Albuminfo
Band:
FLESHCRAWL
Album:
Epitome of Carnage
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
12.06.2026
Label:
Spielzeit:
48:15
Wertung:
9 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Oli
ID:
1681
Views:
446
Review
Es hat sich einiges getan seit der Gründung im Jahre 1987, damals noch unter dem Namen Morgöth, welcher aber nach einem kurzen Zwischenspiel als Suffocation schlussendlich in FLESHCRAWL geändert wurde und unter diesem Banner erschien 1991 mit Lost in Grave die erste EP.
Seit Beginn hält Bastian Herzog (Trommler), das einzige noch verbliebene Urmitglied, die Fahne der Truppe aus Illertissen hoch.
Nach einigen Besetzungswechseln kann eine der wichtigsten Bands im deutschen Death Metal auf mittlerweile 10 Alben und viele erfolgreiche Tourneen und Auftritte zurückblicken, leider auch auf den viel zu frühen Verlust ihres charismatischen Sängers Sven Gross (aktiv bei FC 1997-2021).
Heute konzentrieren wir uns aber auf den neuesten Output der Combo, auch gerne als die deutschen Dismember bezeichnet. Im Albumtitel EPITOME OF CRANAGE klingt gleich noch eine weitere schwedische HM-2 Kultband mit an.
Deren Demoklassiker "The Day Man Lost" gehört seit vielen Jahren zum festen Repertoire des Quintetts aus Bayern und wurde auch auf FC´s wohl bekanntestem Album AS BLOOD RAINS FROM THE SKY (2000) in Stahl gegossen. Dieses Kleinod Death Metals aus deutschen Landen ist auch mein persönlicher Favorit. Im Vergleich zu den schwedischen Einflusskapellen wurde bei Fleshcrawl schon immer wesentlich häufiger der Knüppel aus dem Sack geholt und ordentlich brachial geholzt. So geht es auch gleich mit dem Opener, zudem erste Vorabsingle, der neuen Langrille "Blood Dominion" gnadenlos vorwärts, der Sound drückt und scheppert massiv, die harte Snare knallt einem direkt ins Gesicht. Zu Produktionsort & Team liegen mir leider keine Infos vor, auf jeden Fall mehr als hörenswert, gut gemachter Job! Über die Albumlänge von gut 48 Minuten auf zwölf Happen aufgeteilt, bekommt der Hörer aber alles was er sich von feinstem Schwedenfutter erhofft, Geballer, treibendendes Midtempo, DoubleBassFeuer, aber auch tragend, melodisch und schwere Parts drängen Richtung Ohrmuschel. Zu süßlich und IM-belastet wie beispielsweise ihre Stockholmer Kollegen, deren Bandname mit der Note Dis beginnt, ihren Weg des öfteren mal einschlagen, gehen die Illertisser nicht. Bei der zweiten Vorabsingle "Embers of Wrath" geht´s dann aber doch schonmal in Richtung Göteborg, nicht mein Ding, aber wie immer alles Geschmacksache.
Ansonsten zündet das neue Machwerk von Basti & Co bei mir sehr angenehm.
Die straighte Schwedenklatsche "Reign Forever", der letzte Track der A Seite, sowie das starke "Path of Thorns" mit seinem getragenen Mittelteil inklusive klagender Leadgitarre zählen zu meinen persönlichen Highlights. Mit Songs wie "Rebuilt from Flesh" und Rausschmeißer "Of Fire and Flesh" wird die Tradition von "Fleischsongs" zudem fortgeführt. Frontgrunzer Boris hört man mit seinen kräftigen klassischen Death Grunts ja zum ersten Mal auf Konserve. Das war und ist mit Sicherheit nicht leicht in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten, vor allem Live wird der ein oder andere Probleme haben, aber das liegt mit Sicherheit am Verlust von Sven und nicht an der Leistung des Nachfolgers (nebenbei sei erwähnt, dass ich auch selbst im Kreise der möglichen Sänger stand).
Gebt der Truppe auch im Jahre 39 ihres Bestehens eine Chance und schaut euch den Krawall bei einem Konzert an, dann gespickt mit vielen tollen neuen Liedern! Ein starkes Zeichen von FLESHCRAWL!!!
Lest hier weitere Details zum Review oder schreibe einen Kommentar: Forum...
Seit Beginn hält Bastian Herzog (Trommler), das einzige noch verbliebene Urmitglied, die Fahne der Truppe aus Illertissen hoch.
