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Albuminfo

profanity - fragments of solace
Band:
Profanity
Album:
Fragments of Solace
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
40:34
Wertung:
9 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Oli
ID:
1440
Views:
355

Review

1993 gründete Cheffiedler Thomas Sartor die Augsburger Combo und wollte fortan dem extremen Metal frönen, der, stark von den Größen des frühen, klassischen, Brutal & Technical Death Metals der 1990er Szene in den U.S of A. beeinflusst wurde. Mit dem langjährigen musikalischen Verbündeten Armin Hassmann (seit 1996) hinter der Schießbude und Basser Daniel Unzner veröffentlichte man 1997 sein Debüt "Shadows to Fall". Nach der zweiten Scheibe im Milleniumjahr sowie einer Single und Support-Act für Cryptopsy 2002, wurde es ein paar Jahre still um die Band. 2014 kehrte man u.a. mit einer vielbeachteten EP zurück. Drei Lenze danach gabs den Vorgänger zum aktuellen Output und zwar die dritte Full-Length "The Art of Sickness". Die Kapelle erhielt dafür vielerorts gute Kritiken und enthielt das bis dato stärkste Material der Truppe.
Nun im Corona-Jahr 2020 erscheint Machwerk Nummer 4 mit dem Titel "Fragments of Solace". Auf diesem hört man zum ersten Male Lukas Haidinger am Tieftöner. Der Herr ist schwer aktiv und wirkt u.a. bei Distaste & dem sehr blastlastigen Quartett "Vor die Hunde" aus Passau mit. Nebenbei betreibt er auch das Deep Deep Pressure Studio in dem das Trio die neue Langrille eingezimmert hat. Über die Jahre erhöhten Profanity ihr technischen Level,was sich auch hörbar auf die Songs auswirkte. Für die Neuerscheinung sind dabei sieben sehr abwechslungsreiche Stücke, mit 40 Minuten Spielzeit insgesamt, herausgekommen. Eröffnet wird das Album, direkt und ohne Vorwarnung, vom sehr starken "Disputet Territory", welches auch zugleich schon den ersten Gastmusikerbeitrag, von insgesamt fünf, enthält und zwar in Form eines berauschenden Solo von Dave Suzuki (vielen noch bekannt von Vital Remains, jetzt bei Churchburn). Das weitere musikalische Feld ist somit abgesteckt. Technischer Death Metal mit vielen Riff-,Tempi- und Rhythmuswechseln. Die einzelnen Songs überstrapazieren aber nicht und sind in der Lage einen mitzunehmen, da hier nicht willenlos gefrickelt wird, sondern die wilden schnellen Parts wechseln sich immer wieder mit groovigen und melodischen Parts ab und machen somit eine nachvollziehbare Struktur trotz aller Komplexität einfacher hörbar. Die genannten Rhythmuswechsel kommen meiner Meinung nach bei einem Song wie "Ceremony of the Rotten" herrlich zum tragen. Für dieses Stück konnte man sich,ebenfalls für ein Guest-Lead, die Fingerakkrobatikkünste von keinem Geringeren als Terrance Hobbs sichern, bekanntlich Saitenhexer bei Suffocation, die zu den größten Einflüssen der Band zählen (deren Klassiker "Catatonia" haben Profanity erfolgreich gecovert und auf einer Split mit Sinister 2018 veröffentlicht). Die Spiellänge des Septetts variiert zwischen knackigen zwei Minuten (dem flotten ziemlich straighten Rausschmeißer) und einem 9-minütigen Melodic-Highlight, welches man in die Albummitte setzte und "Where forever starts" betitelt ist. Bei besagtem Stück ist auch der ehemalige Basser Martl Bauer (1995-97/2000-13)als Gast zu hören. Mit anmutenden tiefen Orgeltönen wird der Track eröffnet und gibt dann mit die besten Gitarren- und Bassläufe des Albums wieder. Getrommelt wird ebenso in allen Geschwindigkeitsbereichen, vornehmlich hier jedoch längere Strecken "bedächtig". Nach zweieinhalb Minuten setzt zudem erst das tiefe Organ von Thomas Sartor ein,dessen angenehm krafttvolle Stimme über die komplette Albumlänge die Songs noch "verschönert". Alles wurde in einem perfekten Mischungsverhältnis in Szene gesetzt. Der Bassmann Haidinger versteht sein Handwerk nicht nur an den dicken Saiten sondern auch an den Reglern im Studio. Ein trockener jedoch nicht zu klarer Sound,der vor allem im Gitarrenbereich echt top ist. Obwohl nur ein Gitarrist vorhanden ist, hat man zwei Gitarrenspuren eingespielt, die schön links/rechts gesetzt wurden. Neben der heimischen Stereoanlage oder im Auto, macht dieses Album speziell auch über Kopfhörer Spaß, da man damit ganz genau die vielen tollen variablen Läufe mit seinen Lauschern noch besser verfolgen kann (man höre nur mal kurz das Ende von Track #2,die süßlichen Melodeien zwirbeln sich direkt hoch bis in den Hypothalamus). Das viele Gerede über Melodien soll jetzt aber nicht die Brutalofraktion abschrecken, hier gibt´s auch noch genug auf die Zwölf und der GrunzGurgel Beitrag von Dimitry Orlov (Fetal Decay) in "Towards the sun" wird da sicherlich von entsprechenden Fans abgefeiert.
Anscheinend aber, wurde das Potential dieser facettenreichen Death Metal Scheibe mit technischem Anspruch jedoch nicht von einem passenden Label erkannt und somit haben die Mannen um Thomas Sartor alles selbst (inkl. Kosten) in die Hand genommen, nur das Zeichnen des Covers hat man noch abgegeben an die Feder des Italieners Federico Musetti. Ein wirklich gelungenes Album und so viel Einsatz gehört gelobt und belohnt. KAUFEN!!!
Nebenbei, der Schreiberling hatte schon das Vergnügen die sympathischen Herren aus nächster Nähe live zu begutachten und ich kann nur bestätigen, dass das Gehörte nicht nur auf Tonkonserve erbracht wird, sondern mit ordentlich Wumms und Können auch auf der Bühne umgesetzt wird. Hoffen wir, dass das nächstes Jahr wieder möglich ist und man diese Mannschaft erneut live on stage bestaunen kann. Also nochmal, unterstützt die Band, kauft, kauft, kauft dieses Album!!!



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Tracklist

01. Disputed Territory
02. Progenitor of the Blaze
03. Reckless Souls
04. Where Forever Starts
05. Towards the Sun
06. Ceremony of the Rotten
07. The Autopsy

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