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Albuminfo

obscure infinity - into the vortex of obscurity
Band:
Obscure Infinity
Album:
Into the Vortex of Obscurity
Genre:
Death Metal
VÖ-Datum:
Label:
Spielzeit:
40
Wertung:
9.5 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1271
Views:
862

Review

Deutsche Wertarbeit hat schon länger seinen guten Ruf verloren, aktuellstes Beispiel dafür dürfte die Autoindustrie sein. Doch die heimische Schwermetallindustrie sorgt weiterhin dafür das das Eisen was hier geschmiedet wird auch der Exportschlager bleibt der er immer war.
Wenn man nur mal bedenkt was in letzter Zeit alles so für saugeile Alben aus deutschen Schmieden ans Licht der Öffentlichkeit traten dann braucht man sich über die Lebendigkeit des Undergroundmetals keine Gedanken machen und muss auch nicht neidisch ins Ausland schielen.

Das schliesst auch "Into The Vortex Of Obscurity" der Westerwalddeathmetaller Obscure Infinity mit ein, dem Nachfolger des überragend starken 'Perpetual Descending Into Nothingness' von 2015 (Kinder wie die Zeit vergeht). Doch auch hier lässt man sich nicht auf der Deathschiene festnageln, das Material vollzieht fliessend den Übergang zu blackmetallartiger Tonkunst ohne hörbare Bruchkante. Im Gegensatz zum 2015er Werk finde ich die neue Scheibe sogar noch eine Spur dunkler und mystischer geraten.
Aber keine Angst, die Westerwälder drohen nicht komplett ins Lager der Schwarzfüssler abzudriften. Vor allem durch die Gitarrensolos bewegt man sich ganz nah am klassischen Heavy Metal was perfekt zur sonst eher düsteren Grundausrichtung passt. Mehr wie ein-bis zweimal dachte ich mir das so ein Solo auch auf einer teutonischen Metalscheibe Ende der 80er zu hören sein könnte (ja das ist positiv gemeint).

Erster "Hit" des Albums ist für mich "Invoke Deliverance" mit seinen melodischen Gitarrenläufen die du einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommst. Und Hallelujah, meine abendlichen Gebete wurden erhört und "The Forlorn Wanderer" wird fortgesetzt. Ich bin auch der Meinung das A. von Chaos Invocation ebenfalls wieder mit an Bord ist, könnte das aber nicht mit Blut unterzeichnen da man sich mit Infos sehr bedeckt hält. Es sei den es ist nicht mein eigenes Blut...
Bei den Klargesangpassagen rückt der Titel angenehm und überzeugend in Richtung Primordial was mir natürlich sehr gut gefällt. Aber "nur" eine aufgewärmte Variante vom ersten Teil sollte niemand erwarten, der Track steht trotz des thematischen Zusammenhangs völlig für sich alleine und ist viel mehr als nur "Teil 2". Was aber nichts an der Grossartigkeit des Tracks an sich ändert....

Das Akustikintermezzo "Withering Starseed Under The Cosmic Vault" hätte man vielleicht etwas früher platzieren können, als vorletzter Titel geht da irgendwie der Drive verloren. Aber eventuell gibt man dem Hörer nur die Gelegenheit zum luftholen bevor er sich in das etwas verschachtelte "Swallowed By Time And Darkness" stürzen kann, dann macht es natürlich Sinn. Denn mit diesem das Album abschliessenden Neunminüter fordert man die Aufmerksamkeit des Hörers nochmals ordentlich heraus da der Titel aufgrund seiner Art nicht so flüssig und elegant reinläuft wie das Material zuvor. Macht aber nix, hat man zum Ende hin nochmal schön was zu knabbern.
Und nochmal kurz meckern: das ebenso von Juanjo Castellano stammende Albumartwork fand ich auf 'Perpetual Descending Into Nothingness' gelungener. Und auch wenn man mit 40 Minuten Spielzeit genau eine Vinylplatte vollbekommt, ein oder zwei Titel mehr wären auch nicht schlimm gewesen. Ansonsten gilt: PFLICHTKAUF!


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Tracklist

01.Embrace Obscurity
02.A Cosmic Disgrace
03.Grotesque Face
04.Invoke Deliverance
05.Lightning Spear (A Forlorn Wanderer Part II)
06.Void Of The Soul
07.Withering Starseed Under The Cosmic Vault
08.Swallowed By Time And Darkness

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