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Thema: Review: Let Us Prey - Virtues Of The Vicious, Thrash/Modern Metal aus Amerika (Boston)< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
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Enunciator of Evil
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Gruppe: Bangerfront
Beiträge: 3417
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Mitglied Bewertung: 4
PostIcon Geschrieben: 20.06.2020, 12:46   Ignore posts   QUOTE

Let Us Prey - Virtues Of The Vicious

"Am Mikro steht kein Geringerer als Marc Lopes (Ross The Boss)", so die Promoinfo. Das kann einen ganz schön aufs Glatteis führen, zu den Kings of Metal besteht bei Let Us Prey keinerlei Verbindung (abgesehen davon das eben der LUP Sänger bei der Band vom ehemaligen Manowar Sänger Ross the Boss am Mikro stand).

Die in Boston beheimatete Truppe fabriziert auf ihrem Debütalbum eine wilde Mischung aus Thrashmetal, modernem Metal, sehr modernem Death Metal, etwas Progmetal und klassischem Heavy Metal. Klingt erstmal sehr durcheinander, wurde aber gut zusammengepuzzelt. Mich erinnert das mal an Emil Bulls zu "The Black Path" Zeiten, an Communic oder auch Scar Symmetry, dann hat es noch was von Metalcore im klassischen Sinne ohne Dampframme. Man könnte auch noch in die Richtung Stratovarious denken, abzüglich der übertriebenen Dramatik der Finnen.
Also alles sehr neuzeitlich, klanglich wählte man glücklicherweise den "normalen" Weg. Klar und sauber, aber nicht klinisch tot. Über weite Strecken dominiert der gut hörbare Klargesang, es geht hier und da auch mal derber zur Sache. Und die Eierkneifschreie halten sich auch in Grenzen....

Am Ende ein Album für dessen Richtung man ein Ohr haben muss und Bock auf dieses Gemenge hat. Dann läuft es gut rein, auch weil es auf den üblichen Zuckerguss verzichtet und doch ein ordentliches Härtelevel hat. Wer also in diesem Genre vorgeschädigt ist der kann mit "Virtues Of The Vicious" eventuell therapiert werden. Es gibt zwar Stellen da übertreiben es Let Us Prey etwas indem sie zu viel in den Song reinbasteln wollen, bestes Beispiel ist hier "And Hell followed with me": Ein feiner Midtempotrack der auch mal Fahrt rausnimmt, aber das derb bretternde Zwischenspiel versaut die ganze Atmosphäre weil es einfach nicht reinpasst. Im Grossen und Ganzen kann man "Virtues Of The Vicious" aber gut hören und problemlos durchlaufen lassen ohne enttäuscht zu werden. Es sei denn man hat aufgrund des Promotextes irgendwas mit Manowar erwartet...

7 von 10 Punkten



Gesamtlänge: 52 Minuten
Label: M-Theory / Membran
Vö: 24.07.2020

01:Above The Vaulted Sky
02:Virtues of the Vicious (feat. Metal Mike Chlasciak)
03:In Suffering
04:Halo Crown (feat. Jon Donais)
05:Murder Thy Maker
06:The Saint of Killers (feat. Oli Herbert)
07:Ghost Echoes (feat. Jimi Bell)
08:The Cruel Creation of Me
09:Prey
10:And Hell Followed With Me

https://letusprey.bandcamp.com/album/virtues-of-the-vicious


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0 Antworten seit 20.06.2020, 12:46 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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