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Albuminfo

las casas viejas - goule/h
Band:
Las Casas Viejas
Album:
Goule/H
Genre:
Black Metal
V-Datum:
Spielzeit:
50:04
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1042
Views:
630

Review

Der Bandname bedeutet "Die alten Huser", knnte sich aber auch auf den sogenannten "Casas Viejas Vorfall" beziehen. Die anarchistischen Aufstnde von 1933 wurden von der Polizei unterdrckt und 24 Zivilisten gettet. (https://en.wikipedia.org/wiki/Casas_Viejas_incident)

Und so bedrckend wie die eventuell als Namensgeber fungierenden Vorflle ist auch die Musik, das deutsch/sterreichische Kollektiv bewegt sich in den finstersten Ecken des schwarzmetallisch gefrbten Postrock. Keine Hoffnungsschimmer, keine aufmunternden Worte, keine positiven Vibes. Durch diese von urbaner Klte geprgte Landschaft fhrt uns das Sextett mittels einer atmosphrisch ineinanderbergehenden Mischung aus Black Metal, Screamo, Postrock/Postmetal, Doom und diversen anderen Elemente aus der Kategorie Schwermetall. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Gesang, mal schreiend, mal flsternd, mal klar. Die Palette reicht von gesprochenem Erzhlton in "Moribundus" bis hin zu fast schwarzmetallisch heiserem Geschrei wie in "Kein Ort 2: nicht keine Stadt und Lethargie".

Der als Dialog angelegte Text in "Moribundus" fesselt den Hrer sofort an sich whrend die Instrumente sich im Hintergrund langsam warmspielen. Nach etwas mehr als sechseinhalb Minuten expoldiert der Track dann direkt im Kopf des Hrers und zeigt die kalte, abweisende Seite der Band. Das Wechselbad der Gefhle durch das gelungene ausnutzen der laut/leise Dynamik rufen sie im Hrer noch fters hervor, mir ist das zum Ende von "Moribundus" hin nur etwas zu sehr in die Lnge gezogen.
"Kein Ort 1" startet mit einer dissonanten Geruschkulisse und berrascht dann mit dem Gesang: Das knnte auch eine verlorengegangene Aufnahme aus den 20er/30er Jahre sein, hrt es euch an und ihr wisst wie ich es meine...
Musste ich mich erst dran gewhnen, gefiel mir dann aber richtig gut. Im Zusammenspiel mit der sludgig drhnend mandernden Rythmusfraktion eine sehr feine Sache. "Kein Ort 2" geht da schon derber zur Sache, gallig finster keift einem da die Sangesstimme entgegen bevor man in eine lngere instrumentale Passage bergeht. Eruptionsartige Ausbrche der kurzen, ruppigen Art unterbrechen das Ganze immer wieder und auch die flsternde Erzhlstimme aus dem ersten Song kommt wieder zum Zuge wenn man genau hinhrt. Ich frag mich ja ob in einem "Keinort" auch der Keinohrhase wohnt...
Klaustrophobie ist bekanntermassen ja nicht die Angst vor Leuten die Klaus heissen sondern die Angst vor dem Aufenthalt in engen, geschlossenen oder berfllten Rumen. LCV setzen das Thema im gleichnamigen Titel mit passenden Klngen um, getragen von dem heiseren Schreien flirren die Gitarren im Raum um den Hrer herum und verwirren die Sinne. Spter kommen die Mauern nher und nher, doomig schwer wird der Raum immer kleiner und die Luft zum atmen knapp. Im Albumkontext zusammen mit "Erinnerung" der zugnglichste Song des Albums, einer der beiden Titel sei somit die Hrempfehlung zum Einstieg.
Das schon angesprochene "Erinnerung" beendet das Album flott postrockend und der Gesang aus dem ersten Keinort fngt den Hrer ein. Jetzt etwas melodischer und irgendwie melancholischer, vertrumter. So wie Erinnerungen ja meistens auch sind...

Die sehr guten Texte findet ihr auch alle zum nachlesen auf http://med-user.net/~lascasasviejas/ .


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Tracklist

1. Moribundus
2. Kein Ort 1: nicht die Stadt und Lethargie
3. Kein Ort 2: nicht keine Stadt und Lethargie
4. Klaustrophobie
5. Erinnerung

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