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Thema: Review: Primordial - To the nameless dead, Pagan Metal aus Irland< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
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Total Satan
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Mitglied Bewertung: 4.83
PostIcon Geschrieben: 17.12.2007, 00:21  Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Primordial - To the nameless dead

Mit "To the nameless dead" kommt endlich der langersehnte Nachfolger des grandiosen Album "The Gathering Wilderness" von Anfang 2005. Die Erwartungen waren hoch, können die Iren mit dem neuen Album noch einen drauf setzen? Doch dazu später mehr.
Den Namen haben die Iren von einem Massengrab in Irland entnommen und dieser stellt auch das Motto des Albums dar. Gewidmet den vielen namenlosen Toten aus Kriegen, Vertreibungen, Morden und Hinrichtungen haben die Mannen um Frontmann Alan A. Nemtheanga wieder ein episches Meisterwerk erschaffen. Um das Album authentisch klingen zu lassen haben die Jungs das Album komplett Analog aufgenommen und sich bewusst gegen all diese neuen digital aufgepimpten Alben "moderner" Bands entschieden. So sind die Jungs nach Wales gereist, da es dort noch eines der wenigen Studios mit analogen Equipment gibt. Chris Fielding hat in den Foel Studios dem Album einen fetten klaren Sound verpasst, was beim letzten Album "The Gathering Wilderness" leider nicht der Fall war. Gemastert wurde die Scheibe dann in den Hofa Studios in Karlsdorf/Deutschland. Das Artwork wurde von Paul McCarrol erstellt und ist bei der Limited Edition ebenfalls ein Meisterstück geworden. Gestaltet in Buchform, mit stabilen Cover und 44 Seiten mit Songtexten, leicht verfremdeten Fotos der Band, der einzelnen Bandmitglieder und grausigen alten Szenen. Bedrückende Fotos von gehängten Menschen, Panzern, Leichen, Hinrichtungen und Zerstörung - kurzum Tod und Zerstörung - sind da zu sehen.
Gesungen wird aus Sicht von Menschen die sich fragen warum sie in den Krieg ziehen sollen (Empire Falls), gerade vor dem Galgen stehen und ihre letzten Gedanken erzählen (Gallows hymn), dem brennenden Rom (As rom burns), und weiteren ähnlichen Themen wobei der Untergang der Welt allgegenwärtig ist. Also genug Material um wieder ein Album voller Verzweiflung, Wut und Trauer machen wie es nur Primordial können. Musikalisch klingt das Album mehr Irisch und erdiger als die letzten. Neben dem bereits bekannten bombastischen epischen Sound der Band, sind hier auch tiefe Trommeln und Gitarren die hie und da Irisch Folk durchscheinen lassen an Bord. Andererseits geht es auch gelegentlich auch mal heftiger zu und der Schlagman darf auch des öfteren die Doublebass benutzen. Mit 8 Songs mit durchschnittlich 8 Minuten Länge und einer Spielzeit 54 Minuten bekommt  man hier echtes "value for money".
Mit "Empire Falls" startet das Album fulminant und knüpft mit diesem Song nahtlos an das letzte Album an, ein klasse Song der Marke "The Coffin Ships". Acht Minuten stampft der Song voran, eine aggressiver Midtempo Hymne und eine Sänger Alan A. Nemtheanga  der verzweifelt der Frage nachgeht wer nun hier der "Fighting man" ist. Hervorragende auch die Galgen-Hymne "Gallows Hymn". Beginnt der Song nur mit einer traurigen cleanen Gitarre und dezenten Drums, steigert sich der Song im Laufe der Zeit bis hin zum Einsatz der Doublebass, wobei Alan einen armen Kerl vor dem Galgen rezitiert. Der Song "As rome burns" ist mit 9:16 Minuten der längste Song des Albums. Die Drums beginnen, dann der Bass und schließlich steigen die Gitarren mit ein, bevor Alans klagender Gesang beginnt. Nach knapp der Hälfte des Songs ein Break: cleane Gitarren spielen eine ruhige, melancholische Melodie, zu der Stimmen "Sing to the slaves" flüstern, die sich immer mehr steigern, bis sie es herausschreien: "Sing to the slaves that Rome burns!". Danach geht es wieder straight forward und Alan schreit seine Verzweiflung heraus. Das ist großes Kino. "Heaven tribes" startet wie schon erwähnt musikalisch sehr irisch, auch Alan bringt die Stimmung prima rüber. "This is my church, It stands so tall and proud ..." so beginnt der Text des zweigeteilten Songs, begleitet von schlichten Gitarren und minimalistischen Drums, die sich mit härteren Parts abwechseln. Im zweiten Teil setzen wie gewohnt die restlichen Instrumente ein und man zieht mit Alan über die Schlachtfelder von Flandern, den Friedhöfen von Arnhem bis hin zu den Fjorden von Hordaland. Ein genialer Song mit viel Gefühl! Mit 1:23 Minuten ist "The rising tide" eigentlich nur ein zartes instrumentales Zwischenspiel mit Bratschen, Trommeln und einem Instrument das sehr nach Didgeridoo klingt. Der Song "Traitors gate" ist ein schneller Song der über die gesamte Zeit mit fetten Gitarren, blecherner Snarre und Doublebassgewitter zu überzeugen weiß. Im Schlussstampfer "No nation on this earth" geht es im üblichen Midtempo voran und Alan singt zunächst mit krächzender böser Stimme und später mit der üblichen Stimme düstere Weisen.
Abgerundet wird die Limited Edition noch durch eine zweite CD die den Auftritt der Band bei Rock Hard Open Air 2006 enthält. Der Live-Mitschnitt wurde ohne weitere Verarbeitung auf CD gebannt und zeigt wie die Band live und ungeschönt klingt. Auch kann man hier gut vernehmen was einem in der oft biergeschwängerten Stimmung einer Live-Show entgeht, nämlich das Alan nicht gerade der begnadetste Sänger vor dem Herrn ist. Dies macht er aber allemal durch seine Präsenz und dem geilen Stageacting wett.

