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Albuminfo

coldblood - indescribable physiognomy of the devil
Band:
Coldblood
Album:
Indescribable Physiognomy of the Devil
Genre:
Death Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
Wertung:
7 / 10
Reviewdatum:
Autor:
www.hell-is-open.de
ID:
841
Views:
543

Review

Laut Promozettel sind Coldblood Deathmetal Veteranen, ich allerdings kannte die Jungs bis jetzt nicht. Vielleicht hab ich den Namen schonmal irgendwo gelesen, aber Coldblood als Bandname ist ja auch nicht so sehr auffallend und einprgsam. Egal, "Indescribable Physiognomy of the Devil" ist jedenfalls ihr drittes Album welches auch in Brasilien aufgenommen und dann in Deutschland gemixt und gemastert wurde, das nenn ich mal Globalisierung.

Das Sample zu Beginn zeigt gleich wo es lang geht, "God is dead-Satan lives". Wre das also auch geklrt. "Indescribable Physiognomy Of The Devil" als titelgebender Einstiegssong kann sich noch nicht richtig entscheiden ob er eher in die technische oder eher klassische Deathmetal Richtung geht, nebenbei ist er mir auch etwas zu lang geraten da die einzelnen Elemente zu lange bzw zu oft wiederholt werden. Unterbrochen von wstem Gekeife ist eher Gesang der Marke Brllwrfel zu hren, leider ist der wenig abwechslungsreich und ber die gesamte Albumlnge zu eintnig.
Doch das fllt nicht allzu stark ins Gewicht da die Instrumentenfraktion das durch ihre Spielfreude wieder auffngt. Denn was die an Stimmungswechseln hervorzaubern ist schon gut anhrbar, immer wieder dreht sich der musikalische Wind in eine andere Richtung. Mal klassisch todesmetallisch, mal abgehackt industriell, mal dster drohend oder abgedreht aufheulend.

Grundstzlich ist festzustellen das dieses Album gar nicht typisch sdamerikanisch klingt sondern eher wie eine gesunde Mischung aus Skandinavien und (Nord)Amerika. Normalerweise tnen Sachen aus dem sdamerikanischen Raum im Deathbereich ja eher dster, verhallt oder wie im Keller aufgenommen, gerne auch etwas songfeindlich und "normale" Hrgewohnheiten und Songarrangements ablehnend. Coldblood gehen aber wie gesagt sehr kraftvoll zu Werke, deutliche Rifflufe treffen auf unnachgibig treibendes Drumming.
Dem Werk sollte aber auch ein Hrer gegenbersitzen der aufgeschlossen ist, einfache Deathkost gibts nicht serviert. Dazu haben die Jungs viel zu viele Ideen die sie in ihre Songs einarbeiten und so ein direkt flssiger Verlauf nicht zu Stande kommt, das Album braucht ein paar Durchlufe bis man es weitesgehend erfasst hat.
Ich rate als Einstieg zu Nummer 5, dem knackig kurzen "Cocoon Of Neophyte". Dann weiter mit "Demons Of Nox" oder "Tetragrammaton". Ganz am Ende darf aber "Metaphysical Evil" bleiben, ein siebeneinhalbmintiger Brocken der Aufmerksamkeit braucht, (positiv) am Nervenkostm zerrt und die Gehirnwindungen neu anordnet. In den ersten Durchlufen ist das der am schwersten greifbare Song aufgrund seiner hibbeligen Struktur und den verschiedenen Elementen. Leider werden die zu sehr ausgeweitet und der Track dadurch auch etwas langatmig.

Zum Abschluss gibts als Bonus noch drei Albumsongs als rein instrumentale Versionen, diese funktionieren aber auch in ihrer gesangsfreien Art berraschend gut. Das zeigt das das Songwriting an sich als sehr gelungen zu bezeichnen ist, ich jedenfalls hab den Gesang nicht wirklich vermisst.

Fazit: Deathmetal aus Brasilien muss nicht immer typisch sdamerikanisch klingen, hier gibts eine Wundertte aus einem Land das scheinbar zwischen Skandinavien und Amerika liegt. Klanglich ist alles im grnen Bereich, krftig modern kommen die Titel durch die Kanle gebollert ohne bertechnisiert zu klingen. Kritikpunkt ist der eintnige Growlgesang, manchen Titel htte eine Lngenreduzierung auch gut gestanden, besonders Nummer 1 und Nummer 10 htte das gut getan. Dazwischen gibts fr aufgeschlossene Deathmetaller aber viel zu entdecken, auch wenn die Scheibe ein paar Durchlufe braucht.


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