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Albuminfo

chaedrist - chaotheosis
Band:
Chaedrist
Album:
Chaotheosis
Genre:
Black Metal
VÖ-Datum:
Spielzeit:
40:14
Wertung:
9 / 10
Reviewdatum:
Autor:
TerminalVelocity
ID:
1275
Views:
502

Review

Es sind nun schon einige Monde ins Land gegangen, seit Chaedrist mit "Grandevality" ihren vielbeachteten Einstand gaben, und das kurz vor seiner Veröffentlichung stehende, zweite Werk "Chaotheosis" zeigt nun überdeutlich, dass man einmal mehr die Ohren spitzen sollte wenn einem der Sinn nach einer guten und vor allem extrem eigenständigen Mischung aus Death und Black Metal steht.

Ursprünglich von Sänger Steff, der für einen großen Teil der lyrischen Komponente verantwortlich zeichnet, ins Leben gerufen, sind Chaedrist inzwischen zu einem schlagkräftigen Quartett gewachsen, das bereits mehrfach im Bühnennahkampf sein Talent unter Beweis stellen konnte.

Mit etwas mehr als 40 Minuten Spielzeit hält "Chaotheosis" mühelos mit seinem Vorgänger mit, zehn Songs (das stimmungsvolle Intro eingeschlossen) lauern nur darauf, Schallwandler in Brand setzen zu dürfen.
Abermals gestaltet man den lyrischen Teil des Albums nicht in einer einzelnen Sprache, nein, ganze Fünf müssen es sein, neben Deutsch, Mittelhochdeutsch und Englisch finden auch Latein und Norwegisch ihren Platz im Universum der "Chaotheosis". Und wiederum gehören die Lyrics zu den stärksten Argumenten, die das Album in die Waagschale wirft im Ringen um eine Note, auch wenn der eine oder andere Vers dem sprachlich nur mäßig gebildeten Hörer einiges Kopfzerbrechen bereiten wird. Das sollte aber niemanden davon abhalten, dem Album seine Aufmerksamkeit zu schenken.

Überhaupt - Chaos. Das Leitmotiv der Scheibe, mithin auch Leitmotiv des Schaffens der Band im Allgemeinen, das Sich-Nicht-Festlegenwollen, weder lyrisch noch musikalisch, gereicht auch in diesem Fall dem fertigen Produkt zweifellos wieder zur Ehre. Die Stärke liegt abermals weniger in einer überirdischen Instrumentalakrobatik oder dem Streben nach Extremen. Vielmehr sind es Abwechslungsreichtum und ein breites Spektrum an Stimmungen und Lyrik, die "Chaotheosis" für mich zu einem besonderen Album machen.

Es fällt (auch zum wiederholten Male) auf, dass sich zwischen typisch schwarzmetallischer Raserei immer wieder Versatzstücke finden, die eher dem Death Metal zuzuordnen sind (man führe sich z.B. "Chaedran Cult" zu Gemüte), was dem Album aber in seiner musikalischen Vielfalt extrem guttut. Das Gaspedal kommt dem Bodenblech meistens recht nahe, nur hin und wieder wird Ekstase zu majestätischer Elegie, bleibt Zeit für einen hektischen Atemzug, ein Moment, dem Gesang der Klampfen zu lauschen.

Auch wenn der "Debutbonus" nicht mehr gewährt werden kann - "Chaotheosis" muss sich keinesfalls verstecken, ganz im Gegenteil. Ein absolut stimmiges Album ohne Längen und Langeweile, fordernd, anspruchsvoll, finster.

Und was könnte das Review eines lyrisch derart anspruchsvollen Werkes besser abschließen, den Geist der Schöpfer besser transportieren, als dieses Songzitat?

"Music is the sword we carry,
mysticism is the shield,
magick is the instrument
that once has been revealed."

Dem ist nichts hinzuzufügen.


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Tracklist

1. Astitas Mundi (Intro) (00:45)
2. Sæliclîche Vinsterheit (04:55)
3. Nicht mal mehr Asche (04:05)
4. Chaedran Cult (04:41)
5. Ante Aras Ad Sidera (05:02)
6. Lichtdurchflutet (05:30)
7. Mad Creatress (03:37
8. Whilst The Wolven Hour (03:10)
9. Beruset Av Hat (05:51)
10.Waidmannssang (02:38)

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