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Thema: Nemhain - From The Ashes, Rock'n'Roll aus London< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
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Master of All Evil
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Gruppe: Bangerfront
Beiträge: 664
Seit: 01.2008

Mitglied Bewertung: 4.25
PostIcon Geschrieben: 07.04.2010, 18:35  Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Nemhain – From The Ashes

Nemhain steht für soliden Rock’n’Roll ohne viel Spielereien und großartiges Gefrickel. Die Band selbst ist der Meinung, ihre Musik klinge wie „Dark & Dirty Death Rock’n’Roll“ und da kann man ihnen nur beipflichten. Frontfrau Amber Erlandsson, die mit einem Organ gesegnet ist das seinesgleichen sucht, dürfte einigen auch vorher schon bekannt gewesen sein als Stage-Performerin von Cradle Of Filth und Motörhead, wobei letztere einen sicher nicht unerheblichen Einfluss auf die musikalische Ausprägung des Albums hatten.
Auch ihr Ehemann ist kein Unbekannter. Adrian Erlandsson spielte bereits bei Cradle Of Filth undThe Haunted. Außerdem ist er Mitbegründer von At The Gates, wo er auch heute noch die Drums verprügelt, ebenso wie bei Paradise Lost.
Seit Ende Januar nun steht das Debütalbum „From The Ashes“ dieser noch relativ jungen Combo in den Läden.

Den Anfang macht der gleichnamige Song. Er bietet einen guten Einstieg und verleitet sofort zum Mitnicken. Natürlich nicht auf die Art und Weise, wie es waschechte Metaller gewohnt sind, aber dennoch wird ordentlich losgerumpelt. Frontsau, äh pardon, Frontfrau Amber Erlandsson gibt ihr rauchiges, kraftvolles Stimmorgan zum Besten, doch wird einem auch durch ruhigere Einschübe Zeit zum Verschnaufen gegeben.Das Lied ist in sich sehr stimmig, allerdings ist der lange Ausklang Geschmackssache.
Weiter geht es mit Song Nummer 2: „ANA“. Er erweckt zunächst den Eindruck eines eher ruhigen Stücks, doch weit gefehlt: es geht umso brachialer weiter, ist aber nicht minder groovig! Auch beim Tempo wurde nochmal einer draufgelegt. Frau Erlandsson gröhlt aus vollem Halse und verleiht dem Song dadurch seinen ganz eigenen rotzigen Charme.
Als nächstes Stück folgt „Clear My Eyes“, was im Midtempo-Bereich angesiedelt ist. Es wird also wieder einen Gang runter geschaltet. Die Strophen wirken schwerfällig und erinnern stellenweise ziemlich an Grunge. Nichtsdestotrotz passt auch hier die rauchig verruchte Stimme wunderbar ins Songbild.
Mit „Second Skin“ folgt wieder ein echter Kracher in feinster Rock’n’Roll-Manier. Schnell, laut, ohne Kompromisse und mit Ohrwurm-Garantie. Das liegt nicht zuletzt am Gastauftritt von The Haunted Sänger Peter Dolving. Mit ordentlichem Dampf dahinter wird im Duett gegröhlt, was die Stimmbänder hergeben. Einziger Nachteil dieses Schmankerls ist seine Länge, denn mit nur 2:47 ist das Vergnügen viel zu schnell wieder vorbei.
„Girls Like Honey“ ist die Nummer 5 im Bunde und wieder ein etwas langsameres Stück, wobei man auch hier nicht auf einige Parts für dezentes Kopfnicken verzichten konnte. So wird dem geneigten Hörer durch diese kraftvollen, schnelleren Stellen keine wirkliche Verschnaufpause geboten. Allerdings beschränkt es sich nur auf den Refrain, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut. So schnörkellos und explosiv diese Scheibe auch ist: es findet sich trotzdem noch Platz für ein kurzes, knackiges Gitarrensolo.
„Dirty Weekend“ ist ein Song, der eindeutig Mitgröhl-Potential hat. Gewohnt straight und ohne viel Schnick Schnack schallt es aus den Boxen. Amber Erlandsson singt wie immer laut und kraftvoll, und trotzdem schaffen es Nemhain immer wieder geschickt, ruhige Einschübe in den Songs zu verpacken, die mit einer rauchig-verruchten Stimme aller erster Güte ausgeschmückt werden. Lediglich das Ende des Songs wirkt etwas abrupt.
„Jane Doe #1“ erweckt wie „ANA“ den Eindruck, es handele sich um ein ruhiges Stück. Doch kaum hat Frontfrau Amber fertig gestöhnt, geht es sofort wieder in das gewohnte Gepolter über. Ihr Organ verliert auch hier nicht an Power. Neben den typisch einprägsamen Melodien gibt es zwischendurch immer wieder Ansätze von Gitarren-Soli, was allerdings  nicht so recht in das Gesamtbild des Songs passt. Doch glücklicherweise bleibt es bei diesen Ansätzen. Ergo: ist wohl auch besser, dass an dieser Stelle auf weitere Ausführungen verzichtet wurde.
Mit „Heroin Child“ folgt dann wieder ein Song mit etwas mehr Tempo. Gesanglich wird es allerdings ruhiger als sonst angegangen. Trotz des eher bedrückenden Titels verbreitet dieses Stück gute Laune und ordentlich Party-Stimmung, was wohl wieder dem bekannt einprägsamen Melodielauf zuzuschreiben ist. Auch bei diesem Song hat man sich wie bei „Girls Like Honey“ zu einem kurzen Gitarrensolo durchringen können, das sich gut in den Verlauf einfügt.
Der Nächste Song ist „Mr. Bronson“. Auch hier versucht Amber Erlandsson erst gar nicht ihr charakteristisches, lautes Organ zu verstecken. Wieso sollte sie auch? Wer mit so einer Sirene gesegnet ist, hat keinen Grund sie nicht auszunutzen. Wie auch schon in all den Songs zuvor finden sich auch hier Riffs ohne viel Geschnörkel, was aber nicht unbedingt Minuspunkte einbringt.
„Babylonia“ beginnt hingegen wieder ruhiger. Es zeichnet sich das bekannte Muster ab, wie auch zuvor bei „ANA“ und „Jane Doe #1“. Und in gewohnter Manier geht es weiter: die Stimme verraucht, als ob es jeden Tag Zigaretten und Whisky zum Frühstück gibt, die Gitarren kraftvoll explosiv und gutes Potential für einen Live-Brecher. Trotz all des Lobes muss ich sagen, dass hier die Screams zum Ende hin überstrapaziert wirken und sich nicht so recht in den Song etablieren wollen. Auch sind die Übergänge von Refrain zu Strophe zu plötzlich und stören das Song-Gefüge genauso wie das abrupte Ende. Schade! Das hätte man besser machen können.
Mit „The Filth And The Fury“ neigt sich der Silberling dann auch langsam dem Ende zu. Hier wird einem ein äußerst attraktiver Mix aus Schnelligkeit und groovigem Midtempo geboten. Aggressiver Gesang bahnt sich seinen Weg durch die Gehörwindungen und alles scheint vertraut bzw. bekannt, was wohl der recht schnörkellosen Linie des gesamten Albums zuzuschreiben ist. Einfach ehrlich, straight, böse. Rock’n’Roll der alten Schule eben. Leider endet auch dieser Song zu abrupt. Ist man noch mitten in Sauf-, Rauf- und Feierlaune, so ist auch umso plötzlicher wieder Schluss damit.
Den krönenden Abschluss bildet „Speed Queen“ bei dem nochmal alles gegeben wird. Einfach geradeaus in die Fresse. Dieser Song kommt als einziger Titel neben „Second Skin“ komplett ohne ruhige Parts aus und hat einen enormen Hymnen-Charakter durch melodisch-einprägsame Riffs. Einfach ein Genuss!

