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Albuminfo

neige et noirceur - verglapolis
Band:
Neige et Noirceur
Album:
Verglapolis
Genre:
Black Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
46:00
Wertung:
8.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
982
Views:
601

Review

Ordentliches Tempo legt das kanadische One Man Projekt da vor, Mitte 2016 erschien "Les Tnbres Modernes". Nun liegt mit "Verglapolis" schon ein neues Album vor. Das ist halt der Vorteil eines Einzelkmpfers, du musst auf niemanden warten oder auf irgendwas Rcksicht nehmen.

Allerdings ist das hier kein Fliessbandprodukt, das neue Werk unterscheidet sich doch etwas vom Vorgnger. Anhnger vom reinen Black Metal wird man damit aber immer noch nicht bekehren, denn Alleinherrscher Spiritus setzt weiterhin auf elektronische Untersttzung. Diese ussert sich allerdings nicht durch eine schlecht programmierte Drummachine wie man das von vielen Einmannbands kennt sondern unterstreicht usserst gelungen die klirrend kalte Atmosphre der einzelnen Songs. Dadurch hat das meistens nicht mehr viel mit Black Metal an sich zu tun sondern klingt eher wie ein alptraumartiger Soundtrack.

Beim Hrgenuss mit den empfohlenen Kopfhrern umgibt einen so eine beklemmende Dunkelheit, die Musik zeichnet menschenfeindliche Landschaften in deinen Kopf aufgrund ihrer negativ abweisenden Art. Stellenweise sind es wie gesagt gar keine richtigen Songs sondern eher frostige Soundcollagen ohne Halte- und Orientierungspunkt fr den Hrer, man knnte auch Antimusik sagen.
"Pluie verglaante et brouillard de glace" entreisst einen dann aus diesem Alptraum indem es mit gewohnt schwarzmetallischem Drumming aufwartet. In Kombination mit dem hymnisch anklagenden Gesang ergibt sich eine Sogwirkung die einen dann doch wieder in das Tal der Finsternis entfhrt.
Dort angekommen bittet "nergie noire" zum finalen Tanz, passend zum Songnamen verstrmt auch dieser keinerlei Hoffnung sondern verstrt mit wstem Getrommel und einem Gesang der direkt aus dem Hllenschlund zu kommen scheint und klter ist als jede Polarnacht.
Das darauf folgende "Ruines lectriques" ist ein Titel aus der Feder von Bte Lumineuse, einem kanadischen Experimental Noise/Drone/Ambient Projekt, und so klingt es dann auch. 12 rein elektronische Minuten stellen nochmal alle Hrgewohnheiten auf den Kopf und loten die musikalische Toleranzgrenze des Hrers neu aus. In Zusammenhang mit ersten Drittel des Albums passt das durch seine menschenfremde Art und Darreichungsform aber perfekt als Albumabschluss.

Ein Album das die Begriffe Songstruktur und Songwriting und die klassische Erwartungshaltung an ein Album komplett in Frage stellt, durch seinen abweisenden und inhumanen Charakter aber mehr Black Metal ist als so manche Kaspertruppe die sich so in dem Genreteich bewegt.

Inspiration und thematischer berbau des Albums ist brigens der Eissturm in Kanada von 1998, mehr dazu erfahrt ihr z.B hier: https://out-of-canada.olehelmhausen.de/eisstur....en-sarg . Knnte eventuell ganz wichtig sein um im Albumkontext die Atmosphre des Werkes zu verstehen und nachzuvollziehen.


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Tracklist

1- Le monde est une fort noire
2- L hiver de force
3- Nordet / les premires neiges
4- Pluie verglaante et brouillard de glace
5- nergie noire
6- Ruines lectriques*
* Ruines lectriques is the work of Bte Lumineuse

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