Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen

Albuminfo

asphalt graves - the new primitive
Band:
Asphalt Graves
Album:
The New Primitive
Genre:
Death Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
Wertung:
7.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Pit
ID:
840
Views:
661

Review

See ENGLISH summary below.

Weitgehend unbeachtet im deutschen Metalunderground entstand in den letzten Monaten eine neue Supergroup des Death/Grind mit dem Namen Asphalt Graves. Angetreten sind die Amerikaner, um den 90er Classic Death/Grind zu huldigen und benennen Bands wie Nasum, Disrupt, Terrorizer und Napalm Death als Quellen ihrer Inspiration. Nun bleibt noch das Rtsel zu lften, wer bei dieser Supergroup denn nun alles mitmischt. Dieses sind: Shannon Lucas (ex-The Black Dahlia Murder, ex-All That Remains) an den Drums, Jason Netherton (Misery Index, ex-Dying Fetus) als Snger, Brent Purgason (Gwar, ex-War Torn, ex-Cannabis Corpse) am Bass und Adam Faris (ex-War Torn) an der Gitarre.
Eben dieser Jason Netherton war es, der mir krzlich beim Annis Metal Attack in Finnland ihre CD persnlich in die Hand drckte. Da ich seit 2004 ein groer Fan von Jason und seiner Combo Misery Index bin, war es selbstverstndlich, diese Scheibe hier zu reviewen.
Aufgenommen wurde das Debtalbum in drei verschiedenen Studios. So wurden in Richmond die Drums und Gitarren im Audio Schmaudio Studio sowie der Bass im Blast Castle and Slave Pit aufgenommen, whrend Jason seine Vocals im Mindscape in London, Ontario aufnahm. Gemischt wurde bereits in 2015 von Terry Smith, whrend Scott Hull in diesem Jahr das Mastern bernahm. Trotz der vielen verschiedenen Studios und Personen ist der Sound recht fett und ausgewogen ausgefallen. Die CD kommt brigens im Jewelcase mit schickem Papp-Schuber, schlichtem schwarz/roten Coverartwork. Das 4-seitige Booklet enthlt die Texte der 11 eigenen Songs. Denn mit Mass Graves befindet sich ein Disrupt und mit Time to Act ein Nasum Cover auf dem Album.
Musikalisch haben die Amis ihre Einflsse treffend umgesetzt. Die 13 Songs werden brutal nach vorne geknppelt, wie man es von Nasum, Assck, Disrupt, aber auch Napalm Death zu den Harmony Corruption-Zeiten kennt. Aber vor allem hre ich viel Misery Index in den Songs und das liegt nicht nur an der markanten Stimme von Jason, der bekanntlich bei Misery Index singt und Bass spielt. Die Drums sind unverflscht abgemischt, die Snare dezent, die Becken vielleicht etwas zu leise. Shannon Lucas berzeugt mit schnellen variablem Drumming und spielt die Doublebass mal derbe wie eine Flak, dann aber blastet er einem den Kopf in Stcke. Die Rhythmusfraktion kann mit knarziger Gitarre und Bass ebenso berzeugen, wie Jason mit seinen Vocals, die im brigen sehr angepisst klingen. Was sich sicher mit den depressiven und kritischen Zivilations-/Weltuntergangs-Texten erklren lsst.
Meine persnlichen Favoriten sind die Songs No Feast (Without Cruelty), das schnelle grindige Nasum Cover Time to Act und der 30-Sekunden-Grinder Let it Burn. berzeugend auch der sehr variabel gespielte Song Exit from Reality, der langsam und groovig startet und dann im Uptempo mit reichlich Groove das Ende des Albums markiert. Straight forward, direkt auf die Zwlf, wie es einem Misery Index Fan gut reinluft.
Nun stellt sich die Frage, was denn mit den anderen 9 Songs des Albums ist. Diese sind fr allesamt auf ihre Art gut, aber eben nicht gerade meine Baustelle. Einige der Songs sind mir zu technisch, verfrickelt und wechseln zu oft den Rhythmus. Andere wiederum wirken etwas blass oder sperrig.
Leider ist das Album auch schon nach knapp 25 Minuten vorbei. Hier wre sicher noch fr den einen oder anderen Song Platz gewesen.


Fazit: Asphalt Graves setzen mit ihrem Debtalbum ein dickes Ausrufezeichen in der Szene. Schneller brutaler Death/Grind im Stile der alten Helden Nasum, Disrupt und Napalm Death, dazu finstere, gesellschaftskritische Lyrics und Nethertons Organ lassen auch den eingefleischten Misery Index oder Dying Fetus Fan aufhorchen. Auch nach x-maligem Hren ist die Scheibe noch nicht langweilig geworden. Mit etwas weniger technischen Frickeleien und mehr Laufzeit wrde meine Bewertung hher ausfallen.

English summary: Asphalt Graves debut album kicks your ass and they show us how to do death grind in the vein of early icons like Nasum, Disrupt and Napalm Death in their Harmony Corruption times. Although the album was recorded in three different studios, the sound is very good and the instruments sound natural and each musician plays as an equal. The lyrics, dark, politically abusive and bleakly literate critique combined with Nethertons well known voice will also satisfy Misery Index or Dying Fetus fans. The New Primitive shreds brutal from beginning to end.
My favourite songs are No Feast (Without Cruelty), the fast and grindy Nasum cover Time to act and the 30-second grind track Let it burn. Impressively also the very variable Exit from reality, which starts slow and groovy and then switches into up-tempo with heavy groove and marks the end of the album. All straight forward in your face, how it is loved by a Misery Index fan.
A bit less technically fiddly and more play time would have convinced me to give a higher rating.


Lest hier weitere Details zum Review oder schreibe einen Kommentar: Forum...

Tracklist








Die letzten 1 Forumbeitrge zur Band

Mehr Diskussionen gibt es im Forum