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Thema: Review: HARAKIRI FOR THE SKY - Mӕre, Post Black Metal aus Österreich< Älteres Thema | Neueres Thema >
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Mitglied Bewertung: 4.83
PostIcon Geschrieben: 31.01.2021, 16:11   Ignore posts   QUOTE

HARAKIRI FOR THE SKY - Mӕre

Die beiden Österreicher M.S. und J.J. und ihr Session-Drummer Kerin “Krimh” Lechner von den Black Metallern SEPTIC FLESH und live BEHEMOTH präsentieren uns mit ihrem 5. Album einen der Höhepunkte für das Jahr 2021.
Auf dem Nachfolger des 2018er Albums „Arson“ (Review) werden uns unzählige geile Gitarrenriffs und großartiges, variables Drumming präsentiert. Aus diesem Stoff hätten andere Bands sicher fünf Alben machen können. Die Ideen von M.S. für die Gitarrenmelodien sind genial und scheinen schier unerschöpflich. Kerin an den Drums reizt den Bereich des Möglichen aus, von den tiefen Standtoms bei langsamen Parts bis hin zum Blastbeat wird das Equipment kunstvoll und absolut präzise eingesetzt und herausragend arrangiert. Kaum zu glauben, dass der Mann ansonsten eher dem heftigen Black Metal frönt. Sänger J.J. ist etwas leiser und hinter den Instrumenten abgemischt. Er kreischt durchgängig depressiv und leidend, leider immer in der gleichen Tonlage. Im Booklet findet man die englischen Songtexte. Das Album wurde von M.S. produziert und zusammen mit Daniel Fellner gemixt. Der Sound ist sehr klar und sauber abgemischt, jede Saite ist zu hören und man spürt jeden Schlag vom Drumkit.

HARAKIRI FOR THE SKY bewegen sich im Post Black Metal, fernab von Corpse Paint, brennenden Kirchen und umgedrehten Kreuzen. Ebenso handeln die Texte nicht von Blasphemie und Teufelszeug, sondern sind melancholisch, depressiv, selbstzerstörerisch und zelebrieren exzessiv die Hoffnungslosigkeit. Musikalisch zeigt man sich sehr melodisch, eingängig, aber trotzdem wird bis hin zum Blastbeat die Bandbreite des Metals voll ausgereizt. Intros und Zwischenstücke mit cleanen Gitarren und gelegentlichen Klavierpassagen bereichern den Sound und wirken nicht deplatziert oder aufgesetzt.
Wie man vielleicht bemerkt, fallen das Album und der Post Black Metal der Österreicher bei mir auf fruchtbaren Boden, wenngleich ich persönlich nicht wirklich Black Metal (wie ich ihn kenne) in diesem Genre erkenne. Wie auch immer man die Musik einem Genre zuordnen mag – mir gefällt das Zeug!

Zu den besten Songs des Albums gehört “Three Empty Words”. Dieser vereint alle oben erwähnten Elemente, welche die Band ausmachen.
“Time Is A Ghost” ist aus ähnlichem Holz geschnitzt. Toll, hier das cleane Gitarrenintro gefolgt von wechselnden Up-Tempo- und Slow-Mo-Parts mit tiefem, bollerndem Drumming. In der Mitte schnelles Black Metal Gehacke mit Blastbeasts. Dann wieder diese emotionalen melodischen Parts. Großartig.
Der Opener “I, Pallbearer” ist ein weiteres Highlight.
Für den Song „Sing For The Damage We’ve Done“ hat man sich Alcests Frontmann Neige zur Verstärkung geholt. Mir selbst fällt bei dem guten und etwas langsameren Song kaum auf, dass der bekannte Franzose hier am Mikro stehen soll. Möglicherweise ist der zarte, etwa ca. 30-sekündige, stimmungsvolle Gesang in der Songmitte gemeint.
Bei „Silver Needle // Golden Dawn” wurde die anonyme Stimme von Gaerea als Gastsänger aufgenommen. Die Black/Deather Gaerea aus Portugal mag ich wirklich sehr, aber auch hier kann ich den Sänger kaum von J.J. unterscheiden und nicht als Highlight wahrnehmen. Irgendwie ist der Soundpegel bei dem Song etwas verrutscht, denn er ist nicht so sauber abgemischt und klingt etwas blechern und grell. An einigen Stellen im Song findet sich ein richtig geiles und hypnotisch wiederkehrendes Gitarrenriff, dazu die bollernden Drums von Kerin -  stark.
Bei “Once Upon A Winter” erinnert mich der Anfang etwas an die Iren Primordial, die es auch beherrschen großartige Melodien zu schreiben.
Den Schlusssong des Albums ist ein Cover von „Song To Say Goodbye“ der Alternativerocker Placebo. Eine durchaus hörbare Interpretation des großartigen Songs der Engländer, der natürlich prima zum depressiven Gesamtkonzept der Österreicher passt.

Bleibt noch zu erwähnen, was es mit dem Albumtitel „Mӕre“ auf sich hat. Der Mahr - allgemeiner auch bekannt als Nachtmahr - ist ein Sagenwesen, das schlafende Menschen und Tiere heimsucht und Atemnot und diffuse Angstzustände auslöst, indem es sich nachts auf dem Brustkorb seines Opfers niederkauert. Und genau jede schattenhafte Beklommenheit und Erstarrung ist es, die sich in den Songs der Band wiederspiegeln soll.

Fazit: HARAKIRI FOR THE SKY werfen mit wunderbaren Melodien nur so um sich. Das Album „Mӕre“ ist abwechslungsreich und dennoch sind die Songs alle im ähnlichen Stil gehalten. Hier sind großartige Virtuosen am Werk, die ihre Instrumente beherrschen und soundtechnisch gibt es hier absolut nichts zu meckern. Alleine für die Spielzeit von über 84 Minuten hat die Band schon einen Extrapunkt verdient. Abgerundet wird das Album, wie immer, mit einem starken Artwork. Hierfür war Art Of Maquenda verantwortlich. Wer die letzten Sachen der Band mag, kann hier blind zugreifen.

Wertung: 8,5 / 10




Gesamtlänge: 84:58 Minuten
Label: AOP Records
VÖ: 19.02.2021

Tracklist
1. I, Pallbearer
2. Sing For The Damage We've Done
3. Us Against December Skies
4. I'm All About The Dusk
5. Three Empty Words
6. Once Upon A Winter
7. And Oceans Between Us
8. Silver Needle // Golden Dawn
9. Time Is A Ghost
10. Song To Say Goodbye

Facebook: www.facebook.com/harakiriforthesky



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I will rise up from the grave
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