Nach einigen Besetzungswechseln kann eine der wichtigsten Bands im deutschen Death Metal auf mittlerweile 10 Alben und viele erfolgreiche Tourneen und Auftritte zurückblicken, leider auch auf den viel zu frühen Verlust ihres charismatischen Sängers Sven Gross (aktiv bei FC 1997-2021).
Heute konzentrieren wir uns aber auf den neuesten Output der Combo, auch gerne als die deutschen Dismember bezeichnet. Im Albumtitel EPITOME OF CRANAGE klingt gleich noch eine weitere schwedische HM-2 Kultband mit an.
Deren Demoklassiker "The Day Man Lost" gehört seit vielen Jahren zum festen Repertoire des Quintetts aus Bayern und wurde auch auf FC´s wohl bekanntestem Album AS BLOOD RAINS FROM THE SKY (2000) in Stahl gegossen. Dieses Kleinod Death Metals aus deutschen Landen ist auch mein persönlicher Favorit. Im Vergleich zu den schwedischen Einflusskapellen wurde bei Fleshcrawl schon immer wesentlich häufiger der Knüppel aus dem Sack geholt und ordentlich brachial geholzt. So geht es auch gleich mit dem Opener, zudem erste Vorabsingle, der neuen Langrille "Blood Dominion" gnadenlos vorwärts, der Sound drückt und scheppert massiv, die harte Snare knallt einem direkt ins Gesicht. Zu Produktionsort & Team liegen mir leider keine Infos vor, auf jeden Fall mehr als hörenswert, gut gemachter Job! Über die Albumlänge von gut 48 Minuten auf zwölf Happen aufgeteilt, bekommt der Hörer aber alles was er sich von feinstem Schwedenfutter erhofft, Geballer, treibendendes Midtempo, DoubleBassFeuer, aber auch tragend, melodisch und schwere Parts drängen Richtung Ohrmuschel. Zu süßlich und IM-belastet wie beispielsweise ihre Stockholmer Kollegen, deren Bandname mit der Note Dis beginnt, ihren Weg des öfteren mal einschlagen, gehen die Illertisser nicht. Bei der zweiten Vorabsingle "Embers of Wrath" geht´s dann aber doch schonmal in Richtung Göteborg, nicht mein Ding, aber wie immer alles Geschmacksache.
Ansonsten zündet das neue Machwerk von Basti & Co bei mir sehr angenehm.
Die straighte Schwedenklatsche "Reign Forever", der letzte Track der A Seite, sowie das starke "Path of Thorns" mit seinem getragenen Mittelteil inklusive klagender Leadgitarre zählen zu meinen persönlichen Highlights. Mit Songs wie "Rebuilt from Flesh" und Rausschmeißer "Of Fire and Flesh" wird die Tradition von "Fleischsongs" zudem fortgeführt. Frontgrunzer Boris hört man mit seinen kräftigen klassischen Death Grunts ja zum ersten Mal auf Konserve. Das war und ist mit Sicherheit nicht leicht in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten, vor allem Live wird der ein oder andere Probleme haben, aber das liegt mit Sicherheit am Verlust von Sven und nicht an der Leistung des Nachfolgers (nebenbei sei erwähnt, dass ich auch selbst im Kreise der möglichen Sänger stand).
Gebt der Truppe auch im Jahre 39 ihres Bestehens eine Chance und schaut euch den Krawall bei einem Konzert an, dann gespickt mit vielen tollen neuen Liedern! Ein starkes Zeichen von FLESHCRAWL!!!
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Kommentare
Es wurden bisher 2 Kommentare abgegeben.
Tracklist
1. Blood Dominion 04:14
2. Chapel of Guts 05:44
3. Grave Messiah 04:01
4. Embers of Wrath 03:25
5. Committed to Suffer 03:55
6. Reign Forever 03:50
7. Chronicles of Bloodshed 01:08
8. Rebuilt from Flesh 03:54
9. Orphan God 03:51
10. Path of Thorns 05:22
11. Heralds of Death 04:08
12. Of Fire and Flesh 04:43
2. Chapel of Guts 05:44
3. Grave Messiah 04:01
4. Embers of Wrath 03:25
5. Committed to Suffer 03:55
6. Reign Forever 03:50
7. Chronicles of Bloodshed 01:08
8. Rebuilt from Flesh 03:54
9. Orphan God 03:51
10. Path of Thorns 05:22
11. Heralds of Death 04:08
12. Of Fire and Flesh 04:43
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