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Albuminfo

ragnarok - psychopathology
Band:
Ragnarok
Album:
Psychopathology
Genre:
Black Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
www.hell-is-open.de
ID:
802
Views:
593

Review

Seit 1994 sind die Norweger schon dabei. Und ich lehne mich glaube ich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte das "Psychopathology" das beste Album ihrer bisherigen Laufbahn ist. Vielleicht hat der Wechsel in der Bandbesetzung was damit zu tun? Jonto hat den Platz hinter dem Schlagzeug verlassen und ist als Frontmann am Mikro wiederzufinden, seinen Platz hat Dauden Drummer Malignant eingenommen.
Doch worauf fusst meine Prophezeihung? Grsstenteils auf der berragenden Qualitt der Scheibe, denn obwohl Ragnarok schon so lange dabei klingt hier absolut nix altbacken oder abgenutzt, im Vergleich zum Vorgnger "Malediction" wirken sie so fit und agil wie selten zuvor und haben sogar noch eine Schippe draufgepackt. Und dieses Pfund haben sie in Atmosphre und Songwriting investiert, anders ist diese unfassbare Dichte innerhalb der Songs nicht zu erklren.
Im Grunde genommen ist es immer noch klassischer Blackmetal der sich keinerlei neuartiger Strmung anbiedert, auf unntiges Fllmaterial wird grundlegend verzichtet da die Tracks das berhaupt nicht ntig haben. Auffllig ist auch das Ragnarok nicht durchgngig auf Blastbeats setzen sondern der Doublebass auch mal eine Pause gnnen.
Anbetungswrdige Momente gibts auf der Platte eine Menge, beispielhaft sei hier "I Hate" genannt der nach einer Minute das Tempo etwas verschleppt und von einem gttlichen Gitarrenspiel unterlegt ist. Oder auch der melodische Chorusteil von "Infernal Majesty", hymnenhaft und erhaben. "Heretic", das ab Minute 2.30 eine Akustikgitarre einsetzt und fast schon klassisch metallisch klingt.......

Das erstaunliche ist das sie es schaffen ohne viele Mittel eine absolut packende und intensive Stimmung zu erzeugen. Trotz all der Dunkelheit strahlt dieses Album glanzvoll und mchtig. Kein Intro, kein Outro, keinerlei Zwischenspiele. All das brauchen sie nicht, die Songs gehen quasi direkt ineinander ber, bilden eine Einheit und knnen trotzdem problemlos auch fr sich selbst stehen. Vor allem scheinen ihnen die Ideen in Sachen Gitarrenvirtuositt nicht auszugehen, diese sprhen geradezu vor Spielfreude und nordisch-kalter Eleganz. Das sorgt dafr das selbst ein nicht ganz so melodisch durchkomponierter Song wie "Into the Abyss" oder "Lies" noch zum absoluten Ohrenschmeichler wird.
Und ich mchte auch den Drumsound loben, null Trigger oder hnliches zu hren, es klingt komplett natrlich und bodenstndig. Dabei drngt es sich noch nicht mal zu sehr in den Vordergrund sondern bleibt klanglich den anderen Instrumenten ebenbrdig. Es ist immer da und auch jederzeit klar vernehmbar und antreibend, nie aber zu dominant oder alles vernichtend.
Auf dem grossartigen Artwork von Marcelo Vasco der auch schon fr Slayer, Machine Head oder Dimmu Borgir gearbeitet hat gibt es so viel zu entdecken das sich eigentlich die Frage ob Cd oder Vinyl berhaupt nicht stellt, hier bringt nur das LP Format dieses Meisterwerk wrdevoll zur Geltung.
Zusammengefasst ein kommender Genremeilenstein im Bereich Black Metal der zweiten Generation an dem kein Schwarzmetaller vorbeikommt und der ein deutliches Ausrufezeichen in Sachen Atmosphre und Virtuositt setzt.


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