Count Raven - Mammons War
Was für ein geiles Album!!! Heavy/Doom erster Kajüte! Als ich vor Wochen (ja solange habe ich gebraucht endlich das Review zu schreiben) die Scheibe in meinen CD Player des Autos schob und ich die ersten Töne, vor allem aber die Stimme, hörte war ich überzeugt dass Ozzy Osborne ne neue Scheibe aufgenommen hat. Was Dan "Fodde" Fondelius da am Mikro macht ist schon original Ozzy, wenn nicht sogar besser, bisher konnte keiner meiner Leute erkennen dass das nicht der echte Ozzy ist.
Wie auch immer, Count Raven gibt es bereits seit 1989, wurde aber 1999 quasi aufgelöst. Erst 2006 fand man wieder richtig zusammen und begann mit dem Projekt Mammon. Das die Jungs bei dem kleinen schwedischen Label I Hate Records unter Vertrag sind habe ich erst durch die Zusendung dieses Promoalbum erfahren.
Da die Scheibe nun schon längere Zeit auf dem Markt ist haben schon etliche andere Magazine darüber berichtet. Wie man hört sind alle begeistert und haben sogar den Titel "Album des Monats" verliehen. Aus diesem Grund werde ich mich hier etwas kürzer fassen.
Wie war das damals als ich im Auto saß und gut 70 Minuten Fahrzeit vor mir hatte? Ich habe es genossen dieses gruftige Album zu hören. Die 11 Tracks des Albums sind allesamt zwischen 4,5 und über 10 Minuten lang. So hat das Album 68 Minuten fetten, basslastigen Heavy/Doom-Metal zu bieten.
Wenn man den Sound von Ozzy Osborne und Black Sabbath mag, dann ist das hier ein Pflichtkauf ohne wenn und aber. Auch wenn man hier das eine Gitarrenriff schon mal irgendwie bei Black Sabbath gehört hat, so ist das Album trotzdem frisch und interessant. Die Songs sind bis auf die Ausnahme "Mammon's War" alle im gleichen Stil aber nie langweilig oder ermüdend. Abgrundtiefe Bassspuren, langsamer mahlende Gitarren und Drums, dazu der melancholische, depri-Gesang von Fodde. Akustikgitarren sind das einzige was bei der langsamen gefühlvollen Ballade "To love, wherever you are" neben Fodde am Gesang Zu hören sind, einfach klasse der Song. "Mommon's War" ist Die Ausnahme auf dem Album. Mit spacigem Keyboardsound unterlegt singt Fodde im üblichen Stil seine traurigen Weisen, eine neuerliche Ballade die mir ebenfalls sehr gut gefällt.
Mit dem Album "Mommon's War" will Count Raven ausdrücken wie frustrierend es ist immer nach dem schnöden Mammon (also Geld) zu schauen, ebenso wird die soziale Ungerechtigkeit angeprangert und betont wie sinnlos diese Welt tatsächlich sei.
Resümee: Ein faszinierend gutes Album des Heavy-/Doom Genre. Sänger Foddo ist ein zweiter Ozzy und mit 68 Minuten Musikgenuss ein Muß für jeden Ozzy bzw. Black Sabbath Fan.
Anspieltipp: Song Nummer 2 "Nashira" oder "To Kill A Child"
Wertung: 9,5 / 10

Gesamtlänge: 68:10 Minuten
Label: I hate records
VÖ: 11.09.2009
Tracklist
01. The Poltergeist
02. Scream
03. Nashira
04. The Entity
05. Mammons War
06. A Lifetime
07. To Kill a Child
08. To Love, Wherever You Are
09. Magic Is...
10. Seven Days
11. Increasing Deserts
Myspace: www.myspace.com/countraventheband
--------------
I will rise up from the chaos
I will rise up from the grave
A brother to the darkness
A master to the slaves