Metal Meeting - die zweite Runde
Wien präsentierte sich an diesem Tag mit herrlichem Wetter. Für die Veranstaltung wurde wieder die Arena zu Wien ausgewählt. Das Tor öffnete bereits am frühen Nachmittag und langsam trudelten die ersten Besucher ein.Das Gelände besteht aus einem sehr großen Außenbereich mit einer Open-Air Bühne, die leider nicht genutzt wurde und zwei Indoor-Bühnen, nämlich die große Arena Stage, sowie eine relativ kleine Bühne, genannt District 19 Stage. Auch eine Bar ist am Gelände angesiedelt, sie befindet sich am Ende des Areals, bestens ausgestattet mit Außen- und Innengastronomie. Dieses Jahr erwartete uns ein etwas erweiterter Food Bereich im Innenhof, die Merchandise Stände befanden sich in den Hallen. Es gab allerorts Theken, bestückt mit einer sehr netten Crew. Da man eigentlich nie lange warten musste, haben wir natürlich des Öfteren unseren Durst gestillt.
Der Auftritt einer meiner absoluten Lieblingsbands stand jedoch bald an, also schneller Wechsel in die große Halle zu DESASTER (noch am Soundcheck). Die nächste dreiviertel Stunde war die Arena fest in teutonischer Hand! Sie sind seit nun fast 30 Jahren in Sachen Death/Thrash Metal
Nachfolgend im kleineren District 19 und seit den achtziger Jahren österreichischer Kult im Bereich Death Metal, das Klagenfurter Dreiergespann DISHARMONIC ORCHESTRA. Zuerst leider soundtechnisch nicht einwandfrei, im Laufe der Spielzeit haben sie die bis fast auf den letzten Zentimeter gefüllte Halle doch noch für sich gewonnen. Technisch anspruchsvoll, solide und noch lange nicht zum alten Eisen gehörend!
Auch bei der schwedischen Metal-Militia ENTRAILSlief es soundtechnisch anfangs nicht rund. Dies bekam man in den Griff und somit konnten die Nordländer ihre ganze Wucht entfalten und boten schönen brutalen Old-School Death Metal.
Hier sein Review: Schon der Opener In A Dream ebnet den Weg in ein großartiges Konzert, das ja ausschließlich aus Titeln der Klassiker „Clouds“ und „Wildhoney“ besteht. Auch, wenn Edlund – zumindest von weiten – ein Bild des Jammers abgibt , so ist er einigermaßen bei Stimme, die im Laufe des Abends nachlässt, aber nie versagt. Und dennoch, oder wahrscheinlich gerade deswegen, spürt man bis in die letzte Reihe, wie sehr Johan Edlund die Songs von TIAMAT lebt und liebt. Mit jeder Phase seines ausgemergelten Körpers transportiert er enorme Emotionen. Und dann sind da noch die großartigen Songs wie „The Sleeping Beauty“, „Whatever That Hurts“ oder „The Ar“. Zudem ist die Begleitbande Edlunds extrem tight, wenngleich der Sound nicht nur bei der Stimme etwas fetter hätte sein können. Und als Gaia erklingt, da ist sich jeder sicher, dass er etwas ganz Großartiges gesehen hat.
Setlist (ohne Gewähr)
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In a Dream
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Clouds
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Smell of Incense
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A Caress of Stars
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The Sleeping Beauty
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Forever Burning Flames
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The Scapegoat
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Whatever That Hurts
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The Ar
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Visionaire
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Gaia
Setlist (ohne Gewähr)
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To War!
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Winterbane
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Ashes of the Damned
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Warriors (cover)
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Nebular Ravens Winter (Immortal cover)
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In My Kingdom Cold (Immortal cover)
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Tyrants (Immortal cover)
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The Rise of Darkness (Immortal cover)
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One by One (Immortal cover)
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Count the Dead
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All Shall Fall (Immortal cover)
Setlist (ohne Gewähr)
- Panzer Division Marduk
- Baptism by Fire
- The Blond Beast
- Of Hell's Fire
- The Levelling Dust
- Werwolf
- Cloven Hoof
- Wolves
- Throne of Rats
- Equestrian Bloodlust
- Burn My Coffin
- Into Utter Madness
„Wien, das war extrem lässig!“, wie unsere Hamburger Nachbarn so treffend resümierten!
Wir sind schon sehr gespannt auf die Fortsetzung 2019 in Wien mit…??
Bericht und Fotos von
Petra Welles,
26.06.2018
