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Albuminfo

horresque - chasms pt.1  - avarice and retribution
Band:
Horresque
Album:
Chasms Pt.1 - Avarice and Retribution
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
50
Wertung:
8.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1373
Views:
380

Review

Da ist es nun endlich, das Debütalbum der Mainzer Truppe. Das erste Demo erschien 2016, es sollte somit knapp 4 Jahre dauern bis das Anschlussalbum jetzt auf dem Tisch liegt. Hat sich das warten gelohnt?

Auf jeden Fall, soviel kann ich sagen. Warum genau es so lange gedauert hat kann ich nicht sagen, eventuell könnte man das mal in Form eines Interviews aufdröseln. Hier und heute soll es um die Musik gehen.
Die lange Zeit hat auf jeden Fall (und dankenswerterweise) nicht zu einer musikalischen Kehrtwende geführt, das was beim Demo schon anklang wurde fortgesetzt. Ob das jetzt am Ende angeschwärzter Death Metal oder todesmetallischer Black Metal ist ist eigentlich egal da das ja im Prinzip auf das selbe hinausläuft: Horresque stehen für Dunkelheit und flechten aus dieser einen dichten musikalischen Nebel der dich immer weiter einnimmt.
Im Vergleich zum Demo haben alle beteiligten Mitglieder einen grossen Schritt weiter gemacht, deswegen möchte ich jetzt gar keine Einzelheiten hervorheben. Aber hört man sich die ersten Gehversuche an und hält dann mal die Tracks von "Chasms Pt​.​1 - Avarice and Retribution" daneben dann wird einfach hör-und spürbar wie die Band mit dem Album gewachsen ist. Dieser Vergleich gelingt gut da die drei Titel vom Demo auch auf dem neuen Album zu finden sind, allerdings wurden sie nicht 1:1 übernommen sondern überarbeitet. Somit fügen sie sich sehr gut in das restliche Material ein ohne das man das Gefühl hat komplett neue Titel vor sich zu haben. Kleiner Kritikpunkt meinerseits: Ich fand den Gesang von "Murder Castle" auf dem Demo eindringlicher.

Was damals schon auffällig war und jetzt noch mehr hervorsticht: Horresque haben es geschafft sich einen eigenen Klang zu erschaffen. Querverweise zu andern Truppen schenke ich mir, "Chasms Pt​.​1 - Avarice and Retribution" ist kein "klingt wie" Album. Es ist Black Metal, dunkel, mächtig, facettenreich, etwas womit man sich beschäftigt.
Mir gefällt auch die Reihenfolge der Titel, "Collateral Murder" und "MQ1-Predator" gehören für mich zum Beispiel zusammen und würden auseinandergerissen nicht mehr so viel Sinn ergeben. Das man nicht nur im flotten Galopp überzeugen kann beweist das auf diese zwei flotten Tracks folgende, etwas depressiver gehaltenen "Of Pride and Kazim" das durch seine gedrosseltes Tempo nochmals eine andere Facette der Band offenbart. Und auch die instrumentalen Zwischenspiele (Praeludium, Interludium I & II) fügen sich gut in den Charakter der Scheibe ein und stören den Albumfluss in keinster Weise.

Somit steht dem unterbrechungsfreien Hörvernügen nichts im Wege und jeder der etwas mit dunkler Tonkunst anfangen kann sollte das Album zumindest mal antesten.
Mein Problem ist nur folgendes: Ich haben das Gefühl das "Chasms Pt​.​1 - Avarice and Retribution" ein Album ist das im Laufe der Zeit noch wächst. Somit bin ich noch nicht in der Lage ein abschliessendes Urteil zu fällen da die Scheibe momentan mit jedem Durchlauf detailreicher wird. Was ich aber sagen kann ist das "Chasms Pt​.​1 - Avarice and Retribution" ein grossartiges Album geworden ist das die Wartezeit auf jeden Fall rechtfertigt.

Ein hoffentlich kommendes "Chasms Pt​.​2..." darf sich aber durchaus etwas zeitnäher einfinden. Da könnte man die Texte im Booklet dann vielleicht etwas grösser abdrucken oder mehr Abstand zwischen den Zeilen lassen. Aber das liegt natürlich im Auge des Betrachters (der Kalauer musste jetzt einfach sein).
Erwähnt sei noch folgendes: Wer mehr zum Hintergrund der einzelnen Texte wissen möchte dem wurden auf der Bandcampseite noch Links hinterlegt, einfach auf die Titel klicken und etwas runterscrollen.
Abgerundet wird das Album dann von einem stilvollen gestalteten Digipak mit einem Coverartwork das für mich einen Hauch Edgar Allan Poe verbreitet.

Wünschenswert wäre das das Album die Aufmerksamkeit bekommt die es verdient und sich die Mühen der Jungs bezahlt machen, ebenso drückt man die Daumen für ein stabiles LineUp um das Album auch standesgemäss auf die Bühnenbretter zu transportieren. Und wo die Wunschfee schon grad da ist: eine Vinylversion bitte.


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Tracklist

1.Praeludium 02:05
2.The Guts of the Falun Gong 06:21
3.Gary Heidnik 06:15
4.Interludium I 01:10
5.Murder Castle 05:42
6.Collateral Murder 04:25
7.MQ1-Predator 06:24
8.Of pride and Kazim 05:18
9.Interludium II 01:30
10.Deepwater Horizon 03:58
11.My Lai '68 06:15

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