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Albuminfo

obscure infinity - into the vortex of obscurity
Band:
Obscure Infinity
Album:
Into the Vortex of Obscurity
Genre:
Death Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
40
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1271
Views:
276

Review

Deutsche Wertarbeit hat schon lnger seinen guten Ruf verloren, aktuellstes Beispiel dafr drfte die Autoindustrie sein. Doch die heimische Schwermetallindustrie sorgt weiterhin dafr das das Eisen was hier geschmiedet wird auch der Exportschlager bleibt der er immer war.
Wenn man nur mal bedenkt was in letzter Zeit alles so fr saugeile Alben aus deutschen Schmieden ans Licht der ffentlichkeit traten dann braucht man sich ber die Lebendigkeit des Undergroundmetals keine Gedanken machen und muss auch nicht neidisch ins Ausland schielen.

Das schliesst auch "Into The Vortex Of Obscurity" der Westerwalddeathmetaller Obscure Infinity mit ein, dem Nachfolger des berragend starken 'Perpetual Descending Into Nothingness' von 2015 (Kinder wie die Zeit vergeht). Doch auch hier lsst man sich nicht auf der Deathschiene festnageln, das Material vollzieht fliessend den bergang zu blackmetallartiger Tonkunst ohne hrbare Bruchkante. Im Gegensatz zum 2015er Werk finde ich die neue Scheibe sogar noch eine Spur dunkler und mystischer geraten.
Aber keine Angst, die Westerwlder drohen nicht komplett ins Lager der Schwarzfssler abzudriften. Vor allem durch die Gitarrensolos bewegt man sich ganz nah am klassischen Heavy Metal was perfekt zur sonst eher dsteren Grundausrichtung passt. Mehr wie ein-bis zweimal dachte ich mir das so ein Solo auch auf einer teutonischen Metalscheibe Ende der 80er zu hren sein knnte (ja das ist positiv gemeint).

Erster "Hit" des Albums ist fr mich "Invoke Deliverance" mit seinen melodischen Gitarrenlufen die du einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommst. Und Hallelujah, meine abendlichen Gebete wurden erhrt und "The Forlorn Wanderer" wird fortgesetzt. Ich bin auch der Meinung das A. von Chaos Invocation ebenfalls wieder mit an Bord ist, knnte das aber nicht mit Blut unterzeichnen da man sich mit Infos sehr bedeckt hlt. Es sei den es ist nicht mein eigenes Blut...
Bei den Klargesangpassagen rckt der Titel angenehm und berzeugend in Richtung Primordial was mir natrlich sehr gut gefllt. Aber "nur" eine aufgewrmte Variante vom ersten Teil sollte niemand erwarten, der Track steht trotz des thematischen Zusammenhangs vllig fr sich alleine und ist viel mehr als nur "Teil 2". Was aber nichts an der Grossartigkeit des Tracks an sich ndert....

Das Akustikintermezzo "Withering Starseed Under The Cosmic Vault" htte man vielleicht etwas frher platzieren knnen, als vorletzter Titel geht da irgendwie der Drive verloren. Aber eventuell gibt man dem Hrer nur die Gelegenheit zum luftholen bevor er sich in das etwas verschachtelte "Swallowed By Time And Darkness" strzen kann, dann macht es natrlich Sinn. Denn mit diesem das Album abschliessenden Neunminter fordert man die Aufmerksamkeit des Hrers nochmals ordentlich heraus da der Titel aufgrund seiner Art nicht so flssig und elegant reinluft wie das Material zuvor. Macht aber nix, hat man zum Ende hin nochmal schn was zu knabbern.
Und nochmal kurz meckern: das ebenso von Juanjo Castellano stammende Albumartwork fand ich auf 'Perpetual Descending Into Nothingness' gelungener. Und auch wenn man mit 40 Minuten Spielzeit genau eine Vinylplatte vollbekommt, ein oder zwei Titel mehr wren auch nicht schlimm gewesen. Ansonsten gilt: PFLICHTKAUF!


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Tracklist

01.Embrace Obscurity
02.A Cosmic Disgrace
03.Grotesque Face
04.Invoke Deliverance
05.Lightning Spear (A Forlorn Wanderer Part II)
06.Void Of The Soul
07.Withering Starseed Under The Cosmic Vault
08.Swallowed By Time And Darkness

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