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Commander @ Chronical Moshers Open Air 2026
, Mühlteich / Hauptmannsgrün

Foto: Commander
Idyllisch – das würde einem eher nicht bei Extrem-Metal als Erstes in den Sinn kommen, dennoch begibt man sich beim Chronical Moshers Festival vorbei am Mühlteich in eine Waldlichtung (siehe oben), also Natur pur. Das hat schon was, vor allem bei heißem Wetter spenden die Bäume angenehmen Schatten.
Das Chronical Moshers ist ein fester Bestandteil unserer jährlichen Festivalaktivitäten, da es perfekt ist, um Freunde zu treffen, zu feiern und dort zwei gemütliche Outdoor-Tage zu verbringen. Das Festival wird seit fast 25 Jahren mit Engagement und vielen fleißigen Helfenden vom Metalclub Reichenbach (Sachsen) organisiert und durchgeführt. Die Preise sind moderat, die Verpflegung vielfältig, alles eher familiär, Campen kann man direkt am Gelände. Nachdem das Festival jedes Jahr ausverkauft ist, machen die Veranstalter alles richtig!

Besuch aus Bayern! Mein Highlight in diesem Jahr waren die Death-Metal Routiniers von COMMANDER.

Nick Kolar (Vocals & Guitar)
Flo Puchert (Drums)
Toby Brandl (Bass & Backings)
Steffen Augstein (Lead Guitar)

Foto: Commander
Ein paar Worte vorab zur Band.
COMMANDER formierten sich Anfang der 2000er Jahre in München. Sänger Nick ist Originalgründungsmitglied, Steffen seit 2002 dabei, Toby seit 2006 und Drummer Flo, das nicht nur altersmäßig jüngste Mitglied (2015). Sie veröffentlichten nach zwei Demos (2003/2005) mit „World’s Destructive Domination“ 2006 das erste Full-Length Album. Im Jahr 2008 folgte „The Enemies We Create“ und „Fatalis“ zehn Jahre später. „Angstridden“ wurde 2024 fertiggestellt. Mehr Infos gibt es im Interview mit Nick und Flo!

Die Band bezeichnet sich auf der Homepage als „firm, destructive unity“, das konnten sie live definitiv rüberbringen.
Foto: Commander
Man schmettert nun seit 25 Jahren astreinen Death-Metal unter die Leute, das gehört gebührend gefeiert. „Astrayed“ und „Angstridden“ von der letzten Langrille zeigten gleich zu Beginn, was Sache war: dynamischer, kraftvoller, grooviger Sound. Hier standen gewachsene Musiker auf der Bühne, die das präsentierten, für das sie stehen, ehrliche Spielfreude, fundiertes Handwerk und eine Stimme, die absolut flasht.

Nicht nur klangmäßig herrschte auf der Bühne Land unter, nein auch der Himmel passte sich an und wurde durch schwarzgraue Wolken verhüllt.
Kein Geschnörkel, tighte Riffs und Leads und eine beeindruckende Schnelligkeit von Drummer Flo.
Foto: Commander
Das „HEY“ des Frontmanns bei „Fatalis“ wurde sofort zurückgegrölt. Bei „Locust Infestation“ gab es dann kein Halten mehr, alle Arme in die Höhe, die Verbindung der Band mit dem Publikum klappte bestens. Sänger Nick kündigte mit „Not My War“ etwas „Romantik“ an, auch gut, wenn denn Romantik so klingt. In Folge dann als Implikation gleich ein kleiner Circlepit zu „Chaos Awakening“. Nun zurück auf Anfang, von der ersten Langrille ausgewählt wurden „Modern Slavery“ sowie das wunderbar vielschichtige „Disharmony“.
Der genuine Jubel war mehr als gerechtfertigt, wenn einer satten Death-Metal kann, dann die Jungs von COMMANDER! Sänger Nick verabschiedete sich mit den Worten: „Ihr bleibt in unserem Herzen, supported Metal und habt viel Spaß!“

Setlist:
  • Astrayed
  • Angstridden
  • Fatalis
  • Locust Infestation
  • Not My War
  • Chaos Awakening
  • Worlds Upon Worlds
  • Modern Slavery
  • Disharmony
  • Scorched Earth

Foto: Commander
Bericht und Fotos von ,