Im Mai 2024 erschien das erste Solowerk von KERRY KING, bekanntlich jahrzehntelang tätig für Kaliforniens Totschläger (Slayer), welche sich selbst 2019 zu Grabe getragen haben und dann ebenfalls seit 2024 für gut bezahlte Festivals immer mal wieder auferstanden sind und wahrscheinlich noch öfters auferstehen werden... aber das ist ein anderes Thema.
Das Solodebut von Herrn König wurde bei Erscheinen bereits ausführlich besprochen und steht hier bei HIO zum Nachlesen hier... bereit.
In diesem kurzen Review geht es um die gut zwei Jahre später erschienene Wiederveröffentlichung im aufgemotzten Umfang. Genau gesagt erschien das Teil am 19. Juni 2026.
Leider liegt mir das nicht physisch vor, Infotext gabs auch keinen, also berichte ich nur über das was ich habe und relevant ist, nämlich über die fünf hinzugefügten Bonustracks.
Was mich schwer überrascht hat, war die Tatsache, dass es sich hier um voll produzierte Tracks handelt, die dem fertigen Albumsound in nichts nachstehen. Mir drängt sich sogar der Verdacht auf, das Kerry King die Geschichte sicherheitshalber schonmal mit seinen Vocals aufgenommen hat, falls die Nummer mit dem Gastsänger nicht klappt. Phil Anselmo wurde ja lange im Netz gehandelt, bis dann überraschenderweise bekannt wurde, dass es Mark Osegueda von Death Angel werden würde, im Nachhinein ein Zug der sich bezahlt gemacht hat! Also da haben wir jetzt fünf Albumtracks, darunter einer meiner Favoriten, „Crucifixation“, mit des Riffmeisters Stimme. Die Phrasierungen wurden später vom Todesengelsänger mehr oder minder direkt übernommen, gute Vorarbeit von KK und ich muss sagen ich bin auch über die Gesangsleistung des Gitarreros überrascht. Das Aggressionslevel und die Dynamik ist zwar wesentlich geringer als bei Mark, aber die ein oder andere Speed/Thrash Kapelle haben ähnlich agierende Sänger, nicht schlecht für einen Typ der eigentlich "nur" die Axt schwingt, somit ist ein Durchhören der Extrasongs mit alternativ Gesang mal echt interessant, vor allem wegen der erwähnten Soundqualität.
Die vergangenen zwei Jahre haben mir auch gezeigt, dass das kein 3xhören-und-weg-Album für mich ist, sondern das sich vor allem Nummern wie das bereits erwähnte "Crucifixation", der Uptempoknaller "Everything I Hate About You" und die Groovewalze "Residue" immer wieder auf meinem Plattenteller drehen.
Also wer sich Thrasher schimpft und dieses Album noch nicht in seiner ursprünglichen Form besitzt, sollte das Nachholen und könnte sich die kürzlich erschiene Deluxeversion zulegen.
Ein neues Cover haben sie der Scheibe auch verpasst, für mich jetzt keine Verbesserung, die Erstversion gefiel mir recht gut!
Für Sammler ein weiterer Anreiz.
FROM HELL I RISE bekam von mir damals 9,0 Punkte, die gebe ich immer noch und die fünf Bonustracks sind feines aber für meine Ohren jetzt nicht existentiell wichtiges Beiwerk, interessant ist es aber auf jeden Fall und es gibt häufig viel unnötigere Zusatzliedchen.
So kann der KING noch lange weiter machen, zudem gabs in dieser Zeit einige Konzerte im kleinen Club, bei zweien davon war ich auch anwesend, schon geile Aktionen, so nah habe ich die BC Rich schon ewig nicht mehr schwingen sehen....
Wertung: 9 / 10

Gesamtlänge: 1:06:13
Label: Reigning Phoenix Music
VÖ: 19.06.2026
Tracklist
1. Kerry King - Diablo
2. Kerry King - Where I Reign
3. Kerry King - Residue
4. Kerry King - Idle Hands
5. Kerry King - Trophies Of The Tyrant
6. Kerry King - Crucifixation
7. Kerry King - Tension
8. Kerry King - Everything I Hate About You
9. Kerry King – Toxic
10. Kerry King - Two Fists
11. Kerry King - Rage
12. Kerry King - Shrapnel
13. Kerry King - From Hell I Rise
14. Kerry King - Crucifixation (Demo: Kerry King Vocals)
15. Kerry King - From Hell I Rise (Demo: Kerry King Vocals)
16. Kerry King - Two Fists (Demo: Kerry King Vocals)
17. Kerry King - Rage (Demo: Kerry King Vocals)
18. Kerry King - Trophies Of The Tyrant (Demo: Kerry King Vocals)
Band auf kerrykingofficial.com