Fazit: "To the nameless dead" ist wieder ein klasse Album der Iren. Etwas anders als das 2005er "The Gathering Wilderness", was der Hammer schlechthin war, aber dennoch gleichauf. Wer "The Gathering Wilderness" mochte, der kann bedenkenlos das aktuelle Album kaufen.

Auf der Myspace Seite der Band könnt ihr euch den Song "Empire falls" anhören.
Anspieltipp: "Empire Falls" und "Heaven tribes"

Waren die Pressereaktionen zu "To The Nameless Dead" bisher überwältigend und bei manchen Metalmagazinen wurde das Album sogar unter die ersten Plätze der Kategorie "Album des Jahres" gewählt, so will ich mich anschließen und auch eine
Wertung: 9 / 10
aussprechen. Allein für das Booklet der Limited Edition könnte man schon 10 Punkte vergeben aber wir bewerten hier doch in erster Linie die Musik und nicht die Verpackung.




Gesamtlänge: 54:44 Minuten
Label: Metal Blade
VÖ: 16.11.2007

Tracklist
1. Empire falls
2. Gallows hymn
3. As rome burns
4. Failures burden
5. Heaven tribes
6. The rising tide
7. Traitors gate
8. No nation on this earth

CD 2:
Live at Rock Hard Open Air 2006
1. The golden spiral
2. The gathering wilderness
3. Sons of the morrigan
4. The coffin ships
5. Song of the tomb
6. Gods to the godless


Website der Band: www.primordialweb.com
Myspace: www.myspace.com/fallentoruin


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PostIcon Geschrieben: 17.12.2007, 23:00 Skip to the previous post in this topic.  Ignore posts   QUOTE

Na irgendwie bin ich schon die ganze Zeit auf das Material des Albums gespannt. Da bei uns ja nicht nach irgend jemandes Pfeife getanzt und geschrieben wird, und doch solche Lobeshymnen für das Album erteilt werden, steht mein Entschluss mir das Teil baldigst zuzulegen. Sehr gespannt sei......

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1 Antworten seit 17.12.2007, 00:21 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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