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Albuminfo

ancient - back to the land of the dead
Band:
Ancient
Album:
Back to the Land of the Dead
Genre:
Black Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
Wertung:
8.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
www.hell-is-open.de
ID:
890
Views:
658

Review

Manchmal kommen sie wieder....

Die 1992 in Norwegen gegrndeten Ancient haben in ihrer Laufbahn schon diverse Irrfahrten hinter sich die nicht immer positiv verliefen. Doch scheinbar ist man sich seiner alten Strke bewusst geworden und Frontmann Zel hat sich eine neue schlagkrftige Truppe zusammengestellt.

Hinter dem Schlagzeug sitzt mit Nick Barker jemand bei dem man sich fragt: In welcher Band hat der eigentlich noch nicht gespielt? Aber er bringt haufenweise Erfahrung mit um der alten norwegische Galeere nochmals zu neuem Schwung zu verhelfen.

Meister Zel (frher noch unter dem Namen Aphazel unterwegs) hat bei seinen Jahren in Griechenland scheinbar auch zu neuer Inspiration gefunden, vielleicht wurde er auch von der dortigen Undergroundmetalszene neu infiziert. Jedenfalls ist der Band mit "Back to the Land of the Dead" ein starkes Stck Schwarzmetall gelungen, man knnte also auch von "Back from the Land of the Dead" sprechen. Der klassisch norwegische Blackmetal wurde dabei einer kleinen Verjngungskur unterzogen um noch kraftvoller zu klingen, hintergrndig arbeiten noch dezente Keyboardelemente. Wer jetzt allerdings bei der Kombination Nick Barker, Black Metal und Keyboards an Dimmu Borgir oder Cradle of Filth denkt (oder hofft) der liegt weit daneben. Gallig vorgetragener Black Metal ist der berbau und auch das Hauptaugenmerk, genrefremde Elemente sucht man vergebens. Die Klangfarbe des Albums ist durchgehend dunkel, leicht bedrohlich und agressiv.

In all den Jahren hat sich wohl auch eine Menge kreativer Energie angestaut, beim Blick auf die Titelliste findet man 13 Songs inklusive des Bathory Covers, die Titel an sich bewegen sich dabei zwischen knapp vier und fast 10 Minuten. Also ordentlich was an Material was der Hrer hier geboten bekommt, heutzutage ist das ja leider nicht mehr so oft der Fall. Und dabei ist auch kein Ausfall zu verzeichnen, das Album ist stimmig und spannend durchkomponiert ohne Lngen aufzuweisen. Durch die Spielfreude (darf man das bei Black Metal sagen?) der einzelnen Musiker entstehen einen Menge magischer Momente in denen der Hrer gar keine Zeit hat um Langweile aufkommen zu lassen. Vor allem das Mittelstck ab "Occlude the Gates" und der "The Excruciating Journey" Triologie ist saustark und ein Meisterstck in Sachen norwegischer Black Metal. Ancient sind scheinbar eine der wenigen Bands die den Spirit der Anfangsjahre erhaben in die Neuzeit getragen haben ohne altbacken oder rckwrtsgerichtet zu klingen.

Die Flamme brennt wieder und lsst Landsmnner und Genrekollegen die zur selben Zeit gestartet sind sehr sehr alt aussehen. Die Ruhepause hat Ancient nicht geschadet, sie wurde genutzt um sich neu zu sammeln und erstarkt wieder zurckzukehren. Ich hoffe das die Schwarzwurzelgemeinde den Jungs eine Chance gibt und das Durcheinander der letzten Jahre vergisst. Den dann knnte "Back..." fr eine ordentliche berraschung sorgen.


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