Mork - Monolitt
*** Review verfasst von Marc T. ***
Thomas Eriksen, der Kopf hinter Mork, haut wieder einen raus. Nach dem Langspieler „Syv“ aus 2024, kommt jetzt Monolitt. Das Ding ist schon seit Juni draußen und klingt wie eben ein kalter Monolith, der dir mitten im Gesicht steht .. schwer, unbeweglich und sehr unnachgiebig.
Gleich der Eröffnungstrack „Under Vekten Av Verden“ kommt mit dieser typischen norwegischen Kälte, aber ohne das übliche „hört sich an wie Darkthrone“ Gefühl. Es geht ohne Vorwarnung treibend voran, ohne Schnickschnack oder melodisches Vorgeplänkel. Rau und direkt!
Dann „Ødelagt“ , wo es nach dem Auftakt richtig drückend wird. Langsamere, zermalmende Passagen, die sich anfühlen als würde dir der der Stein die Luft abschnüren.
„Torben“ haut kurz und knackig rein und danach wirds mit „Skrømt“ wieder melodischer und midtempoiger . Eriksen bringt hier eine Mischung aus dem klassischen Second Wave Feeling und eigenen Ideen, die er in den letzten Jahren immer stärker rausgearbeitet hat.
„Inn i en annen sfære“ geht sogar in eine etwas folkigere Richtung, allerdings ohne, dass es plötzlich nach Campfire Black Metal klingt. Der Song bleibt düster und treibt mit Härte.
Die Produktion ist klar genug, dass man alles hört, aber trotzdem dreckig genug um nicht zu steril zu wirken. Der Drummer liefert das nötige Gewicht für diesen Brocken und die zusätzlichen Vocals von Øyvind Kaslegard setzen hier und da noch einen extra Biss.
Am Ende mit „Utryddelse“ knallts nochmal ordentlich - ein starker Abschluss, der das Album wie einen großen, dunklen Block dastehen lässt.
Monolitt ist nichts Revolutionäres das die Szene auf den Kopf stellt. Allerdings schafft es Eriksen hier wieder mal ein solides, konsequentes norwegisches Black Metal Album raus zu hauen. Er weiß was er tut und versucht sich auch nicht aufregend zu verstellen oder immer wieder neu zu erfinden. Wer die letzten Mørk Platten schon mochte, wird hier gut bedient. Wer den ultra low if Sound sucht, wird eventuell etwas meckern, dass es etwas „produzierter“ klingt als die Vorgänger .. der Rest kann entspannt reinhören. Ich würde das ganze Ding eher in den Herbst schieben, denn hier bekommt ihr was der Titel verspricht: ein schwerer, kalter Block, den man nicht so leicht wegbekommt!
Wertung: 8 / 10

Gesamtlänge: 46:41 Minuten
Label: Peaceville Records
VÖ: 19.06.2026
Tracklist
1. Under vekten av verden
2. Ødelagt
3. Torden
4. Skrømt
5. Ferdamann
6. Inn i en annen saere
7. Martyr
8. Jutul
9. Utryddelse
Website der Band:
Bearbeitet von UnDerTaker an 04.08.2026, 16:29
--------------
I will rise up from the chaos
I will rise up from the grave
A brother to the darkness
A master to the slaves