Annihilation" ist eher eine durchschnittliche Nummer ohne besondere Akzente.

Fazit: Wieder haben es Keitzer geschafft ein brutales Death Metal Hackbrett mit derber Grindcore-Kante zu erschaffen. Vom Anfang bis Ende wird hier ohne Pause aus allen Rohren geschossen - Die Blastbeats der Drums, brutale Shouts und dennoch viele feine Gitarrenriffs fräsen sich in dein Gehirn und du willst unwillkürlich in den Moshpit, um deinen Aggressionen freien Lauf zu lassen. Für Fans der neueren Misery Index definitiv eine Empfehlung.

English conclusion: They made it again! Keitzer are back with their 5th studio record and created a brutal death metal piece with violent grindcore additions. From the beginning to the end they kick your ass with any break. The blastbeats, brutal shouts and loads of fine guitar riffs mill in your brain and automatically you want to join the moshpit to unleash your aggressions. Fans of newly Misery Index should definitely check out this album.


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