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Thema: Review: The Stone – Umro, Black Metal aus Serbien< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
stalinorgeler Search for posts by this member.
Evil
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Gruppe: Bangerfront
Beiträge: 235
Seit: 11.2006

Mitglied Bewertung: 5
PostIcon Geschrieben: 01.09.2009, 19:52  Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

The Stone - Umro

Black Metal?! Auch noch von Folter Records?! Zunächst war meine Vermutung, dass dieses Review für mich eine ähnliche Folter wird, wie es der Labelname verspricht, und dann das: Kurzer Schlagzeugwirbel und es dröhnt ein Riff aus den Boxen, welches sich vor dir zu einem großen Monster auftürmt, dir die Krallen ins Fleisch schlägt, das dich ergreift, zu Boden schleudert und nicht mehr hochlässt, bis die erste Attacke nach 26 Sekunden in einen getragenen Strophenteil überführt. Schnell wird hier klar, dass dieser schwarze Moloch anders ist als die meisten Bands, die heutzutage musikalisch mit dem Bocksfuß sympathisieren. Hier wird dem Satan kein punkiges Ständchen von verlausten Stadtmusikanten gespielt, hier ist die höllische Philharmonie am Werk, ihrem Meister gebührend zu huldigen, auf dass er milde gestimmt sei! The Stone merkt man an, dass sie sich mit ihren besaiteten Streitäxten auseinandergesetzt haben. Hier haben nicht die True-Black-Metal-Bands wie die leicht zur Farce verkommenen Darkthrone Pate am ideellen Taufbecken gestanden, sondern für meinen Geschmack eher solche hochkarätigen Acts wie Emperor, Enslaved und Satyricon, auch wenn The Stone nicht ganz so vertrackt zu Werke gehen wie erstgenannte und ihr Sound auch definitiv mit mehr ungezügelter Rauheit, sprich Ecken und Kanten versehen ist wie der der Norweger.
Auf jeder erdenkliche Weise sind die Serben bemüht, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Rasende Blasts, ausufernde Beckenarbeit, eine Bass-Drum, die auch mal durch die Botanik walzt wie ein Panzerschwadron, und ein Gewichse auf den Kesseln, als ob es die Ärsche der heiligen Dreifaltigkeit persönlich wären. Dazu die typisch rasenden Gitarren, die sich anhören wie ein aufgescheuchter Schwarm Killerwespen, die ihren Runden in deinem Kopf drehen, und ein Viersaiter, der ordentlich abgroovt und sich auch vor den restlichen Saiteninstrumenten nicht zu verstecken braucht. Besonders dann nicht, wenn er ornamentartig den Gesamtsound mit gelungenen Läufen auffrischt und alles das passiert alleine schon im Opener Umro. Das kann ja heiter werden. Selbst kleinste Spuren von Death Metal haben sich in den Kompositionen verloren. Geschickt verstehen es die Saitenhexer Kozeljnik, Demonetras und Urok, Verwirrung zu stiften, wenn es scheint, dass die Gitarren mit gegenläufigen und im ersten Moment disharmonisch anmutenden Riffs jede für sich um die Gunst des Zuhörers buhlt. Letzten Endes passt es aber nicht nur zusammen, sondern entfaltet einen ganz eigenen Reiz, dem man sich schwerlich entziehen kann. Zumal im Bruchteil einer Sekunde auf Parts umgestellt wird, die an alte Enslaved erinnern und manchmal auch einfach nur straight nach vorne gehen. So wird der Sound nicht mit zu vielen technischen Details belastet und findet eine absolut ausgewogene Balance zwischen musikalischer Raffinesse, schierer Aggression und auch gewisser Epik. Die Recken haben sich nicht mal gescheut, dass ein oder andere Solo aufblitzen zu lassen, was unter den meisten Schwarzwurzlern von heute eher als verpönt angesehen wird (und sei es nur, weil sie es nicht beherrschen), hier aber eindeutig als konsequent zu bezeichnen ist. Dass die acht Hassbatzen dann auch mit Ausnahme des leicht bizarr anmutenden und ohne Stromgitarre und Schlagwerk auskommenden Zwischenspiels ...U Smrti alle an die sechs Minuten oder darüber hinaus reichen, ist bei dieser Ideenfülle nicht weiter verwunderlich. Im weiteren Verlauf setzt es dann auch mal leicht psychedelische Klänge wie in Krvav Av Ceo, Nigde Nijedne Rane (nagelt mich nicht fest wegen der Groß- und Kleinschreibung), welches sich in ein groovig stampfendes Monster entwickelt und wiederum leicht an moderne Enslaved erinnert. Einziger Kritikpunkt wäre vielleicht der nicht ganz so räudig rüberkommende Gesang von Nefas und Glad, was aber auch durchaus an der leicht verwaschenen Produktion liegen könnte.
Zu gerne würde ich mir die Live-DVD dieser Band mal reinziehen,um zu begutachten, ob die Jungs auf der Bühne genauso abgehen wie auf Konserve. Zudem sei hier mal zum Nachdenken angeregt, warum man auf etwas bekannteren Festivals niemals solche Bands zu Gesicht bekommt. An der Musik kann es nicht liegen, wohl eher daran, dass unbekanntere Acts nicht soviel Publikum ziehen, aber das ist eine andere Sache. Hier sind ein paar schwarze Extrakönner am Werk, die musikalisch einiges zu bieten haben.    

Fazit: Diese Songs killen dank geschickter Abwechslung einfach. Sei es nun mit mittelalterlich anmutenden Melodien, brutalen Wutausbrüchen, leicht progressivem Touch oder auch den direkt nach vorne gehenden, simpleren Parts. Schwarzes Ohr, was willst du mehr.            

Wertung: 8,5 / 10



Anspieltipp: Umro



Gesamtlänge: 52:46
Label: Folter Records
VÖ: 22.04.2009

Tracklist
1. Umro
2. Zlo Je Uvek Korak Ispred
3. Krvav Ceo, Nigde Nijedne Rane
4. Prst Na Obaracu
5. Jesti Srca Ljudi
6. Sam Krenuo Smrt Svoju Da Nade
7. ... U Smrti
8. Kralj Je Umro




Website der Band: www.thestonehorde.com/
Myspace: www.myspace.com/thestonehorde


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PostIcon Geschrieben: 01.09.2009, 21:12 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Sher schön beschrieben, liest sich verdammt gut und macht neugierig. Da muss ich unbedingt mal reinhören bei den Schwarzen Barden.

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 Beitrag Nummer: 3
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PostIcon Geschrieben: 02.09.2009, 12:10 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Kann ich nur zustimmen, wieder extrafein geschrieben, das macht Appetit!!
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Total Satan
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PostIcon Geschrieben: 04.09.2009, 18:42 Skip to the previous post in this topic.  Ignore posts   QUOTE

:ok: Ein wahrer Lyriker der Herr Stalinorgler

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3 Antworten seit 01.09.2009, 19:52 < Älteres Thema | Neueres Thema >

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» Schnellantwort Review: The Stone – Umro
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