Am 30. Mai 2026 fand im Mainzer Live-Club M8 erstmals die „Nacht des Unwesens – ein primitives Zwischenspiel“ statt. Ausgerichtet wurde das Event von den Machern des Blackest Path, um Black Metal-Fans die lange Wartezeit zwischen zwei regulären Blackest Path-Ausgaben zu verkürzen. Primitiv war an diesem Abend allerdings höchstens der Untertitel, denn musikalisch, organisatorisch und atmosphärisch präsentierte sich die Veranstaltung deutlich stärker, als es der Name vermuten ließ.
Unter der klaren Zwischenüberschrift „No Gods, No Masters, No Fascists“ wurde ein stark ausgewähltes Billing präsentiert, das lokale Black Metal-Größen mit hochkarätigen Bands aus Deutschland verband. Das Konzept ging auf: Der große Raum des M8 füllte sich mit zahlreichen Fans und man stand kurz davor, das „Ausverkauft“-Schild an die Tür hängen zu können.
Bereits beim Opener Kohlrabenschwarz war die Hütte gut gefüllt. Die Band legte engagiert los, sorgte früh für Bewegung im Raum und konnte sich über textsichere Unterstützung aus dem Publikum freuen.
Nemesis Sopor aus dem Raum Dresden setzten anschließend auf melodischen Black Metal mit deutschen, philosophisch geprägten Texten. Die Band überzeugte mit einer intensiven Darbietung, die sowohl musikalisch als auch inhaltlich Tiefe erkennen ließ.
Auch bei Agathodaimon war der Konzertraum brechend voll. Die Fans wurden mit einem starken Set belohnt, das druckvoll, atmosphärisch und routiniert dargeboten wurde. Die Band hatte das Publikum mit ihrem Dark/Black Metal schnell auf ihrer Seite und wurde entsprechend gefeiert.
Unterm Strich konnte jede Band des Abends auf ihre eigene Weise überzeugen.
Wie gewohnt konnte man im Vorraum Merchandise aller Bands erwerben und die Musiker dort auch persönlich treffen. Das Team hinter der Getränketheke war, trotz der Hitze, immer emsig und schaffte es die durstigen Fans ohne größere Wartezeiten mit der großen Auswahl an Getränken zu versorgen. Die Getränkepreise blieben erfreulich erschwinglich, die Stimmung war durchweg friedlich, interessiert und begeistert. Im Innenhof bot sich zwischen den Auftritten die Möglichkeit, kurz abzukühlen, Luft zu holen und sich mit Freunden oder Gleichgesinnten auszutauschen.
So wurde die erste „Nacht des Unwesens“ zu einem sehr gelungenen Abend, der bewies, dass auch ein „primitives Zwischenspiel“ mit starkem Billing, guter Organisation und leidenschaftlichem Publikum zu einem kleinen schwarzen Fest werden kann. Ein heißer Mai-Abend im besten Sinne, der definitiv Lust auf mehr Black Metal gemacht hat.
Bericht und Fotos von Pit aka UnDerTaker,
