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Thema: Review: Galar - De gjenlevende, Blackmetal mit leichtem Paganfolk Touch aus Norwegen< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
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Enunciator of Evil
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Gruppe: Bangerfront
Beiträge: 3267
Seit: 09.2008

Mitglied Bewertung: 4
PostIcon Geschrieben: 26.02.2015, 18:03  Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Galar
De gjenlevende
Dark Essence Records/Karisma Records
Vö:27.03.2015



Galar gibt es schon seit 2004, bisher sind sie mir aber nicht bekannt gewesen. Das änderte sich mit "De gjenlevende" sofort und langanhaltend. Das Album läuft bei mir seit 6 Tagen ununterbrochen und zeigt immer noch keinerlei Abnutzungserscheinungen. Die Bergener spielen typisch norwegischen Blackmetal, hochmelodisch und intensiv. Allein schon das erste Riff nach dem kurzen Akustikgitarrenspiel im namensgebenden Einstiegssong "De gjenlevende" packt einen sofort und geht jedem der was mit Blackmetal nordischer Prägung anfangen kann bis ins Knochenmark.
Dazu gesellen sich im weiteren Songverlauf noch die Elemente die das Album so stark und faszinierend machen. Zu den garstigen Growls kommt noch normaler Gesang der so stolz und erhaben ist das man den Urheber der Zeilen direkt vor seinem inneren Auge sieht wie er einsam an einem Fjord steht und voller Inbrunst sein Leid klagt. Das ist Klargesang wie er sein soll, weit weg von peinlichem Eunuchengesang oder herzlosen Fistelstimmchen.
Weiterhin werden noch diverse Streichinstrumente aufgefahren die nicht vom Band kommen. Galar haben sich die Mühe gemacht und ein kleines Ensemble klassischer Musiker ins Studio eingeladen, das ist ein weiterer hörbarer Pluspunkt auf der Scheibe. Grossartig das hier nicht Plastiksounds aus dem Rechner eingesetzt wurden, das hätte ein Teil der Aura zerstört die dieses Album umgibt. Und wer bisher dachte das Blastbeats und Blechblasinstrumente nicht vereinbar wären, dem lege ich die ersten Minuten von "Bøkens hymne" ans Herz.
Durch den Einsatz eben dieses Instrumentariums bekommt "De gjenlevende" eine Paganfolkeinschlag der absolut nichts mit verdrehter Metromantik oder billigen Saufliedern zu tun hat, auch aufgesetzte Fröhlichkeit sucht man vergebens. Hier greifen eher Vergleiche zu Mithotyn oder auch Summoning. Andernorts las ich das Galar mehr nach Borknagar klingen als Borknagar selbst, auch das kann man zweifelsfrei stehen lassen.
Auf "De gjenlevende" findet man zahlreiche Momente die den Ausdruck "episch" wahrlich verdienen. Das Wechselspiel von harschem Blackmetal und stimmungsvollem Paganmetal beherrschen sie beeindruckend gut und haben es quasi fast zur Perfektion getrieben und ausformuliert.
Wenn man das rein instrumentale Kammerstück "Ljös" mal ausnimmt dann bewegen sich die Spielzeiten konsequent zwischen 7 und 10 Minuten, und dabei passiert innerhalb der einzelnen Tracks so viel das die Zeit wie im Flug vergeht. Und wer bei "Ljös" keine Gänsehaut bekommt der ist ein herz-und seelenloser Mensch.
Ich bin immer noch ziemlich sprachlos und begeistert wegen dem unfassbar gutem Material der Bergener, das ist für mich trotz des frühen Zeitpunktes auf jeden Fall schon ein Anwärter für das Album des Jahres.
Besser bekommt ihr anspruchsvollen norwegischen Blackmetal im Moment einfach nicht geboten. Die Pagan/Folkparts sind dabei so sauber integriert und umgesetzt das man sich die Titel ohne sie nicht vorstellen kann und die Tracks dadurch sicherlich an Magie verlieren würden.
Dazu sei auch noch angemerkt das Galar aus nur drei Leuten bestehen, das nötigt nochmals Respekt vor dem Gebotenen ab. Ich denke jeder kennt genügend Bands in dem Genre die auch mit Verfünffachung ihrer Besetzung nicht zu solch einer grossartigen Leistung fähig wären.
Ein monumentales Werk zu dem man recht schnell Zugang findet, dann aber nicht mehr von ihm weg kommt. Macht aber nichts da man das auch gar nicht mehr möchte. Das ist die Art von Album die man am besten auch mit "organisch" umschreiben könnte. Es ist komplett in einem Fluss, es atmet, es bewegt sich. Es fesselt, es begeistert, umgarnt dich und betört dich. Die Übergänge stimmen und sind nachvollziehbar, die einzelnen Elemente halten sich sehr ausgeglichen die Waage, selbst wenn ein Titel mal fast gänzlich zum erliegen kommt und nur aus kleinen akustischen Spielereien besteht so spürt man das der Titel an sich weiterlebt und sich stetig fortbewegt. Ich weiss nicht genau ob ihr versteht was und wie ich es meine, wahrscheinlich liest es sich ziemlich seltsam. Hört am besten selbst mal rein, aber bitte nicht schnell und gehetzt vor dem Rechner mit 2 Watt Boxen sondern mittels der heimischen Anlage, Kopfhörer wären eine empfehlenswerte Sache. Das hat das Material verdient.


   De gjenlevende
   Natt… og taust et forglemt liv
   Bøkens hymne
   Ljós
   Gjeternes tunge steg
   Tusen kall til solsang ny https://soundcloud.com/galarofficial/tusen-kall-til-solsang-ny

http://galar.no/
https://www.facebook.com/galarofficial

10 von 10 Punkten


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BC
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Mitglied Bewertung: 4.64
PostIcon Geschrieben: 26.02.2015, 20:32 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Sehr informative Rezi, macht Lust da mal rein zu hören !

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No Glatz - No Glory
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 Beitrag Nummer: 3
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Total Satan
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Gruppe: Super Administrators
Beiträge: 8756
Seit: 04.2002

Mitglied Bewertung: 4.83
PostIcon Geschrieben: 27.02.2015, 00:10 Skip to the previous post in this topic.  Ignore posts   QUOTE

Durchaus hörenswert, soweit ich das dem Beispielsong entnehmen kann. Epische Parts und Black Metal Attitüde gemischt mit klassischen Instrumenten klingen überzeugend.
Der Klargesang geht mir aber zu sehr in die (slawische) Pagan Metal Richtung, was dann etwas zu pomadig auf mich wirkt.
Die 10 Punkte sind mir (zumindest für diesen Song) zu hoch gegriffen.


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I will rise up from the chaos
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2 Antworten seit 26.02.2015, 18:03 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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» Schnellantwort Review: Galar - De gjenlevende
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