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Albuminfo

paradise lost - medusa
Band:
Paradise Lost
Album:
Medusa
Genre:
Doom Metal
V-Datum:
Label:
Spielzeit:
43:00
Wertung:
8 / 10
Reviewdatum:
Autor:
Alucard
ID:
1027
Views:
397

Review

Ich denke mal jeder kennt eine Band deren Discografie dem Verlauf der Englnder hnelt: Anfangs wild und ungestm, dann nach und nach seichter werdend mit der Begrndung man sei jetzt erwachsener und erfahrener. Und dann folgt der Versuch an die jungen Jahre anzuschliessen um zu beweisen das man es noch immer "kann". Meist gelingt das mehr oder weniger gut und glaubhaft. Bei Paradise Lost allerdings verlief diese Entwicklung immer schrittweise und nachvollziehbar von Album zu Album, "Host" war 1999 scheinbar so etwas wie der Wendepunkt. Ab dann nahm der Hrtegrad wieder zu und die Band entwickelte sich wieder zu ihren Wurzeln zurck. Mit "Medusa" ist diese Reise noch nicht am Ende, kommt dem aber sehr nahe. Ich denke mal auf dem Zeitstrahl befindet man sich jetzt im Bereich von 1990 bis 1993, irgendwo zwischen "Gothic", "Shades of God" und "Icon".

Der Opener "Fearless Sky" verspricht selbstbewusst "We rise again", und mit dem Track als Erffnung ist das auch glaubhaft. Der angekndigte DeathDoom ist das zwar immer noch nicht, aber im Doppel mit "Gods of Ancient" beweist man das man wuchtig und dster klingen kann und trotzdem "catchy" ist. Soll heissen man orientiert sich schon eher doomig, klingt aber null schnarchig oder lsst an eingeschlafene Fsse denken, Dynamik wird hier gross geschrieben.
Dagegen verliert man dann mit "From the Gallows" etwas an Fahrt. Schon ein guter Song, aber mehr auch nicht. Das recht frh platzierte Gitarrensolo finde ich irgendwie unpassend und strend.
Mit der Singleauskopplung "The longest Winter" folgt man dem eingeschlagenen Weg, warum gerade dieser in meinen Augen recht schwache Song als erste Single ausgewhlt wurde entzieht sich meiner Kenntnis und auch meinem Verstndnis.
"Medusa" zieht wieder etwas an, nur die teils etwas unmotiviert klingenden Klargesanganteile finde ich nicht so gelungen. Dafr finde ich die doomig drhnenden Gitarren hier sehr gut, durch den klavierbegleiteten Mittelteil kommt man in die Nhe von My Dying Bride.
Mit "No Passage for the Dead" geht es weiter abwrts, positiv gesehen. Schleppend und dster geht es in Bereiche die zu den Anfangsjahren der Truppe fhren, der unbequeme Charakter des Songs ist jedenfalls nichts fr Anhnger der Truppe die gerne mehr Titel wie "So much is lost" htten.
Die knnen sich eventuell eher mit "Blood and Chaos" anfreunden, der mit seiner Melodik ein krasser Gegenpol zu dem vorangegangenen Track ist. Man knnte meinen die Englnder wollten einfach mal beweisen warum sie als Mitbegrnder des Gothicmetal gelten.
"Until the Grave" schliesst das Album ab und spannt den Bogen zum Albumeinstieg, doomig und trotzdem groovend bekommen alle Bands die sich an der frhneunziger Phase der Truppe orientieren eine Lehrstunde darin wie ein rundum gelungener Track zu klingen hat.

Fazit: Starker Albumeinstieg mit den strksten Momente der gesamten Bandhistorie. Nach etwas schwachem Mittelteil gewinnt man wieder die Oberhand bis zum packend Abschlussong "Until the Grave" mit dem das Album so endet wie es begonnen hat.


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Tracklist

1. Fearless Sky
2. Gods of Ancient
3. From the Gallows
4. The Longest Winter
5. Medusa
6. No Passage for the Dead
7. Blood & Chaos
8. Until the Grave

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