Fazit:
Ein wenig vermisst man schon die Abwechslung und Raffinesse bei dieser Platte. Vor allem Fans der technisch ausgereiften und anspruchsvollen Musik dürfte das missfallen, aber wer auf schlichten Rock’n’Roll steht, ohne befürchten zu müssen beim Hören nicht mehr hinterherzukommen, ist hier genau richtig.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass ihnen das Debut gelungen ist und die Scheiblette auch nach mehrmaligem hören nicht ihren abgewrackten Charme verliert. Eben typisch Sex, Drugs and Rock’n’Roll.  



Anspieltipp: Second Skin, Speed Queen

Wertung: 7,5/10



Gesamtlänge: 45:54 min.
Label: Tiefdruck-Musik
VÖ: 22.1.2010

Line Up:
Amber Erlandsson – Vocals
Lakis – Guitar
Lisa Witch – Bass
Adrian Erlandsson – Drums
Sam Astley – Guitar

Tracklist:
1. From The Ashes
2. ANA
3. Clear My Eyes
4. Second Skin
5. Girls Like Honey
6. Dirty Weekend
7. Jane Doe #1
8. Heroin Child
9. Mr. Bronson
10. Babylonia
11. The Filth And The Fury
12. Speed Queen

Website der Band: www.nemhain.com
Myspace: www.myspace.com/nemhainband
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Prayer of Death
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Beiträge: 2210
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Mitglied Bewertung: 4.33
PostIcon Geschrieben: 07.04.2010, 19:22 Skip to the previous post in this topic.  Ignore posts   QUOTE

Ein sehr gelungenes, erstes Review die Dame  :rock:
Als wir vom Echoes Of Devastation-Gig nach Hause gefahren sind, ging mir die Musik schon ein wenig auf den Sack.. jedenfalls nach einiger Zeit.. war halt nicht in Stimmung. Aber nun hab ichs mir mal in Ruhe angehört und finds recht gut! Vorallem der Gesang fetzt, in Verbindung mit der rockigen Begleitung  :)


--------------
Only two things are infinite:
the universe and human stupidity,
and I'm not sure about the former.

- A. Einstein
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1 Antworten seit 07.04.2010, 18:35 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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