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Thema: Review: CARNATION – Symphony in flesh, Death Metal aus Belgien< Älteres Thema | Neueres Thema >
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Total Satan
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PostIcon Geschrieben: 13.10.2026, 21:57  Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

CARNATION – Symphony in flesh

*** Review von Chris / Keitzer ***

They are back.......... Mit Symphony In Flesh besinnt sich das belgische Death-Metal-Kommando auf seine ursprünglichen Stärken und serviert ein Album, das weder um Anerkennung buhlt noch irgendwelchen Trends hinterherläuft und das ist auch gut so, wofür auch!
Hier regieren Riffs, rohe Gewalt und eine kompromisslose Liebe sowie räudiger Death Metal klingen muss und soll.
Nach den stilistischen Erweiterungen des Vorgängers Cursed Mortality wirkt das vierte Studioalbum wie eine bewusste Standortbestimmung. Experimentelle Ausflüge treten in den Hintergrund, während die Band ihre musikalischen Wurzeln wieder freilegt. Doch Symphony In Flesh ist keineswegs der verzweifelte Versuch, vergangene Erfolge zu reproduzieren. Vielmehr klingt das Material wie die konzentrierte Essenz einer Band, die inzwischen genau weiß, wo ihre Stärken liegen – und diese mit beeindruckender Konsequenz ausspielt.

Bereits der Opener „Blackmouth“ macht unmissverständlich klar, wohin die Reise geht. Tiefe Growls, sägende Gitarren und ein unerbittlicher Rhythmus bilden das Fundament eines Stücks, das sich ohne Umwege durch die Gehörgänge fräst. Carnation setzen dabei auf die bewährte Verbindung aus schwedischer Gitarrenschärfe und amerikanischer Brutalität, ohne in bloße Nostalgie abzudriften. Das Ergebnis ist ein wuchtiger Auftakt, der gleichermaßen nach verschwitztem Clubkeller und nach einer Abrissbirne im Dauerbetrieb klingt.
„Flesh-Eating Frenzy“ treibt die Intensität weiter nach oben. Mit seiner gnadenlosen Geschwindigkeit, dem punkigen Vorwärtsdrang und den hektischen Gitarrenläufen wirkt der Song wie ein kurzer, blutiger Amoklauf.
Das anschließende Titelstück „Symphony In Flesh“ beweist dagegen, dass Brutalität nicht ausschließlich über Geschwindigkeit funktioniert. Wechsel zwischen schleppender Schwere und Blastbeats verleihen dem Track eine dynamische Struktur.
Dass Carnation auch mit reduziertem Tempo maximale Wirkung erzielen können, zeigt „Kingdom Of Dreams“. Ein massiver Groove und ein beinahe marschierender Rhythmus verleihen dem Song eine bedrohliche Schwere. Die Gitarren walzen sich durch das Arrangement, ohne dessen Spannung vorzeitig aufzulösen. Gerade diese Fähigkeit, einzelne Riffs wirken zu lassen, unterscheidet ein gutes Death-Metal-Album von einer bloßen Aneinanderreihung möglichst extremer Passagen.

Ein weiterer Höhepunkt ist „Labyrinth Of Silence“. Der Song erweitert das Klangbild um eine düstere, beinahe hypnotische Atmosphäre und verbindet diese mit druckvollen Midtempo-Passagen und plötzlichen Tempoverschärfungen. Die Komposition wirkt weniger wie ein direkter Angriff als vielmehr wie ein Abstieg in einen klaustrophobischen Abgrund.
Mit „Towards Death“ folgt anschließend ein kompromissloser Nackenschlag. Der Song setzt auf galoppierende Rhythmen, bissige Vocals und eine Direktheit, die sich geradezu für den Einsatz auf der Bühne aufdrängt.
Den eigentlichen Schlusspunkt setzt „Legacy Of The Forefathers“. Mit einer Spielzeit von über 11Minuten1!!!!(nein, keine Maiden Hymne) hebt sich das Stück deutlich vom ansonsten kompakten Songwriting des Albums ab.  Düsterere Passagen gehen in massive Ausbrüche über, während die Band immer wieder zu jener rohen Energie zurückfindet, die das gesamte Album prägt. Der ausgedehnte Abschluss wirkt dabei wie eine Verbeugung vor den Pionieren des Genres – respektvoll, aber keineswegs kraftlos.
Natürlich erfinden die Belgier das Genre nicht neu. Wer auf radikale stilistische Experimente, überraschende Wendungen oder progressive Grenzüberschreitungen hofft, dürfte an anderer Stelle glücklicher werden. Auch Symphony In Flesh kann sich diesem Vorwurf nicht vollständig entziehen. Einige Passagen bewegen sich bewusst innerhalb vertrauter Genregrenzen.
Doch genau darin liegt zugleich die Stärke dieses Albums. Carnation verstehen, dass Old-School Death Metal nicht zwangsläufig altbacken klingen muss. Entscheidend ist die Qualität der Riffs, das Gespür für Dynamik und die Fähigkeit, aus bekannten Zutaten eigenständige Songs zu formen. Und genau diese Disziplin zeichnet Symphony In Flesh aus. Die Band wirkt fokussiert, hungrig und musikalisch gefestigt. Die Eigenveröffentlichung unterstreicht zudem den Eindruck einer Gruppe, die ihren Weg selbst bestimmen möchte.
Carnation liefern den Abriss, den der Underground verdient. Punkt, aus!

Wertung: 8,5 / 10




Gesamtlänge: 43:00
Label:Self-Release
VÖ: 16.10.2026

Tracklist
01. Blackmouth
02. Flesh-Eating Frenzy
03. Symphony in Flesh
04. Kingdom of Dreams
05. Labyrinth of Silence
06. Towards Death
07. Twisted Visions
08. Boundless Pathways
09. Legacy of the Forefathers

Band auf carnationband.com


Bearbeitet von UnDerTaker an 13.10.2026, 21:57

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Total Satan
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Mitglied Bewertung: 4.64
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PostIcon Geschrieben: 14.10.2026, 14:45 Skip to the previous post in this topic.  Ignore posts   QUOTE

Die Vorab-Songs gingen jedenfalls schon mal in die richtige Richtung! Das letzte Album ging mir gar nicht rein, so wie es sich liest, ist die Band wieder in der Spur !

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1 Antworten seit 13.10.2026, 21:57 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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